Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich kritisch zum geplanten Auftritt des Rappers Kanye West beim Londoner Wireless Festival geäußert. Angesichts früherer antisemitischer Aussagen des unter dem Namen Ye bekannten Musikers bezeichnete Starmer dessen Rolle als Headliner für die Veranstaltung im Juli 2026 als zutiefst besorgniserregend.
Starmers Kritik
Premierminister Keir Starmer bezeichnete Kanye Wests geplanten Auftritt beim Wireless Festival aufgrund antisemitischer Vorfälle als zutiefst besorgniserregend.
Wests Vorgeschichte
Der Rapper Ye fiel in der Vergangenheit durch NS-Verherrlichung und antisemitische Äußerungen auf, was bereits 2025 zu einem Einreiseverbot in Australien führte.
Umstrittene Entschuldigung
Anfang 2026 bat West im Wall Street Journal um Vergebung und machte eine bipolare Störung für sein Verhalten verantwortlich.
Druck auf Veranstalter
Trotz massiver Kritik und politischer Intervention ist West weiterhin als Headliner für alle drei Festivaltage gelistet.
Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete den geplanten Auftritt des Rappers Kanye West, professionell als Ye bekannt, als Headliner beim Wireless Festival im Londoner Finsbury Park als „zutiefst besorgniserregend“. Das Festival ist für den Zeitraum vom 10. bis 12. Juli 2026 angesetzt. Starmers Äußerungen, über die zuerst die Zeitung „The Sun“ berichtete, erfolgten als Reaktion auf Wests dokumentierte Geschichte antisemitischer Aussagen und seine öffentliche Verherrlichung des Nationalsozialismus. Das Festival, eines der bedeutendsten Sommermusikereignisse Londons, wird laut „The Sun“ eine große Anzahl an Besuchern anziehen. Bis zum Sonntagmorgen war West weiterhin als Headliner für alle drei Abende der Veranstaltung gelistet.
Starmer betont Sicherheit jüdischer Mitbürger in deutlicher Rüge Starmer forderte nicht direkt die Absage der Buchung, machte jedoch seine persönlichen Einwände gegen den Auftritt deutlich. Er begründete seine Besorgnis mit Wests vergangenen antisemitischen Äußerungen und der Verherrlichung des Nationalsozialismus durch den Rapper. „„Antisemitismus in jeder Form ist abscheulich und muss überall dort, wo er auftritt, klar und entschlossen bekämpft werden“” — Keir Starmer via Der Tagesspiegel Starmer fügte hinzu, dass jeder die Verantwortung trage, sicherzustellen, dass Großbritannien ein Ort sei, an dem sich jüdische Menschen sicher und geschützt fühlen. Die Kommentare erregten in den britischen Medien großes Aufsehen, wobei „The Sun“ als erstes Medium darüber berichtete. Die Intervention des Premierministers gilt als seltener Fall, in dem sich ein amtierender Regierungschef direkt zu einer Buchung für ein Musikfestival äußert.
Wests Nazi-Bezüge und eine Entschuldigung im Wall Street Journal Der 48-jährige West wurde in den vergangenen Jahren wiederholt wegen rassistischer und antisemitischer Aussagen öffentlich kritisiert. Den Berichten zufolge veröffentlichte er einen Titel mit dem Namen „Heil Hitler“ und verkaufte Merchandising-Produkte mit Hakenkreuzen. Infolge der Veröffentlichung dieses Liedes wurde ihm 2025 die Einreise nach Australien verweigert. Anfang 2026 veröffentlichte West eine Erklärung im Wall Street Journal, in der er um Vergebung für sein früheres Verhalten bat. „„Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit“” — Kanye West via Der Tagesspiegel In dieser Erklärung führte West seine früheren Bemerkungen und Handlungen auf eine bipolare Störung zurück. Die Entschuldigung schien die Kontroverse um seine Verpflichtung für das Wireless Festival nicht beizulegen.
Festivalplanungen laufen trotz landesweiter Kritik weiter Das Wireless Festival findet an drei Tagen im Finsbury Park in der britischen Hauptstadt statt. Die Buchung hat in Großbritannien scharfe Kritik ausgelöst, wobei Starmers Äußerungen dem öffentlichen Widerstand politisches Gewicht verleihen. Laut BBC-Berichten wäre das Festival Wests erster Auftritt im Vereinigten Königreich seit über einem Jahrzehnt. Die Organisatoren hatten bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht öffentlich auf die Anmerkungen des Premierministers reagiert. Die Kontroverse setzt die Festivalveranstalter im Vorfeld des Sommerereignisses sowohl durch politische Akteure als auch durch die öffentliche Meinung unter Druck.
West sieht sich seit einer Reihe antisemitischer Aussagen im Jahr 2022, als er sich in sozialen Medien und Interviews in einer Weise äußerte, die weitreichende Verurteilung nach sich zog, mit anhaltenden öffentlichen und wirtschaftlichen Folgen konfrontiert. Mehrere große Marken, darunter Adidas, beendeten damals die Zusammenarbeit mit ihm. Seine späteren Handlungen, einschließlich der Veröffentlichung eines Titels namens „Heil Hitler“ und des Verkaufs von Hakenkreuz-Artikeln, verschärften die Kontroverse. Als direkte Folge dieser Aktionen wurde ihm 2025 die Einreise nach Australien untersagt.
Mentioned People
- Kanye West — Amerykański raper, autor tekstów i producent muzyczny, występujący pod pseudonimem Ye
- Keir Starmer — Brytyjski polityk i prawnik, od 2024 roku premier Wielkiej Brytanii
- Ed Davey — Lider partii Liberalnych Demokratów
Sources: 3 articles
- Premierul britanic Keir Starmer, "profund îngrijorat" de concertul lui Kanye West la Londra: "Antisemitismul este odios" - Știrile ProTV (Stirile ProTV)
- Premierul Marii Britanii critică prezența lui Kanye West la un festival din Londra (Mediafax.ro)
- Premierul Keir Starmer e "foarte îngrijorat" de prezenţa lui Kanye West la un festival din Marea Britanie (Digi24)
- Ophef over concert Kanye West in Londen: premier is "bezorgd", hoofdsponsor trekt zich terug | VRT NWS Nieuws (vrtnws.be)
- " Profondément inquiétant " : l'invitation de Kanye West à un festival à Londres fait réagir jusqu'au Premier ministre (Le Parisien)
- Polémique sur la participation du rappeur américain Kanye West à un festival à Londres cet été (Franceinfo)
- Kanye West al Wireless Festival di Londra. Starmer è preoccupato (AGI)
- Britse premier Starmer "diep bezorgd" over komst Kanye West naar Londens festival (De Standaard)
- Starmer benennt Antisemitismus: Skandalrapper Kanye West löst Empörung in London aus (N-tv)
- Aufregung um Skandalrapper Kanye West in London (stern.de)