Die Europäische Rundfunkunion hat am 31. März 2026 den Start von Eurovision Asia bekanntgegeben. Die erste Ausgabe soll in Bangkok stattfinden, das Finale ist für den 14. November 2026 geplant. Zehn Länder haben bereits zugesagt, weitere sollen nach Einschätzung der EBU in den kommenden Monaten folgen.

Start in Bangkok bestätigt

Die EBU kündigt Eurovision Asia für den 31. März 2026 an. Das Finale der ersten Ausgabe ist für den 14. November 2026 in Bangkok vorgesehen.

Zehn Länder sind bereits dabei

Südkorea, Thailand, die Philippinen, Malaysia, Kambodscha, Laos, Vietnam, Bangladesch, Nepal und Bhutan haben zugesagt. Weitere Länder sollen folgen.

Politischer Druck auf den Originalwettbewerb

Mehrere Länder wollen wegen der Teilnahme Israels nicht nach Wien reisen. Das verstärkt den Druck auf den Eurovision Song Contest 2026.

Lange Vorgeschichte gescheiterter Versuche

Schon seit mindestens 2008 gab es Pläne für eine asiatische Version. Auch der American Song Contest konnte sich 2022 nicht durchsetzen.

Format bleibt eng am Original

Die Beiträge müssen Eigenkompositionen sein, und der Gesang soll live erfolgen. Nationalvorentscheidungen gehen dem Finale in Bangkok voraus.

Die Europäische Rundfunkunion hat am 31. März 2026 den Start von Eurovision Asia bekanntgegeben. Die erste Ausgabe soll in Bangkok, Thailand, stattfinden, das große Finale ist für den 14. November 2026 angesetzt. Zehn Länder haben ihre Teilnahme bereits bestätigt: Südkorea, Thailand, die Philippinen, Malaysia, Kambodscha, Laos, Vietnam, Bangladesch, Nepal und Bhutan. Die EBU erklärte, sie rechne in den kommenden Monaten mit weiteren Beitritten. Mit der Ankündigung entsteht erstmals in der 70-jährigen Geschichte des Eurovision Song Contest ein Spin-off mit mehreren Ländern. Martin Green, Direktor des Eurovision Song Contest bei der EBU, stellte die Einführung als Meilenstein dar, der unmittelbar mit dem Jubiläum des Wettbewerbs verbunden sei. „Während wir den 70. Jahrestag des Eurovision Song Contest begehen, ist es besonders bedeutsam, dieses nächste Kapitel mit Asien zu eröffnen, einer Region, die reich an Kultur, Kreativität und Talent ist” — Martin Green via BBC

Bangkok nach jahrzehntelangen gescheiterten Versuchen als Gastgeber gewählt Die Ausgabe von Eurovision Asia wird von der EBU gemeinsam mit Voxovation, einem Unterhaltungsunternehmen aus Los Angeles, sowie S2O Productions aus Thailand organisiert. Als Gastgeberstadt wurde Bangkok ausgewählt, was von den Tourismusbehörden in Thailand begrüßt wurde. Chuwit Sirivajjakul, ein leitender Vertreter der thailändischen Tourismusbehörde, sagte, die Hauptstadt passe naheliegend zu dem Projekt. „Diese Stadt war immer ein Ort, an dem Kulturen zusammenkommen, an dem Musik die Luft erfüllt und an dem Feiern zum Alltag gehört” — Chuwit Sirivajjakul via BBC Die EBU teilte mit, die teilnehmenden Länder stünden für ein gemeinsames potenzielles Publikum von 600 (Millionen Zuschauer) — potenzielles Publikum in den teilnehmenden Ländern. Jedes Land werde durch einen öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender vertreten, wobei die Teilnahme Südkoreas nach Angaben von El País über den kostenpflichtigen Sender ENA abgewickelt werde. Die Veranstalter erklärten, das Ziel sei es, Menschen durch Musik zu verbinden und zugleich die kulturelle Identität der Region sichtbar zu machen.

Dem Schritt gingen fast zwei Jahrzehnte vergeblicher Anläufe voraus Der Eurovision Song Contest fand erstmals 1956 statt und ist nach Angaben der BBC der am längsten laufende internationale Musikwettbewerb der Welt. Versuche, eine asiatische Version des Wettbewerbs zu schaffen, reichen laut El País mindestens bis 2008 zurück, als die EBU erste Pläne ankündigte, die später wieder verworfen wurden. 2022 wurde mit dem American Song Contest ein Spin-off gestartet, das sich jedoch nicht etablieren konnte. Russland wurde 2022 nach dem Einmarsch in die Ukraine vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen; daraufhin startete Moskau nach Angaben der BBC einen eigenen internationalen Gesangswettbewerb namens Intervision. Die Ankündigung von Eurovision Asia fällt in eine der politisch aufgeladensten Ausgaben des Originalwettbewerbs seit Jahren. Fünf Länder — Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island, wie Notícias ao Minuto berichtet — erklärten, sie würden wegen der Teilnahme Israels nicht an der Wiener Ausgabe 2026 teilnehmen. Die Ordentliche Versammlung der EBU hatte im Dezember 2025 dafür gestimmt, Israel starten zu lassen, was die Rückzüge auslöste. Der spanische öffentlich-rechtliche Sender RTVE hatte zuvor gewarnt, bei einem Verbleib Israels im Wettbewerb zu boykottieren. Trotz des Ausstiegs von RTVE werden spanische Zuschauer das Wiener Finale nach Angaben von La Razón weiterhin über den offiziellen YouTube-Kanal der EBU verfolgen können. Das große Finale des Eurovision Song Contest 2026 ist für den 16. Mai in der Wiener Stadthalle in Wien, Österreich, vorgesehen.

Asien-Ausgabe übernimmt die Grundregeln des Originalwettbewerbs Eurovision Asia soll den Grundregeln des Originalwettbewerbs folgen. Laut BBC müssen die vorgetragenen Lieder Eigenkompositionen sein, und die Lead-Vocals müssen live gesungen werden. Die teilnehmenden Länder sollen zunächst eigene nationale Vorentscheidungen organisieren, bevor sie sich für das große Finale in Bangkok qualifizieren. Green beschrieb das Projekt als eine Weiterentwicklung in Partnerschaft mit der Region und nicht als Übertragung eines europäischen Formats. „Es geht darum, Eurovision gemeinsam in Asien weiterzuentwickeln und etwas aufzubauen, das die Stimmen, die Identität und die Ambitionen der Region widerspiegelt, ohne das aus dem Blick zu verlieren, was den Wettbewerb seit jeher besonders macht” — Martin Green via El País Die EBU erklärte, sie rechne damit, die Liste der teilnehmenden Länder in den kommenden Monaten über die ersten zehn hinaus zu erweitern. Die Organisation äußerte zudem die Hoffnung, dass die Veranstaltung dem Tourismus, der Beschäftigung und der lokalen Kreativwirtschaft in Thailand zugutekomme, wie VRT NWS berichtet.

Eurovision Asia — Wichtige Daten: — ; — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Martin Green — Brytyjski producent wydarzeń na żywo i menedżer, który od 2024 roku pełni funkcję dyrektora Konkursu Piosenki Eurowizji
  • Chuwit Sirivajjakul — Wysoki urzędnik Tajlandzkiego Urzędu Turystyki

Sources: 8 articles