Niederländische Behörden haben am 2. April 2026 den wertvollen Goldhelm von Coțofenești sowie zwei von drei gestohlenen drakischen Goldarmbändern sichergestellt. Die Artefakte waren vor über 14 Monaten bei einem nächtlichen Einbruch aus dem Drents Museum in Assen entwendet worden. Die Rückführung gelang durch Vereinbarungen zwischen der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern von drei inhaftierten Verdächtigen.
Sicherstellung des Goldhelms
Nach 14 Monaten wurde der antike Goldhelm von Coțofenești zusammen mit zwei Goldarmbändern durch niederländische Behörden sichergestellt.
Deal mit Tatverdächtigen
Die Rückgabe erfolgte durch prozessuale Vereinbarungen mit den Anwälten von drei Verdächtigen aus Heerhugowaard.
Zustand der Artefakte
Der Helm weist leichte Schäden durch den Raub auf, ist laut Experten aber vollständig restaurierbar; ein Armband wird noch vermisst.
Finanzielle Rückabwicklung
Rumänien bereitet die Rückzahlung der Versicherungsentschädigung in Höhe von 5,85 Millionen Euro vor.
Niederländische Behörden haben den Goldhelm von Coțofenești und zwei der drei gestohlenen dakischen Goldarmbänder am 2. April 2026 sichergestellt, mehr als 14 Monate nachdem die Objekte aus dem Drents Museum in Assen entwendet worden waren. Die Sicherstellung erfolgte durch Verfahrensabsprachen zwischen der niederländischen Staatsanwaltschaft und den Anwälten von drei Verdächtigen, die sich in Untersuchungshaft befinden. Der Helm wurde vergraben und in ein Handtuch gewickelt gefunden; er weist leichte Beschädigungen auf, die laut Museumsdirektor Robert van Langh jedoch vollständig repariert werden können. Eines der drei gestohlenen Armbänder bleibt verschwunden, die Suche danach dauert an. Die rumänische Außenministerin Oana Țoiu bestätigte, dass Rumänien eine Versicherungssumme von 5.85 (Millionen Euro) — an Rumänien gezahlte Versicherungsentschädigung für gestohlene Artefakte 5,85 Millionen Euro erhalten hat. Dieser Betrag soll zurückgezahlt werden, sobald Experten den Erhaltungszustand der sichergestellten Objekte bestätigt haben.
Anwälte der Verdächtigen vermittelten Übergabe Die drei Verdächtigen – Jan B. (21), Douglas Chesley W. (37) und Bernhard Z. (35), alle aus Heerhugowaard – befinden sich in Untersuchungshaft und müssen sich wegen Diebstahls, Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen und Sachbeschädigung verantworten. Staatsanwältin Corien Fahner erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Kunstschätze am Vortag durch Vermittlung der Verteidiger übergeben wurden und entsprechende Zusagen gegenüber den Beschuldigten gemacht worden seien. „Die Kunstschätze wurden uns gestern durch die Intervention der Anwälte der Verdächtigen übergeben. In diesem Zusammenhang wurden Vereinbarungen mit den Verdächtigen getroffen. Worauf diese Vereinbarungen abzielen, werden wir in Kürze vor Gericht erörtern.” — Corien Fahner via adevarul.ro Nach niederländischem Recht können Beschuldigte für die Kooperation mit den Ermittlungsbehörden eine Strafmilderung erhalten. Die Gerichtsverhandlungen sind für den 14., 16. und 17. April vor dem Gericht in Assen angesetzt. Die niederländischen Behörden erklärten, die Artefakte würden so schnell wie möglich nach Rumänien zurückgebracht, sobald die Prüfung ihres Zustands abgeschlossen sei.
Das 1854 eröffnete Drents Museum in Assen ist ein Kunst- und Geschichtsmuseum in der niederländischen Provinz Drenthe. Der Goldhelm von Coțofenești aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. war eine Leihgabe des Nationalen Geschichtsmuseums von Rumänien in Bukarest als Teil der Ausstellung „Dacia – Das Land des Goldes und Silbers“, die über 50 Schätze aus der Zeit vom 20. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. präsentierte. Bei dem Raubüberfall in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2025 wurden Feuerwerksbomben verwendet, um die Museumstür aufzusprengen. Die Täter zertrümmerten Vitrinen und entwendeten den Helm sowie drei Goldarmbänder innerhalb weniger Minuten. Der Sachschaden am Drents Museum belief sich auf rund 250.000 Euro, einschließlich der Reparaturen an der Tür, den Vitrinen, der Decke sowie Reinigungskosten.
Helm beim Raub fallengelassen und später vergraben Ernest Oberländer-Târnoveanu, ehemaliger Direktor des Nationalen Geschichtsmuseums von Rumänien, der nach dem Diebstahl entlassen worden war, erklärte im Vorfeld der Pressekonferenz, dass die Artefakte vergraben gewesen seien und der Helm möglicherweise beschädigt wurde, als er beim Raub fallengelassen wurde. Er berief sich auf niederländische Journalisten mit Zugang zu Ermittlungsakten sowie auf Aufnahmen der Überwachungskameras, die seine Kollegen gesichtet hatten. „Während des Überfalls wurde der Helm fallengelassen. Dies wird auch durch die Bilder der Überwachungskameras bestätigt, die meine Kollegen gesehen haben. Einer der Täter hob ihn in großer Eile wieder auf.” — Ernest Oberländer-Târnoveanu via Ziare.com Bei den Armbändern sei aufgrund ihrer massiven Beschaffenheit kaum mit mechanischen Verformungen zu rechnen. Museumsdirektor Robert van Langh betonte, dass die Schäden am Helm lediglich alte Restaurierungen betreffen und das Stück vollständig instand gesetzt werden könne. „Es wird kein dauerhafter Schaden bleiben. Der Helm kann vollständig in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.” — Robert van Langh via adevarul.ro Die beiden wiedergefundenen Armbänder befänden sich in tadellosem Zustand.
Rumänien erstattet Versicherungssumme nach Prüfung zurück Die rumänische Außenministerin Oana Țoiu erklärte, sie habe die Rückführung direkt mit ihrem niederländischen Amtskollegen Tom Berendsen, dem niederländischen Außenminister, besprochen. Sie bezeichnete die Rückgabe der Artefakte primär als eine Frage der nationalen Identität und weniger des materiellen Wertes. „Die Priorität lag stets auf dem unschätzbaren Wert des Schatzes für unsere Identität, für das Welterbe und für das Vertrauen in den internationalen Ausstellungsbetrieb.” — Oana Țoiu via Stirile ProTV Țoiu gab an, dass die über internationale Versicherungsmechanismen erhaltenen 5,85 Millionen Euro an den Versicherer zurückgezahlt werden, sobald die Expertise den Erhaltungszustand bestätigt. Das rumänische Kulturministerium hatte im September 2025 zunächst den Erhalt von 5,7 Millionen Euro gemeldet, eine Zahl, die Țoiu später auf 5,85 Millionen Euro korrigierte. Die Zusammenarbeit zwischen den rumänischen und niederländischen Behörden erfolgte unter der Schirmherrschaft von EUROJUST im Rahmen eines gemeinsamen Ermittlungsteams. Laut Țoiu sollen der Helm und die Armbänder wieder in Rumänien ausgestellt werden, sobald der Zeitplan für den Rücktransport steht und die Objekte wieder in den Bestand des Nationalen Geschichtsmuseums integriert wurden.
Goldhelm von Coțofenești — Meilensteine: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Tom Berendsen — Minister spraw zagranicznych w gabinecie Jettena od 2026 roku
- Oana Țoiu — Minister spraw zagranicznych Rumunii od 2025 roku
- Robert van Langh — Dyrektor Drents Museum
- Ernest Oberländer-Târnoveanu — Były dyrektor Narodowego Muzeum Historii Rumunii
- Corien Fahner — Holenderska prokurator
- Adrian Negrescu — Analityk ekonomiczny
Sources: 30 articles
- Primele imagini cu coiful de aur dacic de la Coțofenești, recuperat după jaful din Olanda (adevarul.ro)
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