Premierminister Keir Starmer hat am 16. April 2026 Sir Olly Robbins, den ranghöchsten Beamten im Außenministerium, entlassen. Hintergrund sind Enthüllungen, wonach Lord Peter Mandelson trotz eines gescheiterten Sicherheitschecks als Botschafter in den USA eingesetzt wurde. Die Opposition fordert nun den Rücktritt des Premierministers.

Entlassung von Olly Robbins

Der höchste Beamte im Außenministerium wurde entlassen, nachdem eine umgangene Sicherheitsüberprüfung für Lord Mandelson bekannt wurde.

Rücktrittsforderungen gegen Starmer

Die Opposition wirft dem Premierminister vor, das Parlament über den Prozess der Sicherheitsfreigabe getäuscht zu haben.

Sicherheitsrisiko Mandelson

Peter Mandelson erhielt trotz einer verweigerten Freigabe den Botschafterposten; später wurden Verbindungen zu Jeffrey Epstein und mögliche Informationsweitergaben bekannt.

Regierungsinterne Unklarheit

Während Downing Street behauptet, erst kürzlich von der Umgehung erfahren zu haben, gibt es Dokumente, die auf frühe Warnungen hinweisen.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat den Staatssekretär des Außenministeriums, Sir Olly Robbins, am 16. April 2026 seines Amtes enthoben. Dies geschah nach Berichten, wonach Lord Peter Mandelson trotz einer verweigerten Sicherheitsfreigabe zum britischen Botschafter in den USA ernannt worden war. Die Opposition fordert infolge der Enthüllungen Starmers Rücktritt. Laut dem „Guardian“ wurde Mandelson Ende Januar 2025 einem Prozess zur erweiterten Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Obwohl ihm die Freigabe zunächst verweigert wurde, nutzten hochrangige Beamte des Außenministeriums (FCDO) eine seltene Befugnis, um diese Empfehlung zu übergehen. Dies ermöglichte Mandelson den Amtsantritt im Februar 2025. Downing Street bestätigte das Vorgehen, betonte jedoch, dass weder Starmer noch andere Minister vor der laufenden Woche davon Kenntnis gehabt hätten. Robbins nach wenigen Wochen im Amt entlassenSir Olly Robbins hatte den Posten des ständigen Staatssekretärs erst Anfang Januar 2025 übernommen und war zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Sicherheitsfreigabe erst etwa drei Wochen im Amt. Starmer und Außenministerin Yvette Cooper kamen laut Berichten von „Politico“ und dem „Guardian“ zu dem Schluss, dass das Vertrauensverhältnis zu Robbins zerstört sei. Robbins, der von 2017 bis 2019 als Chefunterhändler für den Brexit fungierte, galt als erfahrener Experte für internationale Angelegenheiten und nationale Sicherheit. Ein Sprecher des Premierministers wies die Verantwortung allein dem Außenministerium zu. Die Entscheidung, Mandelson gegen die Empfehlung der zuständigen Stelle die Freigabe zu erteilen, sei auf Beamtenebene innerhalb des Ministeriums getroffen worden. Dem „Guardian“ zufolge erfuhr Starmer erst am Dienstagabend vom Scheitern der Überprüfung. David Lammy, zum Zeitpunkt der Ernennung Außenminister und heute stellvertretender Premierminister sowie Justizminister, habe erst durch den Medienbericht am Donnerstag davon erfahren. Die BBC merkte an, dass Regierungsstellen nach Bekanntwerden der Vorwürfe fast drei Stunden lang für Presseanfragen nicht erreichbar waren – ein Schweigen, das von der Opposition als Bestätigung gewertet wurde.Wichtige Ereignisse der Mandelson-Affäre: — ; — ; — ; — ; — ; — Opposition fordert geschlossen Starmers RücktrittDie Oppositionsführerin der Conservative Party, Kemi Badenoch, warf Starmer vor, die nationale Sicherheit gefährdet und das Parlament getäuscht zu haben. Er habe Mandelson ernannt, bevor die Überprüfung abgeschlossen war, und später behauptet, alle Verfahren seien ordnungsgemäß befolgt worden. Der Vorsitzende der Liberal Democrats, Ed Davey, erklärte, Starmer müsse zurücktreten, falls er die Öffentlichkeit und das Parlament belogen habe. Auch Nigel Farage schloss sich den Rücktrittsforderungen an. Der „New Statesman“ berichtete, dass Badenochs Argumentation – wonach Starmers Unkenntnis bereits ein Zeugnis von Inkompetenz sei – auch innerhalb der Labour-Partei Anklang finde. „„Das ist sehr ernst. Dies ist eine äußerst schwerwiegende Krise.“” — John Cryer via Bloomberg Cryer, ehemaliger Vorsitzender der Labour-Fraktion, fügte hinzu, dass Starmer dringende Fragen beantworten müsse. Bloomberg zog Parallelen zur Krise um Boris Johnson und dessen Aussagen zu den „Partygate“-Veranstaltungen. Entscheidend sei nun die Frage, ob Starmer bei seinen Zusicherungen gegenüber dem Unterhaus zur Ernennung Mandelsons die Wahrheit gesagt habe.Epstein-Verbindungen überschatten Starmers diplomatische AgendaDie Krise trifft Starmer zu einem Zeitpunkt, an dem er sich international profilieren wollte. Bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris ging es um die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus und die Positionierung Großbritanniens als Stabilitätsanker im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Mandelson war strategisch für das Verhältnis zum Weißen Haus unter Donald Trump vorgesehen. Stattdessen entwickelte sich die Personalie laut Bloomberg zur dauerhaften Belastung. Mandelson war bereits im September 2025 entlassen worden, nachdem Vorwürfe über seine Nähe zu Jeffrey Epstein laut geworden waren. Unterlagen des US-Justizministeriums (DOJ) legten zudem nahe, dass Mandelson im Zeitraum von 2008 bis 2010 vertrauliche Marktinformationen an Epstein weitergegeben haben könnte. Im Februar 2026 folgten Hausdurchsuchungen durch die britische Polizei. Bereits im März 2026 veröffentlichte Dokumente deuteten darauf hin, dass Starmer vor den Reputationsrisiken der Ernennung gewarnt worden war. Es wird erwartet, dass der Premierminister am Montag, dem 20. April 2026, vor dem Parlament Stellung bezieht.Lord Peter Mandelson ist ein erfahrener Labour-Politiker und ehemaliger EU-Handelskommissar, der als Architekt von „New Labour“ unter Tony Blair galt. Seine Ernennung zum US-Botschafter im Dezember 2024 wurde mit seiner Handelsexpertise begründet. Im September 2025 wurde er wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein entlassen. Die „erweiterte Sicherheitsüberprüfung“, an der er scheiterte, ist die strengste Prüfungsebene im britischen System und Voraussetzung für den Zugang zu hochsensiblen Geheimdienstinformationen.Beamte von UK Security Vetting hatten eine Ablehnung empfohlen, über die sich das Außenministerium jedoch hinwegsetzte. Das Ministerium kündigte eine schnelle Aufklärung und die Veröffentlichung aller relevanten Dokumente an.

Mentioned People

  • Keir Starmer — Brytyjski polityk i prawnik, premier Wielkiej Brytanii od 2024 roku oraz lider Partii Pracy od 2020 roku
  • Olly Robbins — Wysoki rangą urzędnik służby cywilnej, sekretarz stały w MSZ w latach 2025–2026
  • Peter Mandelson — Były polityk Partii Pracy, lobbysta i dyplomata; były ambasador Wielkiej Brytanii w USA
  • Yvette Cooper — Brytyjska polityk, minister spraw zagranicznych od września 2025 roku
  • David Lammy — Brytyjski polityk, wicepremier, minister sprawiedliwości i lord kanclerz od września 2025 roku
  • Kemi Badenoch — Liderka Partii Konserwatywnej
  • Ed Davey — Lider Liberalnych Demokratów
  • Nigel Farage — Lider partii Reform UK

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