In Polen sind Vorwürfe um das staatliche SAFE-Kreditprogramm am 18. März 2026 auf deutlichen Widerspruch gestoßen. Das Verteidigungsministerium wies Behauptungen über Zahlungen von drei Milliarden Zloty an Journalisten als abwegig zurück, während Verfassungsrechtler erklärten, für formelle Anschuldigungen gegen die Regierung gebe es derzeit keine rechtliche Grundlage. Zugleich meldete Rosomak SA ein Investitionsabkommen über 57 Millionen Zloty in Schlesien.
Ministerium weist Vorwürfe zurück
Das polnische Verteidigungsministerium bezeichnete die Behauptung, im SAFE-Programm seien drei Milliarden Zloty an Journalisten geflossen, als „größte Absurdität“.
Juristen sehen keine Grundlage
Verfassungsrechtler erklärten laut Polnischer Presseagentur, derzeit gebe es keine rechtliche Basis für formelle Vorwürfe gegen die Regierung wegen des SAFE-Kredits.
Sikorski kontert Macierewicz
Radosław Sikorski reagierte auf eine Warnung von Antoni Macierewicz mit den Worten: „Antek, ich warte auf die Klage.“
Rosomak investiert in Schlesien
Rosomak SA schloss mit der Sonderwirtschaftszone Katowice ein Abkommen über 57 Millionen Zloty zum Ausbau der Produktion und zur Fertigung neuer Fahrzeugtypen.
Koalition zugleich unter Druck
Am selben Tag wurden auch Spannungen in der Regierungskoalition über einen separaten Gesetzesvorschlag von Präsident Karol Nawrocki bekannt.
Polens Verteidigungsministerium hat Behauptungen von Tomasz Sakiewicz, dem Leiter von TV Republika, als „größte Absurdität“ zurückgewiesen. Sakiewicz hatte erklärt, das staatliche SAFE-Kreditprogramm habe Zahlungen von drei Milliarden Zloty an Journalisten für wohlwollende Berichterstattung umfasst. Zugleich erklärten Verfassungsrechtler, derzeit gebe es keine rechtliche Grundlage für Vorwürfe gegen die Regierung im Zusammenhang mit dem Programm. Die Erwiderung des Ministeriums erfolgte am 18. März 2026, demselben Tag, an dem Rosomak SA, ein großer Rüstungshersteller mit Sitz in Schlesien, ein Abkommen über 57 Millionen Zloty mit der Sonderwirtschaftszone Katowice unterzeichnete. Das Unternehmen will damit seine Produktionskapazitäten ausbauen und neue Fahrzeugtypen fertigen. Die Gleichzeitigkeit politischer Vorwürfe und industrieller Investitionsmeldungen zeigte, wie stark verteidigungspolitische Themen an diesem Tag die öffentliche Debatte in Polen prägten. Hinzu kam eine angespannte politische Lage in Warschau, weil die Regierungskoalition zugleich mit internen Spannungen über einen gesonderten Gesetzesvorschlag des Präsidenten befasst war.
Verfassungsrechtler sehen keine Grundlage für SAFE-Vorwürfe Verfassungsrechtler erklärten am 18. März, derzeit fehle jede rechtliche Grundlage für formelle Anschuldigungen gegen die Regierung im Zusammenhang mit dem SAFE-Kredit. Sakiewicz hatte öffentlich behauptet, das Programm enthalte, wie er es nannte, „die größte Bestechung der Geschichte“. Nach Websuchergebnissen und Berichten von Press.pl sollen drei Milliarden Zloty an Medienvertreter geflossen sein, damit diese die Initiative unterstützten. Das Ministerium für Nationale Verteidigung reagierte scharf. Press.pl zitierte aus der Stellungnahme des Hauses, man habe „eine größere Absurdität“ noch nicht gehört. Sakiewicz ist Chefredakteur von „Gazeta Polska“ und „Gazeta Polska Codziennie“ und nach seinem öffentlichen Profil seit 2021 Präsident von TV Republika. Die Einschätzung der Verfassungsrechtler, über die die Polnische Presseagentur berichtete, gab dem politischen Streit eine zusätzliche juristische Dimension. Sie deutete darauf hin, dass Vorwürfe aus der Opposition bislang nicht in belastbare Anklagen mündeten. Die Zurückweisung durch das Ministerium und die Stellungnahme der Experten bildeten zusammen eine doppelte Entgegnung auf Behauptungen, die in rechten Medien kursierten.
Sikorski an Macierewicz: „Ich warte auf die Klage“ Der Politiker Radosław Sikorski reagierte öffentlich auf eine Warnung von Antoni Macierewicz, einem Abgeordneten der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit, mit einer zugespitzten Antwort, über die Gazeta.pl berichtete. „"Antek, czekam na pozew."” (Antek, ich warte auf die Klage.) — Radosław Sikorski via Gazeta.pl Macierewicz, früherer Minister für Nationale Verteidigung und eine prominente Figur der polnischen konservativen Politik, hatte eine als Warnung beschriebene Erklärung in Richtung Sikorski abgegeben. Sikorski, 1963 in Bydgoszcz geboren, war im Lauf seiner politischen Karriere in mehreren hohen Regierungsämtern tätig, wie aus seinem öffentlichen Profil hervorgeht. Der Schlagabtausch verdeutlichte die anhaltende persönliche und politische Gegnerschaft zwischen Vertretern der aktuellen Regierung und der früheren PiS-Regierung. Die Konfrontation fügte einem Tag, der bereits von scharfer Rhetorik über das SAFE-Programm und Spannungen innerhalb der Koalition geprägt war, eine weitere Ebene hinzu.
Rosomak erhält 57 Millionen Zloty für Ausbau in Schlesien Rosomak SA unterzeichnete am 18. März 2026 ein Abkommen über 57 Millionen Zloty mit der Sonderwirtschaftszone Katowice, um die Produktionskapazität zu erhöhen und mit der Fertigung neuer Fahrzeugtypen zu beginnen. Das berichteten Forsal.pl, Interia Biznes, Dziennik Zachodni und die Polnische Presseagentur. Die Investition bedeutet einen erheblichen Ausbau für einen der bekanntesten polnischen Rüstungshersteller mit Sitz in der Region Schlesien. Mehrere Medien bestätigten die Summe von 57 Millionen Zloty, die die Polnische Presseagentur als „Finanzspritze“ für das Unternehmen bezeichnete. Das Abkommen mit der Sonderwirtschaftszone soll den strukturellen und finanziellen Rahmen für die Ausweitung der Produktion schaffen. Rosomak SA gilt als bedeutendes Rüstungswerk in Schlesien und ist seit Langem ein zentraler Lieferant für die polnischen Streitkräfte. Die Vereinbarung fällt in eine Phase, in der Polen vor dem Hintergrund des andauernden Russland-Ukraine-Krieges und breiterer regionaler Sicherheitsbedenken seine Verteidigungsausgaben und industriellen Kapazitäten beschleunigt ausbaut. Ebenfalls am selben Tag berichtete Do Rzeczy über einen Koalitionsstreit zu einem separaten Gesetzentwurf von Präsident Karol Nawrocki, wobei die verfügbaren Quellen die Einzelheiten dieses Konflikts nicht näher erläuterten.
57 (million PLN) — Rosomak-Investition aus der Sonderwirtschaftszone Katowice
Polen hat seine Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Ausschlaggebend war vor allem der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der im Februar 2022 begann. Rosomak SA zählt seit Langem zu den wichtigsten Lieferanten gepanzerter Fahrzeuge für das polnische Militär. Die Sonderwirtschaftszone Katowice ist eine der größten staatlich verwalteten Investitionsförderstrukturen in Polen und bietet Produktionsunternehmen in der Region Schlesien Anreize. Das SAFE-Wohnungsdarlehensprogramm wurde zu einem zentralen Streitpunkt in der polnischen Politik; Oppositionsvertreter stellten wiederholt seine Rechtmäßigkeit und das Vorgehen der Regierung bei seiner Bewerbung infrage.
Key events — March 18, 2026: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Antoni Macierewicz — Polski polityk, historyk i poseł Prawa i Sprawiedliwości.
- Tomasz Sakiewicz — Redaktor naczelny Gazety Polskiej i prezes zarządu Telewizja Republika S.A.
- Radosław Sikorski — Polski polityk, dziennikarz i wicepremier od 2025 r.