Der russische Präsident Wladimir Putin hat zur Feier des orthodoxen Osterfestes eine vorübergehende Waffenruhe in der Ukraine angeordnet. Die Kampfpause soll am Samstag, dem 11. April 2026, um 16:00 Uhr Moskauer Zeit beginnen und bis zum Ende des Folgetages andauern.

32-stündige Oster-Waffenruhe

Präsident Putin hat eine einseitige Feuerpause für das orthodoxe Osterfest ab dem 11. April 2026, 16:00 Uhr, angeordnet.

Ukrainische Reaktion

Präsident Selenskyj bestätigt die Einhaltung der Truhenruhe, verweist jedoch auf eigene, vorab übermittelte Vorschläge.

Stagnierender Friedensprozess

Diplomatische Bemühungen ruhen weitgehend, da sich die US-Lagezentren derzeit auf den Konflikt im Iran konzentrieren.

Humanitärer Austausch

Trotz der Kämpfe wurden unter türkischer Vermittlung erneut sterbliche Überreste von Soldaten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine 32-stündige Waffenruhe in der Ukraine angekündigt. Die Maßnahme soll am Samstag, dem 11. April 2026, um 16:00 Uhr Moskauer Zeit beginnen und das gesamte orthodoxe Osterfest bis zum Ende des Sonntags umfassen. In einer offiziellen Erklärung des Kremls vom Donnerstag hieß es, die Einstellung der Kampfhandlungen erfolge „auf Beschluss des Obersten Befehlshabers der Streitkräfte der Russischen Föderation“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Kiew die Waffenruhe einhalten werde. Er wies darauf hin, dass die Ukraine bereits Tage zuvor einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet habe. Die Ankündigung erfolgte ohne vorherige Abstimmung zwischen den Parteien; der Kreml betonte, dass es sich um eine einseitige Erklärung und nicht um ein ausgehandeltes Abkommen handle.

Beloussow weist Gerassimow zur Einstellung der Frontoperationen an Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow wies den Chef des Generalstabs, Walerij Gerassimow, an, die Kampfhandlungen in allen Abschnitten für die Dauer der Waffenruhe einzustellen. Laut der Kreml-Erklärung bleiben die russischen Truppen jedoch in Alarmbereitschaft, um auf mögliche Provokationen der ukrainischen Seite zu reagieren. Selenskyj ordnete die Zustimmung der Ukraine via Telegram in den Kontext bereits bestehender Kiewer Vorschläge ein. „„Die Ukraine hat wiederholt erklärt, dass wir zu wechselseitigen Schritten bereit sind. Wir haben für das diesjährige Osterfest eine Waffenruhe vorgeschlagen und werden entsprechend handeln.“” — Volodymyr Zelenskyy via Al Jazeera Er fügte hinzu, Russland habe die Möglichkeit, die Pause über Ostern hinaus zu verlängern, anstatt die Angriffe fortzusetzen. Anfang der Woche habe Selenskyj über die USA einen entsprechenden Vorschlag an Moskau übermittelt, der auch einen Stopp der Angriffe auf die Energieinfrastruktur vorsah. Der Kreml nahm keinen Bezug auf diesen Vorstoß, was den Charakter paralleler statt koordinierter Erklärungen unterstreicht.

Kreml bestätigt Verzicht auf Vorabgespräche mit Washington oder Kiew Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Freitag gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, dass Moskau die Waffenruhe weder mit der Ukraine noch mit den USA vorab besprochen habe. Zudem betonte Peskow, dass die Ankündigung nicht mit umfassenderen Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts verknüpft sei. Es handelt sich um die vierte temporäre Waffenruhe seit Beginn der Invasion im Februar 2022. Die drei vorangegangenen Feuerpausen fanden zum orthodoxen Weihnachtsfest 2023 (6. bis 8. Januar), zum orthodoxen Osterfest 2025 (19. bis 21. April) sowie zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs (8. bis 11. Mai 2025) statt. In allen Fällen beschuldigten sich Moskau und Kiew gegenseitig der Verstöße. Die Oster-Waffenruhe 2025 hielt etwa 30 Stunden an, bevor beide Seiten die Offensivoperationen wieder aufnahmen; Selenskyj berichtete damals von dutzenden russischen Angriffen während der Ruhephase. Ungeachtet der aktuellen Ankündigung setzten sich die Angriffe im Osten der Ukraine am Freitag fort. Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganscha, berichtete von knapp 30 Angriffen durch russische Drohnen und Artillerie auf drei Bezirke, bei denen zwei Menschen getötet wurden. „„Der Feind hat drei Bezirke der Region fast 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen.“” — Oleksandr Ganzha via Al Jazeera

Temporäre Waffenruhen im Russland-Ukraine-Krieg: — ; — ; — ; —

Friedensgespräche stagnieren aufgrund des Iran-Konflikts Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges sind seit der letzten trilateralen Gesprächsrunde im Februar 2026 in Genf ins Stocken geraten. Der Konflikt im Iran, der seit Ende Februar die Aufmerksamkeit der USA bindet, hat den Friedensprozess faktisch zum Stillstand gebracht. Selenskyj erklärte am Freitag, die Ukraine erwarte weiterhin den Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu einem geplanten Treffen. Er warnte vor einer „politisch und diplomatisch schwierigen“ Phase im Frühjahr und Sommer, in der der Druck internationaler Partner steigen könnte. Auf humanitärer Ebene meldete Al Jazeera, dass Russland und die Ukraine kürzlich sterbliche Überreste von Soldaten ausgetauscht haben. Moskau übergab dabei die Überreste ukrainischer Gefallener im Austausch gegen 41 russische Körper. Insgesamt wurden seit Kriegsbeginn über 19.000 ukrainische Soldaten zurückgeführt. Diese Austausche, oft durch türkische Vermittlung ermöglicht, stellen eine der wenigen funktionierenden Kommunikationskanäle dar.

Mentioned People

  • Vladimir Putin — Prezydent Rosji
  • Volodymyr Zelenskyy — Prezydent Ukrainy
  • Andrey Belousov — minister obrony od maja 2024 roku
  • Valery Gerasimov — szef Sztabu Generalnego Sił Zbrojnych Federacji Rosyjskiej i pierwszy zastępca ministra obrony od 2012 roku
  • Dmitry Peskov — rzecznik prasowy prezydenta Rosji Władimira Putina od 2012 roku
  • Oleksandr Ganzha — gubernator obwodu dniepropietrowskiego

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