Die US-Behörde FCC hat am 23. März 2026 den Import und Verkauf aller neuen, im Ausland gefertigten Verbraucherrouter untersagt. Als Begründung nannte sie Risiken für die nationale Sicherheit durch Schwachstellen in Lieferketten. Betroffen sind Modelle, bei denen ein wesentlicher Produktionsschritt außerhalb der Vereinigten Staaten liegt.
Importverbot für neue Router
Die FCC hat am 23. März 2026 den Import und Verkauf aller neuen Verbraucherrouter aus ausländischer Produktion untersagt.
Begründung: nationale Sicherheit
Die Behörde verweist auf Schwachstellen in Lieferketten und mögliche Risiken für kritische Infrastruktur, Wirtschaft und Verteidigung.
Ausnahmen und Übergangsfrist
Bereits zugelassene Geräte bleiben nutzbar; Updates sind bis zum 1. März 2027 weiter möglich.
Folgen für Hersteller
Unternehmen können Conditional Approval beantragen, müssen dann aber Produktion oder Ausbau in den Vereinigten Staaten begründen und planen.
Breite Folgen für den Markt
Chinesische und taiwanische Anbieter dominieren den Markt, Netgear legte nach der Mitteilung laut TechRadar fast 20 Prozent zu.
Die Federal Communications Commission hat am 23. März 2026 den Import und Verkauf aller neuen Verbraucherrouter aus ausländischer Produktion verboten. Sie verwies dabei auf Risiken für die nationale Sicherheit, die aus Schwachstellen in Lieferketten bei Geräten entstehen, die außerhalb der Vereinigten Staaten hergestellt werden. FCC-Chef Brendan Carr teilte mit, neue Modelle von Routern aus ausländischer Produktion würden künftig nicht mehr für Vermarktung oder Verkauf im Land zugelassen. Die Behörde handelte, nachdem sie von einer im Weißen Haus einberufenen behördenübergreifenden Gruppe von Sicherheitsexperten eine Feststellung zur nationalen Sicherheit erhalten hatte. Das Verbot gilt für jeden Router, bei dem ein wesentlicher Produktionsschritt — darunter Herstellung, Montage, Design oder Entwicklung — außerhalb der Vereinigten Staaten stattfindet. Damit fällt auch ein in den USA entworfener, aber im Ausland montierter Router unter die Regelung, ebenso ein Gerät mit umgekehrter Produktionskette. Die FCC setzte die Maßnahme um, indem sie alle Verbraucherrouter aus ausländischen Staaten auf ihre Covered List setzte, also auf eine schwarze Liste von Telekommunikationsgeräten, die als unzumutbares Risiko für die nationale Sicherheit gelten. Bereits zugelassene Routermodelle sowie Geräte, die Verbraucher schon nutzen, sind von der Anordnung nicht betroffen.
Sicherheitslücken sollen Angriffe auf amerikanische Haushalte ermöglicht haben, sagt die FCC Die FCC stellte das Verbot als Reaktion auf ein dokumentiertes Muster von Cyberangriffen dar, bei denen Schwachstellen in ausländischer Netzwerktechnik ausgenutzt worden seien. „Böswillige Akteure haben Sicherheitslücken in im Ausland hergestellten Routern ausgenutzt, um amerikanische Haushalte anzugreifen, Netzwerke zu stören, Spionage zu ermöglichen und den Diebstahl geistigen Eigentums zu erleichtern.” — Federal Communications Commission via The Independent Die von der Regierung des Weißen Hauses einberufene Überprüfung innerhalb der Exekutive kam zu dem Schluss, dass Router aus Produktion außerhalb der USA eine Schwachstelle in der Lieferkette mit sich bringen, die die US-Wirtschaft, kritische Infrastruktur und die nationale Verteidigung beeinträchtigen könnte. In der vierseitigen Feststellung zur nationalen Sicherheit erklärte die FCC, Router in den Vereinigten Staaten müssten über verlässliche Lieferketten verfügen, damit ausländische Akteure keine möglichen eingebauten Hintertüren in amerikanische Haushalte, Unternehmen, kritische Infrastruktur und Rettungsdienste erhalten. Die Maßnahme steht im Einklang mit der Nationalen Sicherheitsstrategie von Präsident Donald Trump aus dem Jahr 2025, in der es heißt, die Vereinigten Staaten dürften niemals von einer externen Macht bei Kernkomponenten abhängig sein — von Rohstoffen über Teile bis hin zu Endprodukten —, die für die Verteidigung oder die Wirtschaft des Landes notwendig sind. „Im Anschluss an die Führung durch Präsident Trump wird die FCC weiter ihren Teil dazu beitragen, sicherzustellen, dass der US-Cyberspace, die kritische Infrastruktur und die Lieferketten sicher und geschützt sind.” — Brendan Carr via The Independent Die FCC gewährte eine Ausnahmegenehmigung, wonach bereits zugelassene Router bis zum 1. März 2027 weiter Sicherheits-Patches sowie Software- und Firmware-Updates erhalten dürfen; eine Verlängerung ist möglich.
Ausnahmen sind möglich, doch Hersteller haben einen steilen Weg vor sich Routerhersteller können beim Verteidigungsministerium oder beim Ministerium für Innere Sicherheit eine Conditional Approval beantragen, wenn diese Behörden feststellen, dass ein bestimmtes Gerät kein unzumutbares Risiko für die nationale Sicherheit darstellt. Unternehmen, die eine solche Genehmigung beantragen, müssen unter anderem begründen, warum der Router derzeit nicht in den Vereinigten Staaten hergestellt wird, und einen detaillierten, zeitlich gebundenen Plan vorlegen, um die Produktion im Inland aufzubauen oder auszuweiten. Das Verbot betrifft sowohl US-amerikanische als auch ausländische Unternehmen, die Router außerhalb des Landes produzieren. Damit sind auch amerikanische Marken betroffen, die im Ausland fertigen lassen. Der US-Markt wird seit Langem von chinesischen und taiwanischen Marken dominiert; dazu gehören TP-Link, Asus und Linksys, die zu den meistgenutzten zählen. Nach Angaben von Ars Technica wird nicht ein einziger Router auf den Empfehlungslisten großer Testportale in den Vereinigten Staaten hergestellt. Netgear, ein in den USA ansässiges Unternehmen, verzeichnete nach der Mitteilung der FCC laut TechRadar einen Kursanstieg von fast 20 Prozent, obwohl auch seine Router weiterhin Einschränkungen unterliegen könnten, weil der Großteil der Produktion in Asien stattfindet und die Geräte auf in Taiwan gefertigte Chips angewiesen sind.
Das Router-Verbot der FCC folgt auf eine Reihe verschärfter US-Maßnahmen gegen im Ausland hergestellte Telekommunikationsausrüstung aus Gründen der nationalen Sicherheit. Im Dezember 2025 verhängte die FCC ein ähnliches Verbot für neue Drohnen des weltgrößten Drohnenherstellers DJI und setzte das chinesische Unternehmen auf ihre Covered List. TP-Link, eine der in den Vereinigten Staaten am weitesten verbreiteten Router-Marken, steht zunehmend unter Beobachtung: Im Februar 2026 verklagte der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton TP-Link Systems, eine in Kalifornien ansässige Einheit, die aus dem chinesischen TP-Link-Konglomerat hervorging. TP-Link wies Vorwürfe zurück, wonach das Unternehmen der chinesischen Regierung Zugang zu US-Verbraucherdaten verschafft habe.
China schweigt, republikanische Abgeordnete begrüßen den Schritt Die chinesische Botschaft in Washington äußerte sich laut Handelsblatt zunächst nicht zu der Mitteilung der FCC. John Moolenaar, der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses im Repräsentantenhaus, begrüßte die Entscheidung. Er sagte, sie schütze das Land vor anhaltenden Cyberangriffen aus der Volksrepublik China und stelle sicher, dass die betroffenen Geräte nicht Teil der kritischen Infrastruktur würden. TP-Link Systems, das aus einem chinesischen Konglomerat hervorging und als kalifornisch ansässige Einheit operiert, hatte die Vorwürfe zuvor zurückgewiesen, es habe der Regierung in Peking Zugang zu US-Verbraucherdaten gewährt. Die FCC nannte in ihrer Anordnung keine konkreten Marken, doch die Maßnahme hat weitreichende Folgen für den Markt für Verbraucherrouter, auf dem chinesische und taiwanische Hersteller einen dominierenden Anteil halten. 20 (%) — Kursanstieg der Netgear-Aktie nach der FCC-Mitteilung Hersteller stehen nun vor der Wahl, eine Conditional Approval zu beantragen, die Produktion in die Vereinigten Staaten zu verlagern oder sich ganz vom amerikanischen Markt zurückzuziehen — ein Weg, den DJI mit seinen Drohnen nach dem Verbot vom Dezember 2025 eingeschlagen hat.
FCC-Maßnahmen gegen ausländische Technologie: — ; — ; —
Mentioned People
- Brendan Carr — Przewodniczący Federal Communications Commission (FCC) od 2025 roku
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Ken Paxton — Prokurator generalny Teksasu od 2015 roku
- John Moolenaar — Członek Izby Reprezentantów USA z Michigan i republikański przewodniczący komisji Izby Reprezentantów ds. strategicznej rywalizacji między Stanami Zjednoczonymi a Komunistyczną Partią Chin
Sources: 16 articles
- Trump FCC prohibits import and sale of new Wi-Fi routers made outside US (Ars Technica)
- Good luck, Americans, your Wi-Fi choices are about to get worse -- we've tested hundreds of routers and every single one of our favorites is made outside of the US (TechRadar)
- Buying a router? A new US ban just shrank your choices - here's why (ZDNet)
- EE. UU. prohíbe la venta de nuevos routers fabricados en el extranjero por motivos de seguridad nacional (La Razón)
- Rząd USA zakazał używania nowych routerów zagranicznej produkcji (pb.pl)
- Telekommunikation: US-Behörde verbietet Import neuer ausländischer Router (Handelsblatt)
- US bans foreign-made internet routers over security concerns (The Independent)
- EEUU ha prohibido importar routers extranjeros por seguridad nacional. Spoiler: todos los routers se fabrican en el extranjero (Xataka)
- The US just banned new routers that aren't made in America -- here's what it means for your Wi-Fi network (TechRadar)
- Cyberangriffe: US-Behörde verbietet Import neuer ausländischer Router (Wirtschafts Woche)