Bei einem massiven russischen Luftangriff auf Kiew, Odessa und Dnipro in der Nacht zum 16. April 2026 sind nach offiziellen Angaben mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern in der Hauptstadt befindet sich ein zwölfjähriger Junge. Regionalen Behörden zufolge wurden landesweit Dutzende Menschen verletzt, viele von ihnen schwer.

Hohe Opferzahlen

Mindestens 13 Menschen wurden bei russischen Angriffen auf Kiew, Odessa und Dnipro getötet, darunter mehrere Kinder.

Massiver Drohneneinsatz

Die ukrainische Luftabwehr meldete die Neutralisierung von über 600 Drohnen in einer einzigen Nacht.

Appell zur Luftverteidigung

Präsident Selenskyj fordert von den westlichen Partnern eine tägliche Belieferung mit Abwehrraketen.

Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 15. auf den 16. April 2026 bei einem großflächigen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew, Odessa und Dnipro mindestens 12 bis 13 Menschen getötet. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte zwei Todesopfer in der Hauptstadt – das Kind sowie eine 35-jährige Frau. Laut Berichten von Deutsche Welle und The Independent unter Berufung auf lokale Behörden starben zudem sieben Menschen in Odessa und zwei in Dnipro. Landesweit gab es zahlreiche Verletzte; der Gouverneur der Region Dnipro, Oleksandr Gansha, meldete mindestens 27 Verwundete, von denen sich fünf in einem kritischen Zustand befänden. Die Angaben zur Zahl der Todesopfer variierten in der laufenden Berichterstattung zunächst zwischen drei und schließlich 13 Toten.

Wohnhaus in Kiew getroffen, Sanitäter unter den Verletzten In Kiew schlug eine Rakete im sechsten Stock eines 16-stöckigen Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil ein, während im nördlichen Stadtteil Obolon ein Großbrand ausbrach, wie Klitschko via Telegram mitteilte. Rettungskräfte bargen ein Kind aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes im Bezirk Podilskyj; zudem wurden eine Mutter und ihr Kind aus einem schwer beschädigten Gebäude im Zentrum gerettet. Tymur Tkatschenko, Leiter der Kiewer Militärverwaltung, gab an, dass in der Hauptstadt mindestens 18 Menschen verletzt wurden, darunter ein Kind sowie mehrere Rettungssanitäter. In Dnipro setzten Raketeneinschläge Wohngebäude in Brand, was durch online veröffentlichte Aufnahmen brennender Ruinen dokumentiert wurde. In der nordöstlichen Stadt Charkiw verletzte ein Drohnenangriff laut dem Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Synjehubow, eine 77-jährige Frau und einen 66-jährigen Mann. In Kiew und Dnipro blieb der Luftalarm über zwei Stunden lang bestehen.

Ukrainische Luftwaffe fängt hunderte Geschosse ab Die ukrainische Luftwaffe gab an, landesweit 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert zu haben, so die Deutsche Welle. The Independent nannte unter Bezugnahme auf einen separaten Tagesangriff niedrigere Zahlen von 20 Raketen und 349 Drohnen. Die Luftstreitkräfte beschrieben den Einsatz als zwei Wellen kombinierter Angriffe mit Boden- und Luft-gestützten Raketen sowie Kampfdrohnen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erneuerte nach Treffen mit europäischen Verbündeten in Deutschland seinen Appell für eine dauerhafte Unterstützung bei der Luftverteidigung.

„„Wir brauchen jeden Tag Flugabwehrraketen – jeden Tag setzt Russland seine Angriffe fort.“” — Wolodymyr Zelenskyy via Deutsche Welle

Selenskyj bezeichnete die ukrainischen Städte als wiederkehrende Ziele schwerer Attacken und forderte die Alliierten auf, täglich Nachschub für die Luftabwehr bereitzustellen.

„„Wir benötigen jeden einzelnen Tag Raketen für die Luftverteidigung – jeden Tag setzen die Russen ihre Angriffe auf unsere Städte fort.“” — Wolodymyr Zelenskyy via The Independent

636 (Drohnen) — Russische Drohnen wurden laut ukrainischer Luftwaffe bei den nächtlichen Angriffen abgeschossen oder neutralisiert

Zwei tote Kinder in Russland nach Drohneneinschlag in Krasnodar Auf russischer Seite kamen laut Angaben des Gouverneurs Weniamin Kondratjew zwei Kinder bei einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ums Leben. Der Einschlag soll Wohngebäude in der Stadt Tuapse getroffen und Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet haben. France 24 berichtete über die Todesfälle und merkte an, dass Russland der Ukraine regelmäßig Drohnenangriffe auf eigenem Territorium als Reaktion auf russische Attacken vorwirft. Russland führt seit Beginn der Invasion, die im Februar 2026 ins vierte Jahr ging, fast jede Nacht Drohnenangriffe auf die Ukraine durch. Laut La Libre.be setzt die russische Armee fast nächtlich hunderte Drohnen ein und hat zuletzt auch die Luftangriffe am Tage intensiviert. Diese Ausweitung der Angriffszeiten auf die Tagesstunden stellt eine Änderung des Operationstempos dar, wie mehrere Medien berichten. Der nächtliche Großangriff erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine Berichten zufolge bereits fortgeschritten waren, wenngleich noch keine Waffenruhe vereinbart wurde. Das Ausmaß der Angriffe verdeutlicht die unverminderte Intensität der Luftkampagne gegen ukrainische Bevölkerungszentren trotz diplomatischer Bemühungen.

Odessa: 7, Kiew: 4, Dnipro: 2

Mentioned People

  • Vitali Klitschko — pełni funkcję mera Kijowa
  • Volodymyr Zelenskyy — szósty prezydent Ukrainy
  • Tymur Tkachenko — szef kijowskiej miejskiej administracji wojskowej
  • Oleksandr Ganzha — szef dniepropietrowskiej administracji regionalnej
  • Veniamin Kondratyev — gubernator regionu Kraj Krasnodarski

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