Mit einer Flotte von 39 Schiffen hat die „Global Sumud Flotilla“ am Mittwoch Barcelona verlassen, um die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. An der Mission sind insgesamt rund 70 Schiffe und über 1.000 Teilnehmer aus 70 Ländern beteiligt, die humanitäre Hilfsgüter in das palästinensische Gebiet bringen wollen.

Massive Mobilisierung

Über 1.000 Aktivisten aus 70 Ländern beteiligen sich an der Mission mit insgesamt rund 70 Schiffen.

Prominente Beteiligung

Organisationen wie Greenpeace und Open Arms unterstützen den Konvoi aktiv mit eigenen Schiffen.

Sicherheitsrisiken

Die israelischen Behörden haben bereits angekündigt, das Durchbrechen der Seeblockade zu verhindern.

Die „Global Sumud Flotilla“ ist am Mittwoch, dem 15. April 2026, von Barcelona aus in See gestochen, um erneut zu versuchen, die israelische Seeblockade vor Gaza zu überwinden. Nach einer dreitägigen wetterbedingten Verzögerung verließen 39 Boote kurz nach 11:30 Uhr Ortszeit den Port Forum der katalanischen Metropole. Laut Angaben der Organisatoren umfasst die gesamte Mission etwa 70 Schiffe mit über 1.000 Teilnehmern aus 70 Nationen. Zu den beteiligten Schiffen gehören unter anderem ein Fahrzeug der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms sowie die Arctic Sunrise, ein ehemaliger Eisbrecher der Organisation Greenpeace. Den Organisatoren zufolge besteht die Ladung aus Hilfsgütern für die 2,3 Millionen Einwohner des Gazastreifens. Der Name der Flottille leitet sich vom arabischen Wort „Sumud“ ab, was Standhaftigkeit oder Widerstandskraft bedeutet. Zwischenstopp in Sizilien vor der Weiterreise geplantDie von Barcelona auslaufende Gruppe von 39 Booten nimmt zunächst Kurs auf Sizilien, um dort mit weiteren europäischen Delegationen zusammenzutreffen. Etwa 20 zusätzliche Schiffe, die bereits am 4. April den französischen Hafen Marseille verlassen haben, sollen sich dem Konvoi anschließen; weitere Schiffe werden am 24. April von Syrakus aus erwartet. In Süditalien ist ein einwöchiger Aufenthalt für ein von den Organisatoren als „Gewaltfreiheitstraining“ bezeichnetes Programm geplant. Die gesamte Reise wird je nach Wetterlage und Zwischenstopps in verschiedenen Mittelmeerhäfen voraussichtlich 10 bis 15 Tage dauern. Hinter der Mission steht eine Koalition aus verschiedenen Gruppen, darunter die Freedom Flotilla Coalition, das Global Movement to Gaza, die Maghreb Sumud Flotilla sowie Sumud Nusantara, eine asiatische Mission unter Beteiligung der malaysischen Regierung. Laura Campos, ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Montcada i Reixac, fungierte beim Aufbruch als eine der Sprecherinnen der Expedition. „Dies ist eine Botschaft der Solidarität mit dem palästinensischen Volk und eine Herausforderung der illegalen Blockade, die Israel seit 17 Jahren verhängt hat” — Unnamed coalition spokesperson via Le Monde.fr Camps warnt nach Festnahmen im Jahr 2025 vor UnwägbarkeitenDer Aufbruch erfolgt mehr als ein halbes Jahr nach einem ergebnislosen Versuch im Vorjahr. Anfang Oktober 2025 wurden etwa 50 Boote der ersten „Global Sumud Flotilla“ von israelischen Streitkräften vor den Küsten Ägyptens und des Gazastreifens abgefangen. Die Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und anschließend aus Israel abgeschoben. Zu den damals Inhaftierten gehörte auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Während Organisatoren und Amnesty International das Vorgehen im Jahr 2025 als rechtswidrig kritisierten, warnten israelische Behörden bereits vor der aktuellen Mission, dass man den Schiffen die Annäherung an die Küste von Gaza untersagen werde. Jedes unbefugte Eindringen in die Hoheitsgewässer werde als Sicherheitsverletzung gewertet. Òscar Camps, Gründer von Proactiva Open Arms, äußerte sich verhalten über die Erfolgsaussichten: „Wir wissen nicht, was uns erwartet. Wir wissen nicht, wie weit wir kommen werden” — Òscar Camps via ZEIT ONLINE Rückkehr des Konflikts in das öffentliche Bewusstsein gefordertCamps bezeichnete die Mission als sowohl humanitäre als auch politische Maßnahme, da die Situation in Gaza aus dem Fokus der internationalen Medien geraten sei. Er gab an, dass in den vergangenen Monaten eines „nicht echten Waffenstillstands“ mehr als 700 Menschen getötet worden seien. Er forderte ein Ende der Gewalt und den Beginn des Wiederaufbaus in Gaza. Ziel der Flottille sei es, die Versorgung der 2,3 Millionen Bewohner zu verbessern und den Konflikt wieder ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit zu rücken. Laut einem Bericht von Le Monde handelt es sich um die größte Operation dieser Art seit dem Mavi-Marmara-Vorfall im Jahr 2010, bei dem zehn Menschen bei einem Einsatz der israelischen Marine starben. Der Gazastreifen steht seit 2007 unter einer Blockade. Die israelische Blockade des Gazastreifens besteht seit der Machtübernahme der Hamas im Jahr 2007. Der Vorfall um die Mavi Marmara 2010 führte zu internationaler Kritik und belastete die israelisch-türkischen Beziehungen schwer. Seither wurden alle Versuche ziviler Flottillen von israelischen Kräften unterbunden, bevor sie die Küste erreichen konnten. Der Aufbruch im Port Forum verlief unter großer Anteilnahme; Besatzungen zeigten palästinensische Flaggen und forderten die Freiheit Palästinas. Global Sumud Flotilla — Wichtige Termine: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Oscar Camps — Kataloński ratownik i aktywista, założyciel oraz dyrektor organizacji pozarządowej Proactiva Open Arms
  • Greta Thunberg — Szwedzka aktywistka klimatyczna zatrzymana podczas poprzedniej próby flotylli w 2025 roku

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