Die portugiesische Regierung hält die befristete Entlastung bei der Kraftstoffsteuer auch in der kommenden Woche aufrecht. Trotz eines erwarteten leichten Rückgangs an den Zapfsäulen bleibt der Rabatt beim ISP unverändert. Nach Angaben des Finanzministeriums soll die Maßnahme Haushalte weiter vor Preisschwankungen schützen.

Portugal hält ISP-Rabatt vorerst stabil

Die Regierung belässt die befristete Entlastung bei der Kraftstoffsteuer in der kommenden Woche unverändert.

Leichter Preisrückgang an den Zapfsäulen erwartet

Ab Montag sollen Benzin und Diesel in Portugal etwas günstiger werden, obwohl die Entlastung weiter gilt.

Mehrwertsteuer verstärkt die Entlastung

Aus 7,6 Cent beim Diesel werden unter Einbeziehung der Mehrwertsteuer 9,4 Cent, beim Benzin 5,1 Cent.

Preise bleiben deutlich über dem Vorkriegsniveau

Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten sind Diesel und Benzin in Portugal spürbar teurer geworden.

Regierung verweist auf wöchentliche Überprüfung

Der Rabatt bleibt ausdrücklich außerordentlich und befristet und wird weiter regelmäßig geprüft.

Die portugiesische Regierung hat am Freitag, dem 27. März 2026, beschlossen, den außerordentlichen und befristeten Rabatt auf die ISP-Kraftstoffsteuer in der folgenden Woche beizubehalten. Damit bleiben die Entlastungsmaßnahmen in Kraft, obwohl an den Zapfsäulen ein leichter Preisrückgang erwartet wird. Das Finanzministerium teilte die Entscheidung am selben Tag in einer Erklärung mit. Der Rabatt bleibt bei 7,6 Cent pro Liter für Dieselkraftstoff und 4,1 Cent pro Liter für bleifreies Benzin. Wird die Belastung durch Mehrwertsteuer mitgerechnet, steigt die effektive Entlastung für portugiesische Verbraucher auf 9,4 Cent pro Liter bei Diesel und 5,1 Cent pro Liter bei Benzin. Die Regierung von Ministerpräsident Luís Montenegro begründete die Entscheidung mit der Lage auf den Kraftstoffmärkten, die auf portugiesische Haushalte durchschlage.

Preise sollen am Montag trotz fortgesetzter Entlastung sinken Ab Montag, dem 30. März 2026, dürften die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen nach Angaben der von der nationalen Nachrichtenagentur Lusa zitierten Nationalen Vereinigung der Kraftstoffhändler, die unter dem portugiesischen Kürzel ANAREC bekannt ist, leicht zurückgehen. Einfaches 95er Benzin soll um 2,5 Cent pro Liter sinken, einfacher Diesel um etwa einen Cent pro Liter. Der erwartete Durchschnittspreis für einfaches 95er Benzin liegt dann bei 1,904 Euro pro Liter, einfacher Diesel soll sich bei 2,055 Euro pro Liter einpendeln. Die Regierung verwies genau auf diese prognostizierten Rückgänge als Hintergrund für ihren Beschluss, den Rabatt nicht zu verringern. Das Finanzministerium erklärte, angesichts des erwarteten leichten Preisrückgangs habe man den bestehenden Rabatt in voller Höhe beibehalten.

„Angesichts der Aussicht, dass es in der kommenden Woche zu einem leichten Rückgang des Preises für Dieselkraftstoff und Benzin kommen wird, hat die Regierung beschlossen, den Wert des außerordentlichen und befristeten Rabatts auf den ISP unverändert beizubehalten.” — Portuguese Ministry of Finance via Diario de Noticias

Kraftstoffrabatt auf den ISP — nominal und inklusive Mehrwertsteuer: Diesel-Rabatt (pro Liter) (before: 7,6 Cent (nominale Kürzung des ISP-Satzes), after: 9,4 Cent (einschließlich Mehrwertsteuereffekt)); Benzin-Rabatt (pro Liter) (before: 4,1 Cent (nominale Kürzung des ISP-Satzes), after: 5,1 Cent (einschließlich Mehrwertsteuereffekt))

Nach Wochen deutlicher Anstiege folgt nun die moderate Entlastung Die Entscheidung, den ISP-Rabatt fortzuführen, fällt nach einer längeren Phase deutlicher Kraftstoffpreissteigerungen in Portugal, die mit dem Konflikt im Nahen Osten zusammenhängen. Seit Beginn des Konflikts sind die Dieselpreise laut Jornal Expresso um rund 45 Cent pro Liter gestiegen, die Benzinpreise um etwa 24 Cent pro Liter. Die für die kommende Woche erwarteten Rückgänge — 2,5 Cent bei Benzin und rund ein Cent bei Diesel — machen nur einen kleinen Teil dieser bisherigen Verteuerung aus. Die Beibehaltung des ISP-Rabatts soll deshalb Verbraucher weiter abfedern, die die früheren Preissprünge noch immer zu spüren bekommen. Der in der Mitteilung des Finanzministeriums beschriebene außerordentliche und befristete Charakter des ISP-Rabatts zeigt, dass die Maßnahme weiter wöchentlich überprüft wird und nicht als dauerhafte Politik feststeht.

Portugal hat außerordentliche, befristete Senkungen der ISP-Kraftstoffsteuersätze eingeführt, um Verbraucher vor Preisschwankungen infolge äußerer Schocks zu schützen. Der ISP ist eine nationale Verbrauchsteuer auf Mineralölprodukte, und das portugiesische Recht erlaubt es der Regierung, die Sätze per Dekret anzupassen. Die jüngste Welle steigender Preise in Portugal steht im Zusammenhang mit den breiteren Störungen auf den globalen Energiemärkten nach dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten. Wöchentliche Regierungsprüfungen des ISP-Rabatts sind in dieser Phase erhöhter Preise zu einem wiederkehrenden Element der portugiesischen Kraftstoffpolitik geworden.

Regierung Montenegro setzt weiter auf Verbraucherschutz Ministerpräsident Luís Montenegro, der seit April 2024 Portugals 25. Verfassungsmäßige Regierung führt, hält den ISP-Rabatt in der aktuellen Phase des Preisdrucks bei Kraftstoffen als festes Instrument des Verbraucherschutzes aufrecht. Der wöchentliche Rhythmus der Regierungsmitteilungen zum ISP-Satz zeigt, wie sensibel die Kraftstoffkosten für portugiesische Haushalte und Unternehmen politisch und wirtschaftlich sind. Das Finanzministerium teilte am Freitag nicht mit, ob der Rabatt über die kommende Woche hinaus verlängert wird oder ob für spätere Zeiträume eine Anpassung geprüft wird. Die Bezeichnung der Maßnahme als „außerordentlich“ und „befristet“ in den offiziellen Mitteilungen lässt offen, ob sie je nach Marktlage geändert wird. Ein konkretes Enddatum für die Rabattregelung wurde am Freitag, dem 27. März 2026, nicht genannt.

45 (Cent pro Liter) — Anstieg des Dieselpreises seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten

Mentioned People

  • Luís Montenegro — Premier Portugalii od kwietnia 2024 roku, kierujący 25. rządem konstytucyjnym

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