Tadej Pogačar hat die 110. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt mit einem beeindruckenden Solosieg für sich entschieden. Der Slowene setzte sich am Sonntag nach 278 Kilometern von Antwerpen nach Oudenaarde gegen Mathieu van der Poel durch und baute seine Siegesserie im Jahr 2026 weiter aus.

Hattrick für Pogačar

Tadej Pogačar gewinnt seinen dritten Titel bei der Flandern-Rundfahrt und zieht mit dem Rekord von Mathieu van der Poel gleich.

Historischer Vergleich

Pogačar ist der erste Fahrer seit Eddy Merckx 1975, der Mailand–San Remo und Flandern in einem Jahr gewinnt.

Erfolg für Vollering

Demi Vollering sichert sich ihren ersten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt der Frauen nach einer Attacke am Oude Kwaremont.

Deutsche Beteiligung

Die Deutsche Franziska Koch bereitete den entscheidenden Angriff für ihre Teamkollegin Vollering vor und belegte Platz zehn.

Tadej Pogačar vom Team UAE Team Emirates-XRG hat am Sonntag die 110. Auflage der Flandern-Rundfahrt gewonnen. Er sicherte sich den Sieg nach 278 Kilometern von Antwerpen nach Oudenaarde im Alleingang und feierte damit seinen dritten Titel bei dem belgischen Klassiker. Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) belegte mit einem Rückstand von 34 Sekunden auf den Slowenen den zweiten Platz. Remco Evenepoel von Red Bull-Bora-Hansgrohe wurde bei seinem Debüt bei der Flandern-Rundfahrt Dritter, mit einem Rückstand von über einer Minute. Mit diesem Ergebnis setzte Pogačar seine makellose Saison 2026 fort: Nach seinen Erfolgen bei Strade Bianche und Mailand–San Remo hat er nun alle drei Rennen gewonnen, an denen er in diesem Jahr teilnahm. Er ist damit der erste Fahrer seit Eddy Merckx im Jahr 1975, dem es gelang, Mailand–San Remo und die Flandern-Rundfahrt in derselben Saison zu gewinnen.

Die Flandern-Rundfahrt wurde erstmals 1913 ausgetragen und hat sich zu einem der renommiertesten Eintagesrennen entwickelt, geprägt von kurzen, aber steilen Anstiegen und Kopfsteinpflasterpassagen in den flämischen Ardennen. Das Rennen gehört zu den fünf Monumenten des Radsports im Profikalender. Die Rivalität zwischen Pogačar und van der Poel prägt die Frühjahrsklassiker der letzten Jahre, wobei beide Fahrer bereits mehrfache Siege bei diesem Rennen verbuchen konnten.

Die Vorentscheidung fiel beim letzten Anstieg des Oude Kwaremont etwa 18 Kilometer vor dem Ziel. Hier beschleunigte Pogačar und setzte sich von van der Poel ab, ähnlich wie im Vorjahr. Van der Poel, der das Rennen bereits dreimal gewinnen konnte, hielt bei den ersten Passagen des Anstiegs noch mit, vermochte es jedoch beim finalen Anstieg nicht, dem Tempo des Weltmeisters zu folgen. Am Fuße des Paterbergs betrug der Vorsprung lediglich 12 Sekunden, wuchs jedoch bis zum Gipfel auf 18 Sekunden an – ausreichend für Pogačar, um die Führung bis nach Oudenaarde zu kontrollieren. Van der Poel erkannte den Leistungsunterschied nach dem Ziel an.

„„Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe alles getan, was ich tun musste. Tadej war schlichtweg viel stärker. Punkt. Heute war er wieder einmal unschlagbar. Ich habe am Oude Kwaremont 650 Watt getreten und konnte trotzdem nicht an seinem Hinterrad bleiben.“” — Mathieu van der Poel via La Libre.be

Pogačar selbst äußerte sich reflektiert über die Härte des Rennens. „„Das war heute ein verrücktes Rennen. Ich weiß kaum, was ich sagen soll. Es war extrem hart, aber für mich ist es gut ausgegangen.“” — Tadej Pogačar via Frankfurter Allgemeine

Für Pogačar war dies der zwölfte Sieg bei einem Monument insgesamt, womit er Roger De Vlaeminck in der ewigen Bestenliste überholte. Mit drei Titeln bei der Flandern-Rundfahrt – gewonnen in den Jahren 2023, 2025 und 2026 – zog er mit dem Rekord von van der Poel gleich. Am kommenden Sonntag bietet Paris–Roubaix Pogačar die Chance, zeitgleich amtierender Sieger aller fünf Monumente zu sein – eine Aussicht, die von der New York Times als „erstaunliche Zahlen für einen außergewöhnlichen Fahrer“ beschrieben wurde.

12 (Monument-Siege) — Pogačars Gesamtzahl an Monument-Siegen nach der Flandern-Rundfahrt

Vollering greift am Kwaremont an und sichert sich ersten Flandern-Titel

Im Rennen der Frauen siegte Demi Vollering (FDJ-Suez) zum ersten Mal bei der Flandern-Rundfahrt. Sie startete 18 Kilometer vor dem Ziel am Oude Kwaremont einen Soloangriff und verteidigte ihre Führung über die Gesamtdistanz von 164,1 Kilometern bis nach Oudenaarde. Pauline Ferrand-Prévot aus Frankreich, die amtierende Tour-de-France-Siegerin, belegte den zweiten Platz, während die Niederländerin Puck Pieterse Dritte wurde. Den Angriff bereitete ihre deutsche Teamkollegin Franziska Koch vor, die mit hohem Tempo in den Oude Kwaremont einfuhr, um die entscheidende Attacke für Vollering einzuleiten. Ferrand-Prévot konnte kurzzeitig folgen, musste dann aber abreißen lassen. Weder ihr noch Pieterse gelang es, die Lücke auf dem Weg zum Ziel zu schließen.

„„Am Ende war es wirklich schmerzhaft. Aber natürlich habe ich versucht, es auch ein wenig zu genießen. Das Team hat einen großartigen Job gemacht; das war bei dem Gegenwind nicht einfach.“” — Demi Vollering via Der Tagesspiegel

Die 29-jährige Vollering, die 2023 bereits Zweite geworden war, ist die erste niederländische Siegerin der Flandern-Rundfahrt der Frauen seit Annemiek van Vleuten im Jahr 2021. Es war ihr fünfter Sieg in der Saison 2026, nach zwei Etappensiegen und dem Gesamtsieg bei der Setmana Ciclista Valenciana sowie einem Erfolg beim Omloop Het Nieuwsblad. Laut der New York Times ist Vollering zudem erst die dritte Fahrerin, die den Omloop und Flandern in einer Saison gewinnen konnte. Koch, die maßgeblich an der Vorbereitung des entscheidenden Angriffs beteiligt war, beendete das Rennen auf dem zehnten Platz.

Pogačars Siege in der Saison 2026: — ; — ; —

Mentioned People

  • Tadej Pogačar — Słoweński kolarz zawodowy reprezentujący UAE Team Emirates XRG, czterokrotny zwycięzca Tour de France.
  • Demi Vollering — Holenderska kolarka zawodowa z ekipy FDJ–Suez.
  • Mathieu van der Poel — Holenderski kolarz zawodowy z grupy Alpecin–Premier Tech.
  • Remco Evenepoel — Belgijski kolarz zawodowy, mistrz olimpijski z zespołu Red Bull-Bora-Hansgrohe.
  • Eddy Merckx — Emerytowany belgijski kolarz, uznawany za najbardziej utytułowanego zawodnika w historii.
  • Pauline Ferrand-Prévot — Francuska kolarka wielodyscyplinarna, aktualna triumfatorka Tour de France.
  • Puck Pieterse — Holenderska zawodniczka startująca w przełajach, MTB oraz kolarstwie szosowym.
  • Franziska Koch — Mistrzyni Niemiec w kolarstwie szosowym, koleżanka z zespołu Demi Vollering.
  • Filippo Ganna — Włoski kolarz zawodowy, specjalista w jeździe indywidualnej na czas i torze.

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