Nach seinem Punktsieg über Derek Chisora in der Londoner O2 Arena hat Deontay Wilder den am Ring anwesenden Anthony Joshua verbal herausgefordert. Die Punktrichter werteten den Kampf am Samstagabend mit 115-111, 115-113 und 112-115 zugunsten des US-Amerikaners.

Punktsieg für Wilder

Deontay Wilder besiegte Derek Chisora in London nach zwölf Runden mit einer geteilten Punktentscheidung.

Karriereende von Chisora

Der britische Schwergewichtler Derek Chisora gab nach seinem 50. Profikampf offiziell seinen Rücktritt bekannt.

Herausforderung an Joshua

Wilder konfrontierte Anthony Joshua unmittelbar nach dem Kampf am Ring und forderte ein direktes Aufeinandertreffen.

Erster Auftritt nach Unfall

Anthony Joshua zeigte sich erstmals seit einem schweren Autounfall in Nigeria im Dezember wieder in der Öffentlichkeit.

Deontay Wilder hat sich am Samstag, den 4. April 2026, in der Londoner O2 Arena durch eine Split Decision gegen Derek Chisora durchgesetzt und unmittelbar danach Anthony Joshua zu einem lang erwarteten Schwergewichtsduell herausgefordert. Zwei Punktrichter werteten den Kampf mit 115-111 und 115-113 für Wilder, während der dritte Juror Chisora mit 115-112 vorne sah. Für Wilder war dies der 45. Sieg im 50. Profikampf. Der 42-jährige Chisora musste in seinem 50. Kampf die 14. Niederlage hinnehmen und signalisierte das Ende seiner Karriere. Der Kampf verlief wechselhaft über zwölf Runden, in denen Wilder seinen Gegner zweimal zu Boden schickte, jedoch auch einen Punktabzug hinnehmen musste und in der elften Runde selbst angezählt wurde. Wilder fordert Joshua direkt am Ring herausDer entscheidende Moment des Abends ereignete sich nicht im Ring, sondern daneben. Auf dem Weg in die Kabine konfrontierte Wilder den am Ring sitzenden Anthony Joshua. Nach einem Faustgruß sagte Wilder direkt: „Lass es uns tun.“ In der anschließenden Pressekonferenz erläuterte Wilder den Austausch. „Es waren nicht nur ein paar Worte, ich habe ihn begrüßt und gesagt: Jetzt legen wir los. Ich bin bereit für jeden im Schwergewicht. Man kann mich Mr. Clean nennen, denn ich will die gesamte Gewichtsklasse säubern. Ohne Deontay Wilder ist diese Division nichts.” — Deontay Wilder via Reuters Joshuas Promoter Eddie Hearn bestätigte die kühle, aber eindeutige Reaktion des Briten. „Er sagte: Lass es uns tun. AJ starrte ihn eiskalt an, aber er würde ohne Probleme gegen ihn kämpfen.” — Eddie Hearn via Fight Hub TV Laut BBC-Berichten soll Wilder beim Weggehen zudem gemurmelt haben: „Er hat Angst.“ Joshuas erster öffentlicher Auftritt nach schwerem UnfallDer Auftritt in der O2 Arena war Anthony Joshuas erster öffentlicher Termin seit einem Autounfall in Nigeria am 29. Dezember 2025. Bei dem Vorfall kamen zwei enge Freunde und Teammitglieder, Sina Ghami und Latif „Latz“ Ayodele, ums Leben. Joshua erlitt leichte Verletzungen und wurde aus dem Krankenhaus entlassen, zog sich nach den Beisetzungen jedoch zurück. In London erschien er in Begleitung von Hearn in einem weißen Trainingsanzug. Sein letzter Kampf war ein Sieg durch technischen K.o. gegen Jake Paul am 19. Dezember 2025, womit er seine Bilanz auf 29 (Siege) — Joshuas Profisiege nach dem Kampf gegen Jake Paul bei vier Niederlagen schraubte. Gegenüber DAZN äußerte sich Joshua positiv über die Stimmung in der Halle. „Es ist großartig, hier zu sein. Der Boxsport, besonders in Großbritannien, boomt.” — Anthony Joshua via The IndependentWilder und Joshua galten Ende der 2010er Jahre als die dominierenden Kräfte im Schwergewicht. Damals hielt Wilder den Titel der WBC, während Joshua die Gürtel der WBA, IBF und WBO besaß. Ein Vereinigungskampf kam trotz großer Erwartungen nie zustande. Wilder verlor seinen Titel 2020 an Tyson Fury, während Joshua seine Gürtel an Oleksandr Usyk abgeben musste. Ein für 2024 angesetztes Duell zwischen Wilder und Joshua scheiterte nach Wilders überraschender Niederlage gegen Joseph Parker. Chisora beendet Karriere, Fury-Kampf steht bevorDerek Chisora, seit 2007 Profi, räumte nach der Niederlage das Ende seiner Laufbahn ein. Er blickte auf eine Karriere mit zwei WM-Kämpfen und diversen Kontroversen zurück. „Ich bin müde. Ich kann nicht mehr. Wenn man weiß, dass es Zeit ist, dann ist es Zeit. Ich hatte eine großartige Karriere.” — Derek Chisora via The Guardian Ob Chisora dem Sport in anderer Funktion erhalten bleibt, ließ er offen. Die Lage im Schwergewicht bleibt derweil in Bewegung: Tyson Fury trifft am 11. April 2026 in Großbritannien auf Arslanbek Makhmudov. Ob es zum Duell Wilder gegen Joshua kommt, hängt auch von Joshuas weiterer Genesung nach den Ereignissen vom Dezember 2025 ab.[{"side1": "Deontay Wilder", "side2": "Derek Chisora", "score1": 115, "score2": 111, "round": "Punktrichter 1"}, {"side1": "Deontay Wilder", "side2": "Derek Chisora", "score1": 115, "score2": 113, "round": "Punktrichter 2"}, {"side1": "Derek Chisora", "side2": "Deontay Wilder", "score1": 115, "score2": 112, "round": "Punktrichter 3"}]Wichtige Ereignisse vor der Herausforderung: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Deontay Wilder — Amerykański bokser zawodowy, były mistrz świata federacji WBC w wadze ciężkiej
  • Derek Chisora — Brytyjski bokser, zawodowiec w latach 2007–2026
  • Anthony Joshua — Brytyjsko-nigeryjski bokser, były dwukrotny mistrz świata wagi ciężkiej
  • Eddie Hearn — Angielski promotor sportowy, szef Matchroom Sport
  • Tyson Fury — Bokser zawodowy, były posiadacz tytułu mistrza świata WBC
  • Arslanbek Makhmudov — Pięściarz wagi ciężkiej, zaplanowany jako rywal Tysona Fury'ego
  • Sina Ghami — Bliski przyjaciel i członek zespołu Anthony'ego Joshuy, zginął w wypadku samochodowym
  • Latif Ayodele — Członek zespołu Anthony'ego Joshuy, zginął w wypadku samochodowym

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