Am Sonntag, dem 5. April 2026, feierte Papst Leo XIV. seine erste Ostermesse auf dem Petersplatz vor rund 50.000 Gläubigen. In seiner anschließenden Botschaft forderte der US-amerikanisch-peruanische Pontifex die Staats- und Regierungschefs der Welt auf, den Frieden über den Krieg zu stellen und kündigte überraschend eine Gebetswache für den 11. April 2026 an.
Erste Osterbotschaft
Papst Leo XIV. rief in seinem ersten Urbi et Orbi zum Verzicht auf Waffen und zur Wahl des Friedens auf.
Überraschende Gebetswache
Für den 11. April 2026 wurde kurzfristig eine Gebetsveranstaltung für den Frieden auf dem Petersplatz angekündigt.
Warnung vor Gleichgültigkeit
Der Papst mahnte, dass die Menschheit nicht gegenüber den Opfern und Folgen von Kriegen abstumpfen dürfe.
Tradition und Herkunft
Der erste US-geborene Papst knüpft mit Friedensinitiativen an die Praxis seines Vorgängers Franziskus an.
Papst Leo XIV. feierte seinen ersten Ostergottesdienst als Pontifex am Sonntag, dem 5. April 2026, auf dem Petersplatz und zog zahlreiche Gläubige in den Vatikan, bevor er von der Mittelloggia der Peterskirche den Segen Urbi et Orbi spendete. Der unter dem bürgerlichen Namen Robert Francis Prevost geborene Pontifex richtete einen direkten Appell an die Machthaber der Welt und mahnte ein Ende der bewaffneten Konflikte an, ohne dabei spezifische Kriege beim Namen zu nennen. Zudem kündigte er ohne Vorankündigung eine Gebetswache für den Frieden an, die am Samstag, dem 11. April 2026, auf dem Petersplatz stattfinden soll. Die Messe bildete den Abschluss der ersten Karwoche unter der Leitung von Leo XIV., in der er beginnend mit dem Palmsonntag an allen liturgischen Riten teilgenommen hatte. Papst warnt vor Abstumpfung gegenüber dem KriegIn seiner Urbi-et-Orbi-Botschaft warnte Leo XIV. davor, dass sich die Menschheit gefährlich an die Folgen bewaffneter Auseinandersetzungen gewöhne. „Mögen diejenigen, die Waffen in den Händen halten, diese niederlegen! Mögen diejenigen, die die Macht haben, Kriege zu entfesseln, den Frieden wählen!” — Pope Leo XIV via ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL Er gab zu bedenken, dass Gesellschaften sich mit Gewalt abfinden und in jene Haltung verfallen, die er in Anlehnung an seinen Vorgänger als Globalisierung der Gleichgültigkeit gegenüber dem Tod tausender Menschen bezeichnete. Der Papst betonte, dass sich diese Indifferenz nicht nur auf die unmittelbare Zahl der Opfer, sondern auch auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Kriege erstrecke. Er verzichtete auf explizite Bezugnahmen zu laufenden Konflikten wie denen in der Ukraine, im Gazastreifen oder im Iran. Leo XIV. interpretierte die Osterbotschaft als Aufruf zum Frieden durch Dialog statt durch Gewalt und erklärte, dass wahrer Friede dem Gemeinwohl und nicht Partikularinteressen diene. Überraschende Gebetswache beschließt die OsterhomilieZuvor hatte Leo XIV. am Vormittag um 10:00 Uhr die Ostermesse auf dem Petersplatz zelebriert. In seiner Predigt verurteilte er den sogenannten Götzendienst des Profits, der die Ressourcen der Erde plündere, sowie die Gewalt des Krieges, die „tötet und zerstört“. Er räumte ein, dass die Osterbotschaft der Auferstehung „nicht immer leicht anzunehmen ist“, besonders wenn Einsamkeit, Groll oder die Last der Sünde die Hoffnung erschöpfen. Der Altar und die Stufen des Petersplatzes waren mit zehntausenden bunten Blumen geschmückt, die von niederländischen Gärtnern und Mitarbeitern der vatikanischen Gärten bereitgestellt wurden. Im Anschluss an die Messe sprach der Papst Ostergrüße in zehn Sprachen aus – darunter Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch, Chinesisch und Latein –, bevor er den Urbi-et-Orbi-Segen spendete. Die unerwartete Ankündigung der Gebetswache am 11. April erfolgte am Ende des Segens, wobei Leo XIV. alle Katholiken dazu einlud, Gott um Frieden für eine „von Kriegen verwüstete und von Hass und Gleichgültigkeit geprägte Welt“ anzuflehen. Erster in den USA geborener Papst folgt der Tradition der Friedensgebete von FranziskusPapst Leo XIV., am 14. September 1955 als Robert Francis Prevost geboren, wurde am 8. Mai 2025 gewählt. Er ist der erste Papst, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde, und der erste mit US-amerikanischer oder peruanischer Staatsbürgerschaft. Er trat die Nachfolge von Papst Franziskus an, der am 21. April 2025 verstarb. Sein Vorgänger hatte bei mindestens sechs Gelegenheiten ähnliche Friedensgebetwachen organisiert, unter anderem am 27. Oktober 2023 nach dem Angriff der Hamas auf Israel sowie am 7. Oktober 2024 zum ersten Jahrestag dieses Angriffs. Der Vatikan machte bis Sonntag keine näheren Angaben zum genauen Ablauf der Mahnwache am 11. April. Leo XIV. erklärte die Wahl der Form einer Gebetsveranstaltung damit, dass der Friede, den Jesus schenke, „nicht darauf beschränkt ist, die Waffen zum Schweigen zu bringen, sondern das Herz eines jeden von uns berührt und verwandelt“. Der Papst schlug vor, dass die Versammlung dazu dienen solle, „jeden Willen zu Streit, Herrschaft und Macht beiseite zu schieben“. Dies ist die erste Initiative dieser Art seit der Wahl von Leo XIV. Seine Osterbotschaft enthielt zudem eine implizite geopolitische Dimension, indem er betonte, dass Frieden durch respektvolle Beziehungen „zwischen Menschen, Familien, sozialen Gruppen und Nationen“ aufgebaut werden müsse und nicht durch das Aufzwingen der Agenda einer einzelnen Macht.Papst Leo XIV. — Wichtige Meilensteine: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Pope Leo XIV — głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
- Robert Francis Prevost — głowa Kościoła katolickiego i suweren Państwa Watykańskiego
Sources: 4 articles
- Papa León XIV: "Nos estamos acostumbrando a la violencia" (Deutsche Welle)
- Papa Leão XIV apelou aos que "têm o poder de iniciar guerras" para que "escolham a paz" (Publico)
- León XIV pide en la bendición urbi et orbi que "los que tienen armas las abandonen" (LaVanguardia)
- As imagens da primeira missa de Páscoa presidida pelo Papa Leão XIV (SIC Notícias)
- Papa apela aos que "têm o poder de iniciar guerras" (SAPO)
- Papa apela à esperança contra a "violência da guerra". Mas sem mencionar nenhum país (Diario de Noticias)
- "Acostumamo-nos à violência, resignamo-nos a ela e tornamo-nos indiferentes": Papa faz apelo à paz na missa de Páscoa (Jornal Expresso)
- El papa León XIV urge en su mensaje de Pascua a acabar con las guerras y buscar la paz con el diálogo (EL PAÍS)
- El papa clama contra la guerra en su 'Urbi et Orbi' de Pascua: "Nos estamos acostumbrando a la violencia" (LaSexta)
- Em mensagem de Páscoa, Papa condena indiferença às vítimas de guerras e pede escolha pela paz (RFI)