Am Montagnachmittag, dem 20. April 2026, kam es im Salzburger Stadtteil Itzling zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem ein Oberleitungsbus der Linie 6 in eine Billa-Filiale raste. Ein 55-jähriger Fußgänger kam bei dem Unglück ums Leben, während sieben weitere Personen Verletzungen erlitten. Ersten Erkenntnissen zufolge verlor der 59-jährige Fahrer aufgrund eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über das Fahrzeug.

Tödlicher Unfall in Itzling

Ein Obus der Linie 6 raste in einen Billa-Supermarkt; ein 55-jähriger Fußgänger verstarb an der Unfallstelle.

Medizinischer Notfall als Ursache

Der 59-jährige Fahrer erlitt vermutlich einen Schlaganfall und musste notoperiert werden.

Sieben Verletzte

Zwei Personen, darunter der Fahrer, wurden schwer verletzt; das Rote Kreuz transportierte insgesamt sieben Betroffene in Kliniken.

Ermittlungen eingeleitet

Ein Sachverständiger wurde mit der Unfallrekonstruktion beauftragt; Statiker prüften das Gebäude auf Einsturzgefahr.

Ein Oberleitungsbus der Salzburg Linien ist am Montagnachmittag in die Glasfassade eines Billa-Supermarktes gefahren. Ein 55-jähriger Fußgänger wurde dabei getötet, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Das Fahrzeug kam an einem Kreisverkehr im Stadtteil Itzling von der Fahrbahn ab, überquerte einen Geh- und Radweg und durchbrach den Haupteingang im Foyer des Supermarktes. Der 55-jährige Salzburger wurde erfasst und verstarb trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle. Nach Angaben des Österreichischen Roten Kreuzes wurden insgesamt sieben Personen in Krankenhäuser transportiert, zwei davon mit schweren Verletzungen. Auf Bildern der Nachrichtenagentur APA war der Bus zu sehen, wie er im zerstörten Eingangsbereich des Marktes feststeckte. Fahrer erlitt Schlaganfall vor KontrollverlustNach Informationen des ORF erlitt der 59-jährige Busfahrer unmittelbar vor dem Unfall einen Schlaganfall und verlor dadurch die Kontrolle über das Fahrzeug. Ein Sprecher der Salzburger Landeskliniken bestätigte, dass der Fahrer nach einer notfallchirurgischen Neurochirurgie auf eine Intensivstation verlegt wurde. Während die Polizei zunächst von sechs Verletzten sprach, gab das Rote Kreuz die Zahl der Verletzten mit sieben an. Die Süddeutsche Zeitung berichtete unter Berufung auf die dpa ebenfalls von einem medizinischen Notfall als mutmaßliche Ursache. Die Landeskliniken bestätigten zwei Schwerverletzte: den Fahrer sowie eine weitere Person, deren Zustand als stabil beschrieben wurde. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs an. Statiker prüfen Einsturzgefahr des SupermarktesStatiker der Stadt Salzburg untersuchten das Gebäude auf strukturelle Schäden und eine mögliche Einsturzgefahr. Wie die Zeitung „Die Presse“ berichtete, waren insgesamt 25 bis 30 Personen – darunter Fahrgäste, Passanten und Kunden – unmittelbar von dem Ereignis betroffen. Der Betrieb der Linie 6 wurde am Montagnachmittag teilweise eingestellt. Die Salzburg Linien sprachen den Angehörigen des Opfers ihr Beileid aus, äußerten sich jedoch unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zur Unfallursache. „Wir sprechen der Familie des Opfers unser aufrichtiges Beileid aus” — Salzburg Linien via Le Parisien Das Unternehmen zeige sich tief betroffen und kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Oberleitungsbusse als fester Bestandteil des NahverkehrsDas Salzburger Obus-Netz ist neben dem System in Linz eines von nur zwei verbliebenen Oberleitungsbus-Systemen in Österreich. Mit zwölf Linien, 165 Haltestellen und rund 100 Fahrzeugen betreibt Salzburg das fünftgrößte Obus-Netz der Welt – nach Athen/Piräus, San Francisco, Seattle und Vancouver. Die Fahrzeuge beziehen ihre Energie aus Oberleitungen, verkehren aber im Gegensatz zu Straßenbahnen nicht auf Schienen. Betreiber sind die Salzburg Linien, eine Tochtergesellschaft der Salzburg AG. Bei dem Unfallfahrzeug handelte es sich um einen Elektrobus, der über zwei Oberleitungen gespeist wird. Dieses System ermöglicht einen emissionsfreien Betrieb, verhindert jedoch nicht, dass ein Fahrzeug bei Kontrollverlust die Fahrspur verlassen kann. Der Stadtteil Itzling im Norden Salzburgs ist durch eine Mischung aus Wohn- und Gewerbegebieten geprägt. Weitere Details zur Identität des Opfers oder zum exakten Hergang wurden seitens der Staatsanwaltschaft am Montag zunächst nicht veröffentlicht.

Mentioned People

  • Salzburg Linien — Operator transportu publicznego, który wydał oświadczenie po wypadku.

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