Die Rock and Roll Hall of Fame hat am Montag die Neuzugänge für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Neben Oasis und Iron Maiden wird auch Phil Collins eine besondere Doppelehrung zuteil. Die offizielle feierliche Aufnahme findet am 14. November 2026 im Peacock Theater in Los Angeles statt.

Britische Dominanz

Fünf der acht geehrten Interpreten stammen aus England, darunter Oasis und Iron Maiden.

Doppelehrung für Phil Collins

Collins zieht nach seiner Aufnahme mit Genesis nun auch als Solokünstler in die Hall of Fame ein.

Historische Premieren

Celia Cruz wird als erste spanischsprachige Künstlerin und Fela Kuti als Pionier des Afrobeat aufgenommen.

Die Rock and Roll Hall of Fame hat am Montag, den 13. April, die Neuzugänge für das Jahr 2026 verkündet. In der Kategorie „Interpreten“ wurden Oasis, Phil Collins, Iron Maiden, Joy Division und New Order, Wu-Tang Clan, Sade, Billy Idol sowie der verstorbene Luther Vandross benannt. Die Bekanntgabe erfolgte laut AP während einer Ausstrahlung von „American Idol“ durch Ryan Seacrest und Lionel Richie. Die Einführungszeremonie ist für den 14. November 2026 im Peacock Theater in Los Angeles geplant; eine Fernsehübertragung soll im Dezember auf ABC und Disney+ folgen. Der Jahrgang 2026 zeichnet sich durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl britischer Künstler aus: Oasis, Iron Maiden, Joy Division und New Order, Sade sowie Billy Idol stammen allesamt aus England. Über die Nominierten stimmten laut AP mehr als 1.200 Künstler, Historiker und Fachleute der Musikindustrie ab.

Phil Collins erreicht seltenen Status der Doppelehrung Phil Collins wird zum zweiten Mal in die Ruhmeshalle aufgenommen. Nachdem er bereits 2010 als Mitglied von Genesis geehrt wurde, folgt nun die Anerkennung für seine Solokarriere, die Hits wie „In the Air Tonight“ und „One More Night“ hervorbrachte. Collins gewann im Laufe seiner Karriere acht Grammy Awards, darunter 1985 den Preis für das Album des Jahres für „No Jacket Required“, so der Bericht von AP. Iron Maiden, 1975 im Londoner Stadtteil Leyton gegründet, erhielten die Auszeichnung nach mehreren früheren Nominierungen pünktlich zum 50-jährigen Bestehen der Band, wie Tgcom24 meldet. Joy Division und New Order werden als gemeinsamer Act aufgenommen, was ihre personellen Überschneidungen und musikalische Herkunft widerspiegelt – Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris waren Mitglieder beider Formationen. Oasis, die 1991 in Manchester gegründete Band um die Brüder Liam und Noel Gallagher, wird unter anderem infolge ihrer Reunion-Tour 2025 gewürdigt, die laut Rolling Stone Stadien weltweit füllte. Der 1992 in Staten Island formierte Wu-Tang Clan sowie der 2005 verstorbene Soulsänger Luther Vandross, der mehr als 25 Millionen Alben verkaufte, komplettieren die Hauptkategorie. 25 (Millionen Alben) — Gesamtverkäufe Luther Vandross

Die Rock and Roll Hall of Fame wurde in Cleveland, Ohio, gegründet. Voraussetzung für eine Nominierung ist, dass die erste kommerzielle Veröffentlichung eines Künstlers mindestens 25 Jahre zurückliegt. Der Jahrgang 2025 umfasste laut Deutsche Welle unter anderem Bad Company, The White Stripes, Soundgarden, Cyndi Lauper und Outkast. Phil Collins wurde bereits 2010 als Mitglied der Progressive-Rock-Band Genesis aufgenommen. Iron Maiden war vor 2026 bereits mindestens zweimal nominiert und lag in den Jahren 2021 und 2023 in der Gunst des Publikums vorn, wurde jedoch von der Jury nicht ausgewählt, so Tgcom24.

Celia Cruz erste spanischsprachige Künstlerin in der Hall of Fame In der Kategorie Early Influence werden in diesem Jahr die kubanische Sängerin Celia Cruz, der nigerianische Musiker Fela Kuti, die Rapperinnen Queen Latifah und MC Lyte sowie der Country-Rocker Gram Parsons geehrt. Cruz, geboren am 21. Oktober 1925 und verstorben am 16. Juli 2003, gilt laut ANSA als die erste vorwiegend spanischsprachige Künstlerin in der Ruhmeshalle. Nach ihrem Aufstieg in der Musikszene von Havanna in den 1950er Jahren musste Cruz ins Exil nach New York gehen, wo sie maßgeblich dazu beitrug, Salsa einem weltweiten Publikum nahezubringen. Fela Kuti wird für die Erschaffung des Afrobeat gewürdigt, einer Fusion aus westafrikanischem Highlife, Jazz und Funk. ANSA beschreibt ihn als ersten bedeutenden Protagonisten des afrikanischen Pop in der Rock Hall. Gram Parsons wird laut Reuters für die Verbindung von 1960er-Jahre-Rock und modernem Country geehrt. Die Kategorie „Musical Excellence“ würdigt die Songschreiberin Linda Creed sowie die Produzenten Arif Mardin, Jimmy Miller und Rick Rubin.

Ed Sullivan mehr als 50 Jahre nach seinem Tod geehrt Der Ahmet Ertegun Award wird posthum an den US-Fernsehmoderator Ed Sullivan verliehen. Die Ehrung erfolgt laut AP in Anerkennung seiner sonntäglichen Fernsehshow, die als Sprungbrett für fast alle bedeutenden Musikacts der 1950er und 1960er Jahre diente und half, ethnische Barrieren im US-Entertainment zu überwinden. Insgesamt umfasst der Jahrgang 2026 laut Deutsche Welle 18 neue Mitglieder über alle Kategorien hinweg. Der Rolling Stone merkte an, dass die Entscheidung für Joy Division und New Order besondere Aufmerksamkeit erregte, da die Bands in früheren Jahren oft zugunsten anderer Künstler übergangen wurden. Zudem bleibt offen, ob die Mitglieder von Oasis an der Zeremonie im November teilnehmen werden; Liam Gallagher hatte nach der Bekanntgabe sarkastische Kommentare in den sozialen Medien verfasst. Im Jahr 2027 soll die Zeremonie laut AP wieder in die Heimatstadt der Hall of Fame, Cleveland, zurückkehren.

England: 5, USA: 3

Mentioned People

  • Liam Gallagher — Główny wokalista brytyjskiego zespołu rockowego Oasis
  • Noel Gallagher — Główny gitarzysta i wokalista brytyjskiego zespołu rockowego Oasis
  • Phil Collins — Angielski piosenkarz, perkusista, autor tekstów, producent muzyczny i aktor
  • Ian Curtis — Wokalista, gitarzysta i autor tekstów zespołu Joy Division
  • Celia Cruz — Kubańska piosenkarka, jedna z najpopularniejszych artystek latynoskich XX wieku
  • Fela Kuti — Nigeryjski multiinstrumentalista, lider zespołu, kompozytor i aktywista polityczny
  • Queen Latifah — Amerykańska raperka, piosenkarka i aktorka
  • Rick Rubin — Amerykański producent muzyczny, były współprezes Columbia Records
  • Ed Sullivan — Amerykańska osobowość telewizyjna, impresario i dziennikarz

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