Am 1. April 2026 hat die NASA die Mission Artemis II gestartet und damit vier Astronauten auf den ersten bemannten Vorbeiflug am Mond seit mehr als fünf Jahrzehnten geschickt. Die Besatzung besteht aus den US-Amerikanern Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Der zehn Tage dauernde Flug dient dem Test der Lebenserhaltungssysteme für künftige Mondlandungen.

Historischer Start

Erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren mit einer diversen Besatzung aus drei US-Amerikanern und einem Kanadier.

Technische Zwischenfälle

Ein Defekt am Toilettenlüfter und eine kurze Kommunikationsstörung wurden kurz nach dem Start erfolgreich behoben.

Missionsverlauf

Nach Erreichen eines hochelliptischen Orbits folgt der Einschuss in die trans-lunare Bahn für einen zehntägigen Vorbeiflug.

Die NASA hat am 1. April 2026 die Mission Artemis II gestartet und schickt damit vier Astronauten für den ersten bemannten Mondvorbeiflug seit mehr als 50 Jahren in Richtung Erdtrabant. Die Space Launch System-Rakete hob um 18:35 Uhr Ortszeit (22:35 Uhr GMT) vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, ab. Zur Besatzung gehören Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Missionsspezialistin Christina Koch – allesamt US-Bürger – sowie der Missionsspezialist der kanadischen Weltraumbehörde, Jeremy Hansen. Die Mission markiert drei gleichzeitige historische Meilensteine: Victor Glover ist der erste People of Color, Christina Koch die erste Frau und Jeremy Hansen der erste Nicht-Amerikaner, der an einer Mondmission teilnimmt. Der zehntägige Flug ist ein Vorbeiflug am Mond ohne Landung, um Lebenserhaltungssysteme und Technologien vor künftigen Mondlandungen zu testen. Die Mission soll planmäßig am 10. April 2026 mit einer Wasserung im Pazifischen Ozean enden.

Zuletzt reisten Menschen im Rahmen der Apollo-17-Mission im Dezember 1972 in die Nähe des Mondes. Während des Apollo-Programms der 1960er und 1970er Jahre gab es an Bord keine Toiletten; die Astronauten nutzten Beutel zum Auffangen von Exkrementen. Das Artemis-Programm war von jahrelangen Verzögerungen und erheblichen Kostenüberschreitungen geprägt. Ursprünglich war der Start von Artemis II für Februar geplant, bevor wiederholte Rückschläge die Rückkehr der Rakete in den Hangar für Analysen und Reparaturen erforderlich machten. Die Orion-Kapsel mit dem Namen Integrity hatte vor diesem Flug noch nie Menschen transportiert, da die vorangegangene Artemis-I-Mission unbemannt verlief.

Defekt am Toiletten-Lüfter innerhalb weniger Stunden nach Start behoben In den ersten Stunden im Orbit traten zwei technische Zwischenfälle auf, die jedoch beide vor dem kritischen Einschuss in die trans-lunare Bahn (Translunar Injection Burn) gelöst werden konnten. Kurz nach dem Start meldete die Besatzung eine „Fehlermeldung“ im Universal Waste Management System, der Bordtoilette. Konkret betraf dies einen Lüfter, der für das Absaugen von Urin in der Schwerelosigkeit unerlässlich ist. Christina Koch kontaktierte die Bodenteams, um das Reparaturverfahren zu bestätigen, und stellte nach Anweisungen aus dem Kontrollzentrum in Houston den Normalbetrieb des Lüfters wieder her. Übergangsweise nutzte die Besatzung Notfallbeutel für flüssige Abfälle, während das System für feste Abfälle weiterhin funktionierte. Amit Kshatriya, stellvertretender NASA-Administrator, berichtete auf einer Pressekonferenz über die Behebung des Problems und bestätigte, dass die Crew eng mit der Bodenstation zusammengearbeitet habe. Zudem kam es während einer Satellitenübergabe zu einer kurzen Kommunikationsunterbrechung, die laut NASA-Administrator Jared Isaacman jedoch keine Auswirkungen auf das Raumfahrzeug hatte. „Es war ein teilweiser Kommunikationsverlust für einige Minuten, jedoch ohne Folgen für das Fahrzeug.” — Jared Isaacman via La Vanguardia Beide Probleme wurden rechtzeitig vor dem für die frühen Morgenstunden des 2. April geplanten Manöver zur Mondbahn gelöst.

Orion schließt kritische Flugmanöver vor dem Kurs auf den Mond ab Nach der Behebung der technischen Probleme absolvierte das Orion-Raumschiff erfolgreich eine Reihe wichtiger Manöver zur Anhebung der Umlaufbahn. Die Kapsel führte ein Perigäum- und ein Apogäum-Manöver durch, wodurch die Flugbahn schrittweise von etwa 1.600 Kilometern auf 40.200 Kilometer in einem hochelliptischen Orbit angehoben wurde. Victor Glover steuerte Annäherungsmanöver mit der Oberstufe der Rakete, manövrierte Orion weg, positionierte sie neu und beobachtete die Stufe aus verschiedenen Winkeln, um Sensoren, Navigationssysteme und Verfahren zu validieren. Der Einschuss in die trans-lunare Bahn, von Missionsverantwortlichen als „Point of Commitment“ bezeichnet, nach dem es kein Zurück mehr gibt, war für etwa 00:35 Uhr spanischer Zeit am 2. April geplant. Dieses Manöver bringt das Raumschiff auf eine Freirückkehrbahn zum Mond, bei der die Rückkehr zur Erde durch die Schwerkraft unterstützt wird. Die Besatzung wird etwa drei Tage zum Mond reisen, den Trabanten einmal umkreisen und anschließend zur Wasserung im Pazifik zurückkehren. „Der Mond geht wunderschön auf und wir halten direkt auf ihn zu.” — Reid Wiseman via La Vanguardia

54 (Jahre) — Zeitspanne seit der letzten bemannten Mondmission Apollo 17 im Jahr 1972

Artemis II — Wichtige Missionsereignisse: — ; — ; — ; —

Trump lobt US-Dominanz, Wisemans Abschiedsvideo geht viral Der Start löste umgehend politische Reaktionen und öffentliche Anteilnahme aus. US-Präsident Donald Trump gratulierte der Besatzung zu Beginn einer landesweit im Fernsehen übertragenen Rede, die primär dem Krieg im Nahen Osten gewidmet war. Er bezeichnete sie als „tapfere Astronauten“ und lobte das NASA-Team. „Amerika steht nicht nur im Wettbewerb, wir DOMINIEREN!, und die ganze Welt schaut zu.” — Donald Trump via La Vanguardia Trump hatte zuvor das Tempo des Artemis-Programms forciert, um noch vor 2029 Fußabdrücke auf der Mondoberfläche zu hinterlassen. ESA-Direktor Josef Aschbacher betonte, dass Europa ein Kernbestandteil dieser internationalen Mission sei. Auf persönlicher Ebene verbreitete sich ein Video von Kommandant Reid Wiseman, der sich von seinen Töchtern Ellie und Katherine verabschiedete, rasant in den sozialen Medien. Wiseman, der seine Frau 2020 durch eine Krebserkrankung verlor und seine Töchter während der Vorbereitungen allein großzog, formte kurz vor dem Boarding ein Herzsymbol mit seinen Händen. „Ich liebe diese beiden Mädchen sehr und steige als sehr stolzer Vater in diese Rakete.” — Reid Wiseman via 20 Minutos Zu den Gegenständen an Bord der Orion gehören ein Stück Stoff vom Flugzeug der Gebrüder Wright sowie die Flagge der abgesagten Apollo-18-Mission, die nun 54 Jahre nach der Streichung jener Mission die Nähe des Mondes erreichen wird.

Mentioned People

  • Reid Wiseman — Amerykański astronauta i lotnik marynarki wojennej; dowódca misji Artemis II w 2026 roku
  • Victor Glover — Kapitan Marynarki Wojennej USA i astronauta; pilot misji Artemis II
  • Christina Koch — Amerykańska inżynier i astronautka NASA; specjalistka misji Artemis II
  • Jeremy Hansen — Kanadyjski astronauta i pilot myśliwski; specjalista misji Artemis II reprezentujący Kanadyjską Agencję Kosmiczną
  • Jared Isaacman — Piętnasty administrator NASA od grudnia 2025 roku, przedsiębiorca i miliarder
  • Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych

Sources: 24 articles