Der Deutsche Wetterdienst hat den März 2026 in Deutschland als deutlich wärmer, sonniger und trockener als üblich eingeordnet. Im Monatsverlauf kam es allerdings am Ende noch zu einem deutlichen winterlichen Rückschlag. Die größten Ausschläge reichten von fast 20 Grad in Südhessen bis zu minus 15,5 Grad in Oberstdorf.

März klar zu warm und trocken

Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag bei 6,3 Grad Celsius und damit deutlich über dem langjährigen Referenzwert. Zugleich blieb der Monat insgesamt trocken.

Große Spannweite bei den Temperaturen

Zwischen 19,9 Grad in Michelstadt und minus 15,5 Grad in Oberstdorf lagen weniger als vier Wochen. Der Monat endete mit einem spürbaren winterlichen Rückschlag.

Nordrhein-Westfalen mit warmem und zugleich feuchtestem Monat

Nordrhein-Westfalen meldete 7,5 Grad im Mittel und 65 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Damit lag das Land zwar vorn beim Regen, aber weiter unter seinem eigenen Mittel.

Germany's Deutscher Wetterdienst hat den März 2026 für weite Teile des Landes als deutlich wärmer, sonniger und trockener als das historische Mittel eingestuft. Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag bei 6,3 Grad Celsius und damit klar über dem langjährigen Referenzwert, bevor am Monatsende ein abrupter winterlicher Umschwung einsetzte. Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen gehörten zu den wärmsten Regionen; dort wurden im Monatsmittel jeweils 7,5 Grad Celsius gemessen. Der DWD stützte sich auf erste Auswertungen von etwa 2.000 Messstationen in ganz Deutschland. In der ersten Monatshälfte bestimmten anhaltende Hochdrucklagen das Wetter und sorgten für Temperaturen, die eher zu Mitte April als zum frühen Frühling passten. Der Kontrast zwischen den milden ersten Wochen und dem kalten, windigen Monatsende verlieh dem März 2026 aus Sicht der Meteorologen einen geteilten Charakter, wie er in ihrer offiziellen Klimabilanz beschrieben wurde.

Michelstadt erreicht 19,9 Grad, Oberstdorf fällt auf minus 15,5 Grad Die im Monatsverlauf gemessenen Temperaturextreme zeigten die große Spannweite der Wetterlage in Deutschland. Die bundesweite Höchsttemperatur des Monats von 19,9 Grad Celsius wurde am 7. März in Michelstadt im Odenwald in Südhessen gemessen. Dieser Wert fiel in die frühe Warmluftphase, in der nach Angaben der DWD-Meteorologen in mehreren Bundesländern wiederholt Tageshöchstwerte gebrochen wurden. Die kalte Seite des Monats zeigte sich drei Wochen später: Am 28. März wurden in Oberstdorf in Bayern minus 15,5 Grad Celsius über frisch gefallenem Schnee gemessen, der niedrigste Wert des Monats in Deutschland. Nordwestliche Winde brachten diesen späten Kälteeinbruch mit Bodenfrost und starken Böen in große Teile des Landes. In Nordrhein-Westfalen lagen die Temperaturen in den letzten Märztagen nur noch im einstelligen Bereich, örtlich trat Bodenfrost auf, nachdem es dort zuvor über Wochen so mild gewesen war, dass Stiefmütterchen und Gänseblümchen zu blühen begonnen hatten.

19.9 (°C) — bundesweite Monatshöchsttemperatur, gemessen am 7. März in Michelstadt

Temperatur im März 2026 im Vergleich zum Referenzzeitraum: Bundesweite Durchschnittstemperatur (before: 3,5 °C (Referenzzeitraum 1961–1990), after: 6,3 °C (März 2026)); Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen (before: Langjähriger NRW-Durchschnitt (rund 4,5 °C), after: 7,5 °C (März 2026, 3 °C über dem Durchschnitt))

Hamburg mit 195 Sonnenstunden, Schleswig-Holstein am Ende Die Sonnenscheindauer lag in ganz Deutschland deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Hamburg kam im Monatsverlauf auf 195 Sonnenstunden, was die Menschen während der milden Wochen nach draußen zog. Der Niederschlag erreichte in Hamburg 45 Liter pro Quadratmeter und lag damit 18 Prozent unter dem langjährigen Stadtdurchschnitt von 55 Litern pro Quadratmeter. Die erste Monatshälfte war in Hamburg milder als die zweite, weil die Winde in den späteren Wochen häufiger vom Meer her wehten. Schleswig-Holstein als nördlichstes Bundesland verzeichnete mit 180 Sonnenstunden die wenigsten Sonnenstunden aller Länder und lag damit im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Außerdem fielen dort nur 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, also ungefähr drei Viertel der für den März üblichen 53 Liter. Das Muster unterdurchschnittlicher Regenmengen zog sich durch den Norden und unterstrich den insgesamt trockenen Charakter des Monats.

Hamburg: 195, Nordrhein-Westfalen: 195, Schleswig-Holstein: 180

Hamburg (Ist): 45, Hamburg (Mittel): 55, Schleswig-Holstein (Ist): 40, Schleswig-Holstein (Mittel): 53, Nordrhein-Westfalen (Ist): 65, Nordrhein-Westfalen (Mittel): 71

Nordrhein-Westfalen mit dem meisten Regen, aber weiter unter dem eigenen Mittel Nordrhein-Westfalen verzeichnete im März 2026 mit 65 Litern pro Quadratmeter den höchsten Niederschlag aller Bundesländer, wie die Meteorologen mitteilten. Trotz des Spitzenplatzes beim Regen blieb der Wert unter dem langjährigen Landesmittel von 71 Litern pro Quadratmeter und lag damit nach Angaben des DWD ungefähr ein Zehntel unter dem Erwartungswert. Die Durchschnittstemperatur des Landes von 7,5 Grad Celsius lag 3 Grad über dem eigenen langjährigen Märzmittel und damit klar über dem bundesweiten Wert von 6,3 Grad. Der DWD beschrieb die Lage bundesweit als „mit Vollgas in den Frühling“ und führte die anhaltende Wärme auf die lang anhaltenden Hochdruckwetterlagen zurück, die die ersten Wochen des Monats bestimmt hatten. Der bundesweite Durchschnitt von 6,3 Grad lag 2,8 Grad über dem Wert des international anerkannten Referenzzeitraums von 1961 bis 1990, der bei 3,5 Grad Celsius liegt.

„Mit Vollgas in den Frühling” — DWD via Zeit Online

Der Zeitraum 1961 bis 1990 dient nach den Vorgaben der Weltmeteorologischen Organisation als international anerkannte Bezugsgröße für Klimavergleiche. Deutschland verzeichnet seit Jahren einen langfristigen Erwärmungstrend bei den Monatsmitteln, wobei besonders die Frühlingsmonate zunehmend über den historischen Normen liegen. Der DWD betreibt eines der dichtesten Messnetze für Wetterbeobachtung in Europa; rund 2.000 Messpunkte liefern die Daten für seine monatlichen Klimabilanzen.

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