Die italienische Nationalmannschaft wird nicht an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen. Nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina in Zenica verpassen die Azzurri das Turnier zum dritten Mal in Folge. Die Entscheidung fiel am Dienstagabend mit 4:1 im Elfmeterschießen, nachdem es nach Verlängerung 1:1 gestanden hatte.

Historisches Scheitern

Italien verpasst zum dritten Mal in Folge eine Fußball-Weltmeisterschaft nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien.

Personalie Gattuso

Nationaltrainer Gennaro Gattuso ließ seine Zukunft nach dem Spiel offen, erhielt jedoch Rückendeckung von Verbandschef Gravina.

Weitere Qualifikanten

Neben Bosnien und Herzegowina konnten sich auch Schweden (3:2 gegen Polen) und die Türkei (1:0 gegen Kosovo) ihre WM-Tickets sichern.

Italien ist nach einer Niederlage im Playoff-Finale gegen Bosnien und Herzegowina am Dienstag in Zenica zum dritten Mal in Folge nicht für eine FIFA-Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Elfmeterschießen endete mit 4:1 für Bosnien, nachdem die Partie nach Verlängerung mit einem 1:1-Unentschieden geendet hatte. Moise Kean brachte Italien in der 15. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in Führung, doch die Azzurri mussten ab der 42. Minute in Unterzahl spielen, als Verteidiger Alessandro Bastoni nach einem Foul die Rote Karte sah. Haris Tabakovic erzielte in der 80. Minute den Ausgleich für Bosnien und rettete sein Team damit in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Die eingewechselten Pio Esposito und Bryan Cristante vergaben beide für Italien, während Esmir Bajraktarevic den entscheidenden Elfmeter verwandelte, um Bosnien zur Weltmeisterschaft zu führen. Italiens Trainer Gennaro Gattuso zeigte sich an der Seitenlinie sichtlich bewegt, als der Schlusspfiff das erneute Scheitern des viermaligen Weltmeisters besiegelte.

Gattuso kämpft mit den Tränen und lässt Zukunft offen Gattuso, der Luciano Spalletti nach einer Niederlage gegen Norwegen im Laufe der Qualifikation abgelöst hatte, rang bei den Gesprächen mit den italienischen Medien nach Spielende mit den Tränen. Er entschuldigte sich beim Land und verteidigte gleichzeitig den Einsatz seiner Spieler unter schwierigsten Bedingungen. „Heute hatten die Jungs eine solche Niederlage nicht verdient. Wir waren nur noch zu zehnt, hatten drei gute Gelegenheiten und sie haben uns kaum in Bedrängnis gebracht. Es tut mir leid, das ist Fußball, und ich bin stolz auf meine Jungs.” — Gennaro Gattuso via Reuters Direkt auf seine Zukunft als Nationaltrainer angesprochen, lehnte Gattuso eine Stellungnahme ab. „Heute über meine Zukunft zu sprechen, ist nicht wichtig; wichtig war es, zur Weltmeisterschaft zu fahren.” — Gennaro Gattuso via Reuters Gegenüber dem Fernsehsender RAI erklärte er zudem, dass sich das Ergebnis unter den gegebenen Umständen ungerecht anfühle und die Niederlage auf persönlicher Ebene Zeit zur Verarbeitung brauche. „Ich bitte um Entschuldigung, dass ich es nicht geschafft habe, aber die Jungs haben mich heute beeindruckt.” — Gennaro Gattuso via ANSA.it

Gravina unter Druck, Berufung des Bundesrates für nächste Woche Der Präsident des Verbandes FIGC, Gabriele Gravina, sah sich nach dem Spiel mit massiver Kritik und Rücktrittsforderungen konfrontiert. Gravina, der den italienischen Fußball seit 2018 führt, stärkte Gattuso öffentlich den Rücken und bat ihn, im Amt zu bleiben. „Ich möchte Rino Gattuso gratulieren. Er ist ein großartiger Trainer, ich habe ihn gebeten, mit diesen Jungs am Steuer zu bleiben. Es gibt wenig zu kommentieren, der Trainer nannte sie heroisch.” — Gabriele Gravina via Reuters Zu seiner eigenen Position räumte Gravina die politische Dimension des Scheiterns ein, verwies die Debatte über Verantwortlichkeiten jedoch auf die zuständigen Gremien. „Ich verstehe die Rücktrittsforderungen angesichts der Situation, aber es gibt einen geeigneten Ort, um diese Bewertungen vorzunehmen.” — Gabriele Gravina via Reuters Er gab bekannt, bereits für die kommende Woche eine Sitzung des Bundesrates einberufen zu haben, um die Lage förmlich zu erörtern. Die Atmosphäre im Bilino-Polje-Stadion in Zenica, das mit rund 9.500 Zuschauern bei einer Kapazität von 13.000 Plätzen gefüllt war, wurde von der Nachrichtenagentur ANSA nach dem Platzverweis gegen Bastoni als ausgesprochen feindselig für die italienische Mannschaft beschrieben.

Das Fehlen Italiens bei der Weltmeisterschaft 2026 setzt eine Serie von Misserfolgen für eine der erfolgreichsten Fußballnationen fort. Die Azzurri verpassten laut Quellenberichten bereits das Turnier 2018 in Russland nach einer Playoff-Niederlage gegen Schweden sowie die Endrunde 2022 in Katar nach einem Scheitern gegen Nordmazedonien. Italiens letzte WM-Teilnahme datiert aus dem Jahr 2014 – ein Turnier, bei dem auch Bosnien und Herzegowina seine bisher einzige Endrunden-Teilnahme verzeichnete, wie Reuters berichtet. Italien ist viermaliger Weltmeister, zuletzt gewannen sie den Titel im Jahr 2006.

Schweden und die Türkei lösen ebenfalls das WM-Ticket Neben Bosnien sicherten sich am Dienstag zwei weitere Nationen in den Playoff-Finals ihre Teilnahme. Schweden qualifizierte sich für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 durch einen 3:2-Sieg gegen Polen. Die Tore erzielten Anthony Elanga (20.), Carl Lagerbielke (44.) und Viktor Gyökeres (88.). Für Polen trafen Nicola Zalewski (33.), der von der ANSA als Flügelspieler von Atalanta Bergamo beschrieben wird, sowie Karol Świderski (55.). Die Türkei qualifizierte sich durch einen 1:0-Sieg gegen den Kosovo in Pristina. Kerem Aktürkoğlu erzielte in der 53. Minute den einzigen Treffer für das von Vincenzo Montella trainierte Team. Die drei Playoff-Sieger nehmen gemeinsam mit den bereits qualifizierten Nationen an dem 48 Teams umfassenden Turnier in den USA, Mexiko und Kanada teil.

Italiens Scheitern in den WM-Playoffs: — ; — ; —

3 (WM-Turniere in Folge verpasst) — Italien fehlte bei den Turnieren 2018, 2022 und 2026

[{"side1": "Bosnien und Herzegowina", "side2": "Italien", "score1": 1, "score2": 1, "round": "Nach Verlängerung — Bosnien siegt 4:1 i.E."}, {"side1": "Schweden", "side2": "Polen", "score1": 3, "score2": 2, "round": "Playoff-Finale"}, {"side1": "Kosovo", "side2": "Türkei", "score1": 0, "score2": 1, "round": "Playoff-Finale"}]

Mentioned People

  • Gennaro Gattuso — Selekcjoner reprezentacji Włoch w piłce nożnej
  • Gabriele Gravina — Prezes Włoskiej Federacji Piłki Nożnej (FIGC)
  • Alessandro Bastoni — Włoski obrońca, który otrzymał czerwoną kartkę w 42. minucie
  • Moise Kean — Włoski napastnik, strzelec pierwszej bramki
  • Haris Tabakovic — Bośniacki napastnik, który zdobył wyrównującą bramkę
  • Esmir Bajraktarevic — Bośniacki piłkarz, strzelec decydującego rzutu karnego

Sources: 116 articles