Italien hat Nordirland in Bergamo mit 2:0 besiegt und damit das Play-off-Finale um ein WM-Ticket erreicht. Sandro Tonali und Moise Kean sorgten nach einer engen Partie für die Treffer. Für die Azzurri ist es die nächste Chance, nach zwölf Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft zurückzukehren.

Italien erreicht das Play-off-Finale

Durch das 2:0 gegen Nordirland in Bergamo wahrt Italien die Chance auf eine Teilnahme an der WM 2026.

Tonali und Kean treffen nach der Pause

Sandro Tonali und Moise Kean erzielten die Tore für die Azzurri in der zweiten Halbzeit.

Bosnien und Herzegowina setzt sich in Cardiff durch

Bosnien gewann nach 1:1 und Verlängerung mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen Wales.

Weitere Finalisten stehen fest

Auch Schweden, Polen, die Türkei, Kosovo, Dänemark und die Tschechische Republik qualifizierten sich für ihre jeweiligen Play-off-Finals.

Italien hat Nordirland am Donnerstag in Bergamo mit 2:0 besiegt und damit das WM-Play-off-Finale erreicht. Damit lebt die Hoffnung des viermaligen Weltmeisters weiter, die zwölfjährige Abwesenheit vom Turnier zu beenden. Sandro Tonali, Mittelfeldspieler von Newcastle United, löste die Partie in der 56. Minute mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze, nachdem Nordirland den Ball nicht klären konnte. Moise Kean, Stürmer von Fiorentina, stellte mit einem Linksschuss nach Vorlage von Tonali in der 80. Minute den Endstand her.

Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso hatte die Begegnung als das wichtigste Spiel seiner Trainerkarriere bezeichnet. Entsprechend angespannt verlief die Partie. Nordirlands disziplinierte Fünferkette begrenzte die Gastgeber in der ersten Halbzeit auf nur zwei Torchancen. Das Ergebnis führt Italien nun am kommenden Dienstag, 31. März, zu einem Auswärtsspiel im Play-off-Finale gegen Bosnien und Herzegowina.

Italien hat seit 2014 nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft gespielt, nachdem sich die Mannschaft weder für das Turnier 2018 in Russland noch für die WM 2022 in Katar qualifiziert hatte. Die Azzurri scheiterten 2017 in den WM-Qualifikations-Play-offs an Schweden und 2022 erneut an Nordmazedonien, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtete. Italiens letztes WM-K.-o.-Spiel liegt nach dem vierten Weltmeistertitel zurück, den das Team 2006 in Deutschland gewann, wie die Frankfurter Allgemeine schrieb. Nordirland wiederum war zuletzt 1986 bei einer Weltmeisterschaft dabei.

„We didn't create all that much but we did well to make the most of what we did create. There was some tension at the start of the second half, but once we took the lead we started to feel a bit more free from the pressure.” (Wir haben nicht allzu viele Chancen herausgespielt, aber wir haben das, was wir hatten, gut genutzt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es etwas angespannt, doch nach der Führung fühlten wir uns etwas freier von dem Druck.) — Sandro Tonali via RAI

„Wir mussten hart arbeiten, weil es heute Abend nicht einfach war. Wir wussten, dass dieses Spiel schwer werden würde, jetzt können wir nur versuchen, die Batterien wieder aufzuladen.” — Gennaro Gattuso via France 24

Bosnien setzt sich im Elfmeterschießen gegen Wales durch Bosnien und Herzegowina sicherte sich den Platz im Play-off-Finale durch ein 1:1 nach Verlängerung gegen Wales und gewann in Cardiff mit 4:2 im Elfmeterschießen. Wales dominierte weite Teile der Partie und ging in der 51. Minute durch einen Distanzschuss von Daniel James in Führung. Bosniens 40 Jahre alter Stürmer Edin Džeko köpfte in der 86. Minute den Ausgleich und erzwang die Verlängerung. Nach einer torlosen Extrazeit verwandelte Bosnien vier seiner fünf Elfmeter, obwohl Ermedin Demirović den ersten Versuch vergab. Der Sieger des Duells Bosnien gegen Italien am Dienstag zieht zusammen mit der Schweiz, Katar und Gastgeber Kanada in WM-Gruppe B ein. Das Spiel ist für den 18. Juni in Los Angeles gegen die Schweiz angesetzt.

„Wir waren insgesamt eigentlich gut im Spiel, sie hatten ihre Momente und leider haben sie sie genutzt. Natürlich ist das enttäuschend, aber wenn man auf das junge Team schaut, das wir haben, ist es eine gute Erfahrung, die man mitnimmt. Wir werden nur besser werden.” — Trai Hume via France 24

Hattrick von Gyökeres und Tor von Lewandowski prägen den Donnerstag Mehrere weitere Play-off-Halbfinals brachten am Donnerstag in Europa klare Entscheidungen. Schweden besiegte die Ukraine in Valencia mit 3:1. Arsenal-Stürmer Viktor Gyökeres erzielte dabei einen Hattrick; seine Treffer fielen in der 6., 51. und 73. Minute, der letzte per Foulelfmeter. Damit erreichte Schweden ein Heim-Play-off-Finale gegen Polen. Polen hatte zuvor in Warschau Albanien mit 2:1 besiegt und dabei einen Rückstand aufgeholt. Robert Lewandowski von Barcelona glich in der 63. Minute aus, Piotr Zieliński erzielte in der 73. Minute den Siegtreffer. Die Türkei gewann in Istanbul mit 1:0 gegen Rumänien. Brighton-Verteidiger Ferdi Kadioglu traf in der 53. Minute nach einem präzisen Zuspiel von Real-Madrid-Spielmacher Arda Güler und führte seine Mannschaft damit in ein Finale gegen Kosovo. Kosovo lieferte in Bratislava selbst eine bemerkenswerte Aufholjagd und besiegte die Slowakei mit 4:3, nachdem das Team zwischenzeitlich zurückgelegen hatte. FC-Sion-Verteidiger Kreshnik Hajrizi erzielte nach einem Abpraller das entscheidende vierte Tor.

Italien: 2, Nordirland: 0, Bosnien und Herzegowina: 1, Wales: 1, Schweden: 3, Ukraine: 1, Polen: 2, Albanien: 1, Türkei: 1, Rumänien: 0, Kosovo: 4, Slowakei: 3, Dänemark: 4, Nordmazedonien: 0

Dänemark und Tschechien sichern sich ebenfalls ihre Finalplätze Dänemark zog mit einem klaren 4:0-Heimsieg gegen Nordmazedonien weiter, alle vier Treffer fielen nach der Pause. Mikkel Damsgaard eröffnete in der 49. Minute nach einem Ballgewinn im Mittelfeld den Torreigen, Gustav Isaksen legte in der 58. und 59. Minute doppelt nach, und Christian Nørgaard setzte in der 75. Minute per Kopf nach einer Ecke den Schlusspunkt. Die Tschechische Republik sicherte sich den letzten freien Platz im Play-off-Finale durch ein Elfmeterschießen gegen Irland nach einem 2:2. Die Tschechen hatten zwischenzeitlich 0:2 zurückgelegen, glichen aber noch in der regulären Spielzeit aus. Dänemark trifft am Dienstag, 31. März, im Play-off-Finale auf die Tschechische Republik. Alle vier europäischen Play-off-Finals — Bosnien gegen Italien, Kosovo gegen Türkei, Schweden gegen Polen und Tschechische Republik gegen Dänemark — finden am selben Abend statt. Die Sieger sichern sich die letzten verbleibenden europäischen Plätze bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026.

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Mentioned People

  • Sandro Tonali — Włoski piłkarz, pomocnik Newcastle United i reprezentacji Włoch.
  • Moise Kean — Włoski piłkarz, napastnik Fiorentiny i reprezentacji Włoch.
  • Gennaro Gattuso — Włoski trener piłkarski i były piłkarz, obecnie selekcjoner reprezentacji Włoch.
  • Robert Lewandowski — Polski piłkarz, napastnik Barcelony i kapitan reprezentacji Polski.
  • Conor Bradley — Północnoirlandzki piłkarz, obrońca Liverpoolu i reprezentacji Irlandii Północnej.
  • Dan Ballard — Północnoirlandzki piłkarz, obrońca Sunderlandu i reprezentacji Irlandii Północnej.
  • Edin Džeko — Bośniacki piłkarz, napastnik Fenerbahçe i kapitan reprezentacji Bośni i Hercegowiny.
  • Daniel James — Walijski piłkarz, skrzydłowy Leeds United i reprezentacji Walii.
  • Ermedin Demirović — Bośniacki piłkarz, napastnik VfB Stuttgart i reprezentacji Bośni i Hercegowiny.
  • Piotr Zieliński — Polski piłkarz, pomocnik Interu Mediolan i reprezentacji Polski.
  • Viktor Gyökeres — Szwedzki piłkarz, napastnik Arsenalu i reprezentacji Szwecji.
  • Ferdi Kadıoğlu — Turecki piłkarz, obrońca Brighton & Hove Albion i reprezentacji Turcji.
  • Arda Güler — Turecki piłkarz, ofensywny pomocnik lub skrzydłowy Realu Madryt i reprezentacji Turcji.
  • Kreshnik Hajrizi — Kosowski piłkarz, obrońca FC Sion i reprezentacji Kosowa.

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