UEFA hat Benfica nach Vorfällen im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid mit mehreren Geldstrafen belegt. Insgesamt summieren sich die Sanktionen auf 73.000 Euro, hinzu kommt eine auf Bewährung ausgesetzte Teilsperre des Estádio da Luz. Ein Verfahren gegen Gianluca Prestianni läuft weiter, ohne dass UEFA zunächst eine neue Strafe bekanntgab.

UEFA verhängt 73.000 Euro gegen Benfica

Der Klub wurde wegen rassistischen und diskriminierenden Verhaltens, geworfener Gegenstände und eines Laser-Pointers bestraft.

Teilsperre von 500 Plätzen auf Bewährung

Die Sperre betrifft 500 Sitze im Estádio da Luz, greift aber zunächst nur bei neuen Vorfällen.

Verfahren gegen Prestianni dauert an

UEFA nannte keine neue Sanktion gegen Gianluca Prestianni; die Ermittlungen sind weiter offen.

UEFA hat Benfica wegen „rassistischen und/oder diskriminierenden Verhaltens“ von Anhängern während des Champions-League-Spiels gegen Real Madrid am 17. Februar 2026 mit 40.000 Euro belegt, wie der Verband am Mittwoch, dem 25. März, mitteilte. Die UEFA Control, Ethics and Disciplinary Body verhängte nach Angaben von Reuters und ANSA zudem 25.000 Euro Strafe wegen auf das Spielfeld geworfener Gegenstände und weitere 8.000 Euro wegen des Einsatzes eines Laser-Pointers. Damit beläuft sich die finanzielle Gesamtstrafe gegen den Klub aus Lissabon auf 73.000 Euro über alle drei Vorwürfe hinweg. UEFA ordnete außerdem eine Teilsperre des Estádio da Luz für ein europäisches Heimspiel an, setzte diese Sanktion jedoch für eine einjährige Bewährungszeit aus. Nach Angaben von SAPO betrifft die Sperre konkret 500 Plätze in den Sektoren 10 und/oder 11 auf der Südtribüne des Stadions. Zudem wurde Benficas Assistenztrainer Pedro Luis Ferreira Machado wegen unsportlichen Verhaltens für ein europäisches Spiel gesperrt.

Ermittlungen gegen Prestianni laufen weiter, neue Sanktion steht aus Das Disziplinarverfahren gegen Benficas Flügelspieler Gianluca Prestianni läuft weiter. In der Mitteilung von UEFA am Mittwoch wurde keine neue Sanktion gegen den argentinischen Spieler genannt. Prestianni, geboren am 31. Januar 2006, war von UEFA für das Rückspiel in Madrid vorläufig gesperrt worden, nachdem Vinícius Júnior ihm vorgeworfen hatte, nach einem Real-Madrid-Tor im Hinspiel am 17. Februar eine rassistische Beleidigung gegen ihn gerichtet zu haben. Real Madrid gewann auch das Rückspiel 2:1, setzte sich damit mit 3:1 nach Hin- und Rückspiel durch und zog aus der Playoff-Runde weiter. Prestianni und Benfica wiesen den Vorwurf zurück. Der Spieler sagte laut Ouest France, Vinícius habe „leider das, was er zu hören glaubte, falsch verstanden“, während der Klub erklärte, Prestianni „ist nicht rassistisch“. N-tv und SRF News berichteten, Videobilder zeigten Prestianni, wie er während des Wortwechsels mit Vinícius sein Trikot vor den Mund hielt. Die Untersuchung seines Verhaltens ist bislang nicht abgeschlossen.

Fan-Gesten wurden gefilmt, der Klub handelte vor dem UEFA-Entscheid Das Spiel vom 17. Februar im Estádio da Luz wurde von mehreren Vorfällen überschattet, die über die Vorwürfe gegen Prestianni hinausgingen. Teile der Benfica-Anhängerschaft machten nach einem Tor von Vinícius Júnior für Real Madrid rassistische Gesten in Richtung des Brasilianers. Nach Angaben von N-tv und SRF News wurden zwei Fans gefilmt, wie sie Affengesten in Richtung des brasilianischen Angreifers machten; die Partie musste unterbrochen werden. Benfica kam dem UEFA-Entscheid zuvor und sperrte vorsorglich die Dauerkarten von fünf Anhängern, die nach Klubangaben an den rassistischen Vorfällen auf den Rängen beteiligt gewesen sein sollen, wie Ouest France berichtete. Der Klub erklärte zudem, mit der UEFA-Ermittlung voll zu kooperieren, berichtete sportowefakty.wp.pl. Der portugiesische Sportkommentator Nuno Dias sagte bei CMTV, die Geldstrafe sei „unvermeidlich“ gewesen, und lobte Benficas Entscheidung, gegen identifizierbare Personen vorzugehen.

„Benficas Vorgehen gegen die leicht identifizierbaren Mitglieder war ebenfalls ein Schritt, der wirklich nötig war. Benfica hätte sich nicht anders verhalten können, als die Mitglieder zu identifizieren und gegen sie vorzugehen.” (Benficas Vorgehen gegen die leicht identifizierbaren Mitglieder war ebenfalls ein Schritt, der wirklich nötig war. Benfica hätte sich nicht anders verhalten können, als die Mitglieder zu identifizieren und gegen sie vorzugehen.) — Nuno Dias via SAPO

Mourinhos Klub riskiert bei erneuten Vorfällen eine härtere Strafe José Mourinho, der im September 2025 als Trainer zu Benfica zurückkehrte, betreut nun einen Klub, der in den kommenden zwölf Monaten stärker im Blick von UEFA steht. Die einjährige Bewährungszeit für die Teilsperre des Stadions bedeutet, dass ein erneuter diskriminierender Vorfall durch Benfica-Anhänger bei einem europäischen Heimspiel die Teilsperre automatisch auslösen könnte. Der frühere Benfica-Spieler und Kommentator Diamantino Miranda äußerte sich besorgt über die aufgeschobene Strafe und verwies darauf, dass die Anhänger des Klubs bereits von mehreren jüngsten europäischen Spielen ausgeschlossen gewesen seien. CMTV-Kommentator Paulo Andrade warnte, dass sich Geldstrafen über eine Saison hinweg summieren und „hunderttausende Euro“ erreichen könnten. Er sagte, entscheidend sei eine bessere Identifizierung der Täter. Vítor Pinto, ebenfalls Kommentator bei CMTV, stellte Benficas Umgang mit den Fan-Vorfällen, den er als positiv beschrieb, dem Vorgehen im Fall Prestianni gegenüber. Der Klub habe „nicht versucht, dass der Spieler sich entschuldigt“, und sei „sofort in den sozialen Medien gegen die Real-Madrid-Spieler zum Angriff übergegangen“. Die Ermittlungen gegen Prestianni bleiben der offene Teil eines Falls, der nach Angaben der Websuche mindestens den zwanzigsten mutmaßlichen Fall von rassistischer Beschimpfung gegen Vinícius Júnior in dessen acht Jahren bei Real Madrid markiert.Vinícius Júnior war während seiner Karriere bei Real Madrid wiederholt mit mutmaßlich rassistischen Beleidigungen konfrontiert. Ergebnisse der Websuche deuten darauf hin, dass das Spiel vom 17. Februar gegen Benfica mindestens den zwanzigsten solchen Fall innerhalb von acht Jahren beim Klub darstellte. Das Hinspiel am 17. Februar endete in Lissabon mit 1:0 für Real Madrid, wobei Vinícius das entscheidende Tor erzielte, das die Reaktion auf den Rängen auslöste. Die vorläufige Sperre von Prestianni für das Rückspiel gehörte zu den Maßnahmen, die vor dem Abschluss des formellen Verfahrens durch das Disziplinargremium ergriffen wurden. Benfica wurde am 28. Februar 1904 unter dem Namen Sport Lisboa gegründet und ist einer der erfolgreichsten Vereine Portugals. Der Klub spielt in der Primeira Liga, der höchsten Spielklasse des portugiesischen Fußballs.

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Mentioned People

  • Vinícius Júnior — Brazylijski piłkarz grający jako napastnik w hiszpańskim klubie Real Madryt oraz w reprezentacji Brazylii
  • Gianluca Prestianni — Argentyński piłkarz grający jako skrzydłowy w portugalskim klubie Benfica oraz w reprezentacji Argentyny
  • Pedro Luis Ferreira Machado — Asystent trenera S.L. Benfiki w sztabie José Mourinho
  • José Mourinho — Portugalski trener piłkarski, który wrócił do Benfiki we wrześniu 2025 roku
  • Paulo Andrade — Komentator CMTV
  • Vítor Pinto — Komentator CMTV

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