Am Samstagvormittag kam es auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Berlin und München zu einem schweren Zwischenfall, als eine herabstürzende Oberleitung einen fahrenden ICE traf. Bei dem Unfall nahe Zahna in Sachsen-Anhalt wurden zwei Personen durch Glassplitter verletzt, hunderte Passagiere saßen über Stunden fest. Durch die notwendige Streckensperrung kam es im Fernverkehr der Deutschen Bahn zu massiven Verspätungen und Umleitungen.
Schaden an Oberleitung
Eine herabstürzende Stromleitung traf einen fahrenden ICE bei Zahna und beschädigte Fensterscheiben.
Verletzte Fahrgäste
Zwei Personen wurden durch Glasbruch leicht verletzt, zwei weitere erlitten Kreislaufprobleme.
Massive Verspätungen auf Nord-Süd-Route
Züge wurden über Dessau umgeleitet, was zu Verzögerungen von rund 50 Minuten auf der Strecke Berlin-München führte.
Am Samstag, den 11. April 2026, traf eine herabstürzende Oberleitung um 11:53 Uhr einen auf der Strecke Berlin-München verkehrenden ICE nahe Zahna in Sachsen-Anhalt. Durch den Aufprall zwischen Zahna und Lutherstadt Wittenberg barsten Fensterscheiben des fahrenden Zuges, wodurch zwei Fahrgäste leichte Verletzungen erlitten. Ein Sprecher des Landkreises teilte zudem mit, dass zwei weitere Personen an Bord aufgrund von Kreislaufproblemen und Panikzuständen zusammenbrachen. Der Zug kam auf offener Strecke zum Stillstand, was eine unmittelbare Weiterreise der Passagiere unmöglich machte. Die Deutsche Bahn gab zunächst bekannt, dass kein Ersatzzug eingesetzt werden könne, da die Stromzufuhr der Strecke abgeschaltet worden sei; stattdessen sollten Busse für den Weitertransport bereitgestellt werden. Abschleppzug erreicht Unfallstelle nach stundenlanger WartezeitEin Abschleppzug der Deutschen Bahn wurde zur Unfallstelle entsandt. Vor dem Abschleppvorgang wurde der ICE zur Vorbereitung mit Druckluft versorgt. Nach Angaben eines Sprechers des Landkreises Wittenberg war geplant, den beschädigten Zug in den Bahnhof Lutherstadt Wittenberg zu schleppen, von wo aus die Fahrgäste ihre Reise fortsetzen sollten. Ein Sprecher der Feuerwehr vor Ort bestätigte dieses Vorgehen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Reisenden mussten mehrere Stunden im blockierten Zug ausharren, während Notfallmanager und Rettungskräfte die Einsatzstelle erreichten. Die Darstellung des Landkreises bezüglich der Kreislaufzusammenbrüche wich leicht von der offiziellen Meldung der Deutschen Bahn ab, die lediglich zwei Leichtverletzte nannte, wobei sich beide Berichte auf denselben Vorfall bezogen. Das interne Meldesystem der Deutschen Bahn stufte den Vorfall laut der Berliner Zeitung, die sich auf das unternehmenseigene Vokabular berief, als „gefährliches Ereignis“ ein. Verspätungen von bis zu 50 Minuten durch Umleitungen über DessauDer Vorfall löste weitreichende Störungen auf einem der meistbefahrenen Korridore des deutschen Schienennetzes aus. Fernzüge zwischen Berlin, Halle (Saale) und Leipzig wurden über Dessau und Wiesenburg umgeleitet, was die Fahrzeit um etwa 40 Minuten verlängerte; in der DB-Navigator-App wurden Verzögerungen von bis zu 50 Minuten angezeigt. Der Halt in Lutherstadt Wittenberg entfiel für alle umgeleiteten Züge, stattdessen wurde Dessau als Ersatzhalt für Fahrgäste eingerichtet. Zwischen Lutherstadt Wittenberg und Zahna war aufgrund des blockierten Zuges und der abgeschalteten Oberleitung kein Zugverkehr möglich. „Ein Ersatzzug kann nicht eingesetzt werden, da der Strom abgeschaltet ist” — Deutsche Bahn via Berliner Zeitung. Die Strecke Berlin-München gilt laut der Deutschen Bahn als die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Netz, weshalb bereits kurzzeitige Sperrungen eine hohe Zahl an Passagieren betreffen. Ein Nutzer des Eisenbahnforums „Drehscheibe Online“ merkte an, dass die Sprinter-Verbindungen zwischen Berlin und München ohnehin bereits stark ausgelastet waren, da ICE-4-Züge aufgrund von Bauarbeiten an anderer Stelle im Netz teilweise ausfielen. Ursache des Leitungsschadens weiterhin ungeklärtWarum die Oberleitung riss, blieb bis Samstagnachmittag unklar; die Deutsche Bahn nannte zunächst keine technischen Details zum Defekt. Ein Bahnsprecher lehnte es anfangs ab, Medienberichte zu bestätigen, wonach die Leitung direkt auf den Zug gefallen sei, obwohl mehrere Quellen übereinstimmend darüber berichteten. Ebenso gab es keine Bestätigung für die in einigen Medien genannte Zahl von rund 600 Passagieren, wenngleich die Berliner Zeitung von etwa 550 Reisenden sprach. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München ist die zentrale Schlagader des deutschen Nord-Süd-Personenverkehrs. Störungen an Oberleitungen zählen zu den folgenschwersten Vorfällen im Bahnbetrieb, da für Bergungsarbeiten die Stromzufuhr in weiten Abschnitten unterbrochen werden muss, was den Einsatz elektrischer Ersatzzüge verhindert. Das betroffene Gebiet bei Zahna gehört zum Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Das Ausmaß der Beeinträchtigungen wurde dadurch verschärft, dass der betroffene ICE laut Augenzeugenberichten Fahrgäste aus zwei bis drei zusammengelegten Verbindungen beförderte. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung konnte die Deutsche Bahn noch keine Angaben dazu machen, wann der reguläre Betrieb auf dem betroffenen Abschnitt wieder aufgenommen werden kann.
Mentioned People
- Deutsche Bahn via Berliner Zeitung — Źródło cytatu informujące o braku możliwości użycia pociągu zastępczego
Sources: 9 articles
- Beschädigter ICE im Bahnhof Wittenberg angekommen (stern.de)
- Bahnverkehr: Oberleitung fällt auf ICE: Hunderte Reisende sitzen fest (Der Tagesspiegel)
- Oberleitung fällt auf ICE: Hunderte Reisende sitzen fest (Süddeutsche Zeitung)
- Sachsen-Anhalt: Oberleitung stürzt auf ICE - 600 Reisende sitzen fest (tagesschau.de)
- Zwei Fahrgäste verletzt: Herabfallende Oberleitung stoppt ICE zwischen Berlin und München (N-tv)
- Strecke Berlin - München: Hunderte Reisende sitzen in ICE fest (Süddeutsche Zeitung)
- Bahn: Landkreis: Beschädigter ICE soll abgeschleppt werden (ZEIT ONLINE)
- Landkreis: Beschädigter ICE soll abgeschleppt werden (stern.de)
- Sachsen-Anhalt: Oberleitung kracht auf ICE - Hunderte Reisende sitzen über Stunden fest - WELT (DIE WELT)
- Zwei Verletzte: Oberleitung stürzt auf ICE - Zug in Sachsen-Anhalt gestoppt (Der Tagesspiegel)