US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat während eines Gottesdienstes im Pentagon am 15. April 2026 ein fiktives Filmzitat als biblischen Text ausgegeben. Der vorgetragene Text basierte fast wortgleich auf einem Monolog aus Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund der laufenden Militäroperation im Iran.
Filmzitat statt Bibelvers
Verteidigungsminister Hegseth gab einen Monolog aus „Pulp Fiction“ als biblischen Text aus dem Buch Hesekiel aus.
Militärischer Kontext
Hegseth verknüpfte das Gebet mit einer angeblichen Rettungsmission eines Air-Force-Piloten im Iran.
Politische Folgen
Demokraten im US-Kongress leiteten wegen verschiedener Vorwürfe ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth ein.
Pete Hegseth, der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, hielt am Mittwoch, den 15. April 2026, während eines Gottesdienstes im Pentagon ein Gebet ab, das starke Ähnlichkeiten zu einem fiktiven Monolog aus Quentin Tarantinos Film „Pulp Fiction“ (1994) aufwies. Hegseth präsentierte den Text als biblische Passage aus dem alttestamentarischen Buch Hesekiel und führte ihn als „CSAR 25:17“ ein. Er beschrieb es als ein Gebet, das von einem Combat Search and Rescue-Team verwendet worden sei, welches kürzlich einen abgeschossenen Luftwaffenoberst aus einem Gebirge im Iran gerettet habe. Er lud die Anwesenden zum gemeinsamen Gebet ein, bevor er die Passage vortrug, die mit den Worten beginnt: „Der Pfad des gefallenen Fliegers ist auf allen Seiten mit den Ungerechtigkeiten der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer besetzt.“ Das Pentagon gab bisher keine Stellungnahme zu dem Vorfall ab. Laut mehreren Berichten bleibt unklar, ob Hegseth bewusst war, dass er ein Filmdrehbuch und keine heilige Schrift zitierte.
Tarantinos Drehbuch im Vergleich zum tatsächlichen Bibeltext Der tatsächliche Vers Hesekiel 25:17 in der Bibel ist wesentlich kürzer und enthält nicht die Formulierungen, die Hegseth in weiten Teilen seines Vortrags verwendete. Der echte Bibeltext lautet: „Und ich will große Rache an ihnen üben mit grimmigen Strafen; und sie sollen erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich meine Rache an sie bringe.“ In dem Film von 1994 rezitiert die Figur Jules Winnfield, gespielt von Samuel L. Jackson, eine deutlich erweiterte Version dieses Verses unmittelbar vor der Exekution einer anderen Figur – ein Monolog, der im Film dreimal vorkommt. Hegseths Version orientierte sich eng an dem Filmdialog, wobei er „gerechter Mann“ durch „gefallener Flieger“ ersetzte und die Schlusszeile „du wirst wissen, dass ich der Herr bin“ durch einen Verweis auf das militärische Rufzeichen „Sandy One“ austauschte. Laut einem Bericht des Guardian präsentierte Newsweek einen direkten Vergleich aller drei Texte – des Bibelverses, des Filmdialogs und Hegseths Pentagon-Rezitats. Dabei wurde festgestellt, dass Hegseths Version weitaus größere Übereinstimmungen mit Tarantinos Drehbuch als mit der Heiligen Schrift aufwies. Kritiker bezeichneten die Episode laut Berichten von Open als eine „befremdliche Mischung aus Unkenntnis und Theatralik“ sowie als „Hollywood-Cosplay“. Hesekiel 25:17 — Drei Versionen: Länge (before: Kurz — ein Satz in der Bibel, after: Erweitert — mehrere Sätze in Pulp Fiction und der Hegseth-Version); Phrase ‚Pfad des Gerechten/gefallenen Mannes‘ (before: In der Bibel nicht vorhanden, after: Sowohl in Pulp Fiction als auch bei Hegseth vorhanden); Phrase ‚Tyrannei böser Männer‘ (before: In der Bibel nicht vorhanden, after: Sowohl in Pulp Fiction als auch bei Hegseth vorhanden); Abschließende Zuschreibung (before: ‚Ich bin der Herr‘ (Bibel und Pulp Fiction), after: ‚Sandy One‘ (Hegseths Pentagon-Version))
Gespräch mit Cooper vor der Predigt, Pharisäer-Vergleich folgt Vor dem Gebet erklärte Hegseth den Zuhörern, dass er mit Admiral Brad Cooper, dem Befehlshaber des US Central Command, erörtert habe, wie religiöse Gebote politische und militärische Entscheidungen beeinflussen. Dies berichtete Le Parisien unter Berufung auf Forbes. Hegseth gab an, das CSAR-Gebet sei ihm vom Leiter der Rettungsmission übermittelt worden und beziehe sich auf Begriffe aus Hesekiel 25:17, ohne jedoch die nahezu identische Ähnlichkeit zum Tarantino-Monolog zu erwähnen. Am folgenden Tag, Donnerstag, den 16. April, sorgte Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon für weitere Kontroversen, indem er Mitglieder des Pressekorps mit Pharisäern verglich. „Als ich dort in der Kirche saß, dachte ich mir: Unsere Presse ist genau wie diese Pharisäer – nicht alle, aber die traditionelle Presse, die Trump hasst.” — Pete Hegseth via 20 minutos Religiöse Bezüge sind zu einem wiederkehrenden Merkmal von Hegseths öffentlichen Auftritten geworden, da er wiederholt christliche Schriften heranzieht, um den laufenden US-Militäreinsatz gegen den Iran zu legitimieren.
Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, religiöse Kontroversen weiten sich aus Demokratische Abgeordnete im Kongress haben mittlerweile ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth eingeleitet. Sie werfen ihm laut Berichten von The Guardian und 20 minutos Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, Machtmissbrauch und Missmanagement vor. Da die Republikaner im Kongress über eine Mehrheit verfügen, wird dem Vorhaben kein Erfolg beigemessen. Der Vorfall um das „Pulp Fiction“-Zitat fügt sich in ein größeres Muster von Spannungen zwischen der Trump-Regierung und religiösen Vertretern ein. Dazu gehört auch die Debatte um ein KI-generiertes Bild, welches Präsident Donald Trump in der Gestalt von Jesus Christus zeigt. Laut Open versuchte Trump dieses Bild damit zu erklären, dass er als „Arzt“ dargestellt worden sei. Die Ähnlichkeit zwischen Hegseths Vortrag und dem Film-Monolog wurde zuerst in sozialen Netzwerken bemerkt. Bis Donnerstagabend lag keine offizielle Erklärung des Pentagons vor.
Die US-israelische Militärkampagne gegen den Iran, bekannt als Operation Epic Fury, begann am 28. Februar 2026. Der Einsatz führte bereits in der Anfangsphase zum Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Hegseth hat im Pentagon eine Reihe von Gottesdiensten abgehalten, die als Segen für die Kriegsanstrengungen im Iran deklariert wurden. Der von Quentin Tarantino verfasste „Pulp Fiction“-Monolog gilt als eines der bekanntesten Zitate der modernen Kinogeschichte und wird oft als Meditation über Gewalt und Erlösung analysiert.
Mentioned People
- Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony Stanów Zjednoczonych
- Brad Cooper — dowódca Dowództwa Centralnego Stanów Zjednoczonych
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Samuel L. Jackson — amerykański aktor, który wcielił się w postać Julesa Winnfielda w Pulp Fiction
- Quentin Tarantino — amerykański filmowiec i reżyser Pulp Fiction
Sources: 16 articles
- Secretarul american al Apărării, Pete Hegseth, a citat un verset biblic fals din filmul "Pulp Fiction" la slujba de rugăciune de la Pentagon (G4Media.ro)
- Pete Hegseth a parafrazat o replică din filmul "Pulp Fiction" al lui Tarantino, în loc să citeze din Biblie (Digi24)
- Pete Hegseth quis orar por soldado mas acabou... a citar monólogo de "Pulp Fiction" (SAPO)
- "Fajny tekst przed egzekucją". Hegseth modlił się słowami gangstera z "Pulp Fiction" (rmf24.pl)
- Hegseth Quotes Fake 'Pulp Fiction' Bible Verse, Compares Trump to Jesus (Rolling Stone)
- Secretário da Defesa dos Estados Unidos cita versículo falso de Pulp Fiction em discurso no Pentágono (Observador)
- Η προσευχή του Χέγκσεθ από τη Βίβλο του... "Pulp Fiction" | Η ΚΑΘΗΜΕΡΙΝΗ (H Kαθημερινή)
- "Pulp Fiction"-Zitat statt Bibelvers (stern.de)
- Pentagon Defends Pete Hegseth's Use Of 'Pulp Fiction' Prayer (Deadline)
- Misterioso sermón de Pete Hegseth, el secretario de Guerra de Trump: ¿citó a la Biblia o a 'Pulp Fiction'? (20 minutos)