Archäologen in Maastricht halten es für möglich, dass sie das Skelett von Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan gefunden haben. Die Überreste kamen nach einem teilweisen Bodeneinbruch in der St.-Peter-und-Paul-Kirche zum Vorschein. Nun soll eine DNA-Analyse klären, ob der historische Musketier dort tatsächlich bestattet wurde.

Möglicher Fund in Maastricht

Archäologen halten es für möglich, dass sie das Skelett von Charles de Batz de Castelmore d'Artagnan entdeckt haben.

Mehrere Indizien stützen die These

Eine französische Münze, eine Bleikugel auf Brusthöhe und der Fundort unter dem Altar sprechen aus Sicht der Forscher für d'Artagnan.

DNA soll Klarheit bringen

Eine Analyse des Kieferknochens soll mit Material von Nachfahren verglichen werden; das Ergebnis steht noch aus.

Historischer Kontext des Fundorts

Die Kirche liegt nahe dem ehemaligen französischen Lager während der Belagerung von Maastricht im Jahr 1673.

Literarische Bedeutung

D'Artagnans Leben diente Alexandre Dumas als Vorlage für „Die drei Musketiere“.

Archäologen in Maastricht, den Niederlanden, glauben, sie könnten das Skelett von Charles de Batz de Castelmore d'Artagnan gefunden haben, des französischen Musketiers aus dem 17. Jahrhundert, dessen Leben Alexandre Dumas 1844 zu dem Roman „Die drei Musketiere“ inspirierte. Menschenknochen wurden unter dem Boden von St Peter and Paul Church entdeckt, nachdem es im Februar 2026 zu einem teilweisen Bodeneinbruch gekommen war. Arbeiter fanden ein Grab mit menschlichen Knochen, nachdem sich während Reparaturarbeiten im Kirchenschiff Fliesen abgesenkt hatten. Wissenschaftler haben inzwischen DNA aus einem Kieferknochen unter den Überresten gewonnen, um sie mit genetischem Material bekannter Nachfahren von d'Artagnan zu vergleichen. Der Fund wird derzeit an einem archäologischen Institut in Deventer untersucht. Kirchenvertreter und der leitende Archäologe bezeichneten die Hinweise auf die Identität des Musketiers als überzeugend, eine Bestätigung steht jedoch noch aus, bis die DNA-Tests vorliegen.

Eine französische Münze und eine Kugel als Indizien Mehrere materielle Hinweise neben dem Skelett haben die Deutung zusätzlich gestützt. Diakon Jos Valke, der bei den ersten Ausgrabungen anwesend war, berichtete, man habe eine französische Münze aus dem Jahr 1660 und ein Fragment einer Bleikugel gefunden, das sich im Grab auf Brusthöhe befunden habe. Die Lage der Kugel passt zu historischen Berichten über d'Artagnans Tod, nach denen er während der Belagerung von Maastricht im Jahr 1673 durch eine Musketenkugel in den Hals getroffen wurde. Das Grab befand sich unter dem früheren Altar der Kirche, also an einem Ort, der nach Valkes Angaben historisch Mitgliedern des Königshauses oder anderen prominenten Personen vorbehalten war. „Er lag unter dem Altar in geweihtem Boden begraben. Im Grab lag eine französische Münze aus jener Zeit. Und die Kugel, die ihn tötete, lag auf Brusthöhe, genau wie es in den Geschichtsbüchern beschrieben wird. Die Hinweise sind sehr stark.” — Jos Valke via The Independent Die Kirche liegt nahe dem Ort, an dem das französische Heer während der Belagerung lagerte. Historiker hatten sie deshalb bereits früher als möglichen Bestattungsort des Soldaten eingestuft, weil der Transport seines Leichnams nach Paris bei Sommerhitze unpraktikabel gewesen wäre.

Archäologe spricht von einer Untersuchung auf höchstem Niveau Der Archäologe Wim Dijkman leitet die Untersuchung und bezeichnete die Bemühungen zur Identifizierung des Skeletts als strenge wissenschaftliche Arbeit. Das Team setzt bei der Überprüfung vor allem auf den DNA-Vergleich mit d'Artagnans Nachkommen. „Das ist wirklich zu einer Untersuchung auf höchstem Niveau geworden, bei der wir absolut sicher sein wollen — oder so sicher wie möglich —, ob es sich um den berühmten Musketier handelt, der hier bei Maastricht getötet wurde.” — Wim Dijkman via The Independent Die Überreste wurden erstmals freigelegt, nachdem der Boden der Kirche, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, im Februar 2026 teilweise eingestürzt war. Das archäologische Institut in Deventer führt nun die formale Untersuchung der Knochen und der zugehörigen Artefakte durch. Die Verbindung aus Bestattungsort, Münze und Lage der Kugel hat den Forschern Anlass zu vorsichtigem Optimismus gegeben, auch wenn sie die Identifizierung ausdrücklich als vorläufig einstufen, solange die DNA-Ergebnisse fehlen.

Der echte Soldat hinter einer literarischen Figur Charles de Batz de Castelmore d'Artagnan wurde um 1611 in der französischen Region Gascogne geboren und diente während seiner Laufbahn der französischen Krone. Er stieg bis zum Hauptmann der Musketiere der Garde unter König Louis XIV auf. Er starb am 25. Juni 1673 während der Belagerung von Maastricht, als ihn eine Musketenkugel im Hals traf. Sein letzter Ruheort war bis zu dem aktuellen Fund unbekannt geblieben. Alexandre Dumas griff bei der Arbeit an „Die drei Musketiere“, die 1844 erschienen, auf d'Artagnans Leben zurück und machte aus dem historischen Soldaten einen fiktiven Helden, der sich mit den ursprünglichen drei Musketieren anfreundet und zum vierten Mitglied der Gruppe wird. Der historische d'Artagnan diente Louis XIV als Spion und Militärkommandeur und erwarb sich einen Ruf, der durch Dumas' literarische Verarbeitung noch Jahrhunderte über seinen Tod hinauswirkte. Die fiktionale Figur wurde im Film von zahlreichen Schauspielern dargestellt, darunter Douglas Fairbanks und Michael York. Das machte d'Artagnan zu einer der bekanntesten Figuren der Populärkultur. Der Fund in Maastricht würde, falls er durch DNA-Analyse bestätigt wird, ein Rätsel lösen, das seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten besteht. Die Nähe der Kirche zum französischen Militärlager während der Belagerung von 1673 hatte sie seit Langem zu einem möglichen Bestattungsort gemacht, doch bislang fehlten physische Belege für diese Annahme. Die Forscher warten nun auf Laborergebnisse, die die Frage nach der letzten Ruhestätte eines der berühmtesten Soldaten der Geschichte offiziell klären könnten.

Wichtige Stationen des d’Artagnan-Funds: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Charles de Batz de Castelmore d'Artagnan — Francuski żołnierz, który służył Ludwikowi XIV jako kapitan Muszkieterów Gwardii
  • Alexandre Dumas — Francuski pisarz, który napisał „Trzech muszkieterów” na podstawie życia d'Artagnana
  • Jos Valke — Diakon kościoła St Peter and Paul obecny podczas wykopalisk
  • Wim Dijkman — Archeolog nadzorujący śledztwo i projekt identyfikacji DNA
  • Louis XIV — Król Francji, zwany Królem Słońce, któremu służył d'Artagnan

Sources: 3 articles