Ein Buckelwal hat sich am späten Samstagabend, 28. März 2026, zum zweiten Mal aus eigener Kraft aus einer Sandbank in der Wismarer Bucht gelöst. Zuvor hatte ein ansteigender Wasserstand dem Tier den Weg frei gemacht. Die Behörden warnen jedoch, dass die Gefahr einer erneuten Strandung weiter besteht.

Zweite Selbstbefreiung in der Wismarer Bucht

Der Buckelwal löste sich am 28. März 2026 nach steigendem Wasserstand erneut selbst von einer Sandbank.

Behörden sehen weiter Risiko

Claus Tantzen warnte trotz der Entwicklung, dass flache Küstengewässer eine dritte Strandung möglich machten.

Rettung zunächst nicht fortgesetzt

Helfer und Fachleute verzichteten nach der zweiten Strandung auf eine neue aktive Rettungsaktion.

Ein Buckelwal hat sich am späten Samstagabend, 28. März 2026, zum zweiten Mal in der Ostsee selbst befreit, nachdem steigende Wasserstände das Tier in der Wismarer Bucht von einer Sandbank gehoben hatten. Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern, bestätigte die Entwicklung, mahnte aber zugleich, die Gefahr sei damit nicht gebannt. Die Strandung in der Wismarer Bucht war bereits die zweite binnen weniger als zwei Tagen. Zuvor war der Wal in dieser Woche schon vor Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht von einer Sandbank gerettet worden. Die Wasserschutzpolizei begleitet das Tier inzwischen und beobachtet seine Bewegungen. Fachleute bleiben vorsichtig und weisen darauf hin, dass die flachen Küstengewässer der Ostsee eine dritte Strandung durchaus möglich machen.

Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch, die für große Meeressäuger dieser Art ungeeignete Bedingungen bietet. Nach Angaben von Fachleuten, auf die sich die Berichte beziehen, können Buckelwale der Ostsee folgen, wenn sie Fischschwärmen auf der Nahrungssuche nachziehen, oder sie können durch Unterwasserlärm die Orientierung verlieren. Ziel der Rettungsaktion war es ursprünglich, das Tier in Richtung der Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark zu bringen, damit es den Weg zurück zur Nordsee und in den Atlantik findet.

Strandung eines Buckelwals in der Ostsee — März 2026: — ; — ; — ; —

Baggergraben und mehrtägige Arbeiten gingen der ersten Rettung voraus Der Wal wurde am Montagmorgen, 23. März, zunächst auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht entdeckt. Über mehrere Tage arbeiteten zahlreiche Helfer daran, das Tier zu befreien. Schließlich wurde mit einem Bagger ein Graben ausgehoben, damit der Wal einen Weg in tieferes Wasser bekommen konnte. In der Nacht auf Freitag, 27. März, befreite sich das Tier über diesen Graben und schwamm anschließend aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg, blieb aber nahe der Küste. Am Samstag, 28. März, strandete der Wal zum zweiten Mal, diesmal auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht. Helfer und Fachleute entschieden sich gegen eine neue aktive Rettungsaktion und wollten dem Tier stattdessen die Chance geben, sich selbst zu befreien.

Greenpeace-Biologe rät, den Wal in Ruhe zu lassen Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace, begründete die Entscheidung, zunächst keinen weiteren Rettungsversuch zu starten. Er sagte, das Wasser rund um die Sandbank in der Wismarer Bucht sei deutlich tiefer gewesen als vor Timmendorfer Strand, wo es nur etwa einen Meter tief gewesen sei. Damit seien die Bedingungen für eine Selbstbefreiung etwas günstiger gewesen. Die Rettungsboote zogen sich aus dem Gebiet zurück. „Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen” — Thilo Maack via N-tv Maack fügte hinzu, der Zustand des Tiers lasse sich schwer einschätzen und hänge davon ab, wie viel Nahrung es finde und wie gestresst es sei. Die Entscheidung sei mit weiteren Beteiligten abgestimmt worden, darunter dem Deutschen Meeresmuseum. Die Strategie erwies sich als erfolgreich, als der Wal sich am späten Samstagabend bei steigendem Wasserstand ohne menschliches Eingreifen von der Sandbank lösen konnte.

Minister fordert Abstand für das Tier Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied der SPD, rief während der zweiten Strandung die Öffentlichkeit zur Zurückhaltung auf. „das sicherlich geschwächte und gestresste Tier so weit wie möglich in Ruhe zu lassen, damit sich sein Zustand nicht weiter verschlechtert” — Till Backhaus via ZEIT ONLINE Tantzen, der Ministeriumssprecher, betonte, dass die Lage des Wals trotz der zweiten Selbstbefreiung weiter heikel bleibe. Er verwies dabei auf die sehr flachen Gewässer entlang der Küste als anhaltende Gefahr. Die Wasserschutzpolizei verfolgte die Bewegungen des Tiers auch am frühen Sonntagmorgen weiter. Warum der Wal überhaupt in die Ostsee geraten ist, bleibt unklar. Fachleute verweisen auf die Möglichkeit, dass er Fischschwärmen gefolgt sein könnte oder durch Unterwasserlärm die Orientierung verloren habe. Ziel der Rettungsaktion war es ursprünglich, das Tier in die Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark zu steuern und es schließlich zurück in die Nordsee und in den Atlantik zu bringen, wo Buckelwale natürlicherweise leben.

Mentioned People

  • Till Backhaus — Minister rolnictwa kraju związkowego Meklemburgia-Pomorze Przednie i członek landtagu od 1990 roku
  • Claus Tantzen — Rzecznik ministerstwa ochrony klimatu, rolnictwa, obszarów wiejskich i środowiska Meklemburgii-Pomorza Przedniego
  • Thilo Maack — Biolog morski z Greenpeace

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