Ein russischer Drohnenangriff auf eine Energieanlage in Nowowolynsk im Gebiet Wolyn hat im Westen der Ukraine einen Stromausfall ausgelöst. Zugleich kommen die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs nicht voran: Dreiergespräche sind nach den jüngsten Berichten ausgesetzt. In Brüssel beriet der Europäische Rat über die Lage, während Spanien neue Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zusagte.

Angriff auf Energieanlage in Wolyn

Russische Drohnen griffen Berichten zufolge eine Energieanlage in Nowowolynsk im Westen der Ukraine an und verursachten einen Stromausfall in einer frontfernen Region.

Diplomatische Gespräche ausgesetzt

Nach den jüngsten Berichten sind trilaterale Verhandlungen formell ausgesetzt. Der Europäische Rat beriet in Brüssel über die Lage.

Selenskyj sieht Zusammenhang mit Nahost

Der ukrainische Präsident sagte, der Konflikt um Iran führe zu einem Raketenmangel für die Ukraine, und warf Putin eine Verlängerungsstrategie im Nahen Osten vor.

Spanien sagt eine Milliarde Euro zu

Pedro Sánchez bekräftigte in Brüssel die Unterstützung für Kyjiw und kündigte Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro an.

Unruhe in Russland

Ein früherer Putin-Unterstützer forderte öffentlich Rücktritt und Prozess. Zudem gab es Berichte über einen Ausfall mobiler Internetdienste in Moskau.

Russland hat nach mehreren Berichten vom 19. März 2026 eine Energieanlage in Nowowolynsk im Gebiet Wolyn im Westen der Ukraine angegriffen und dort einen Stromausfall verursacht. Der Angriff wurde den Berichten von Stern und Rai News zufolge mit russischen Drohnen ausgeführt. Ziel war Energieinfrastruktur in einer Region, die weit von den Frontlinien entfernt liegt. Der Schlag im Gebiet Wolyn verdeutlichte, dass Russland weiterhin ukrainische zivile Infrastruktur ins Visier nimmt. Der Europäische Rat kam nach Angaben von Rai News in Brüssel zusammen, um die Lage zu erörtern. Die diplomatischen Kanäle blieben blockiert. Die trilateralen Verhandlungen waren nach dem jüngsten Stand der Berichte formell ausgesetzt.

Selenskyj verknüpft Krieg gegen Iran mit ukrainischem Raketenmangel Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in zwei öffentlichen Stellungnahmen zur geopolitischen Lage und stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem anhaltenden Konflikt um Iran und den Verteidigungsmöglichkeiten der Ukraine her. Selenskyj sagte nach Angaben von Rai News, der Krieg im Zusammenhang mit Iran verursache einen Mangel an Raketen für die Ukraine. Zugleich warf er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin laut der griechischen Zeitung Kathimerini vor, auf eine Verlängerung des Kriegs im Nahen Osten hinzuarbeiten. Russlands großangelegte Invasion in die Ukraine begann im Februar 2022, der umfassendere russisch-ukrainische Krieg reicht jedoch bis zur Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 zurück. Der Konflikt war über mehrere Winter hinweg von anhaltenden russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur geprägt. Die US-israelische Militäraktion gegen Iran begann am 28. Februar 2026 und verlieh globalen Waffenlieferketten sowie der diplomatischen Aufmerksamkeit eine zusätzliche Dimension. Selenskyjs Äußerungen spiegeln die Sorge in Kyjiw wider, dass westliche Aufmerksamkeit und militärische Ressourcen in Richtung Nahost umgelenkt werden. Durch die Aussetzung der trilateralen Verhandlungen fehlt dem diplomatischen Prozess nach Angaben von Rai News derzeit ein klarer Weg nach vorn.

Spanien sagt eine Milliarde Euro zu und hält Kyjiw im Blick Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte Kyjiw nach Angaben von RMF24 Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zu. Er kündigte an, die Ukraine werde ein zentrales Thema der spanischen Außenpolitik bleiben. Pedro Sánchez gab die Zusage, während sich die europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel zur Sitzung des Europäischen Rates versammelten. Mit dem Versprechen reiht sich Spanien in die Gruppe europäischer Staaten ein, die ihre finanzielle Unterstützung für die Ukraine in einer Phase diplomatischen Stillstands bekräftigen. Die Summe von einer Milliarde Euro stellte in einem Moment, in dem der breitere Friedensprozess eingefroren erschien, eine konkrete finanzielle Zusage dar. Die europäische Solidarität mit der Ukraine blieb erklärtes Ziel, auch wenn es keinerlei Anzeichen für eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Parteien gab.

Früherer Putin-Unterstützer fordert Rücktritt und Prozess Innerhalb Russlands kam es unterdessen zu einer bemerkenswerten Entwicklung. Ein zuvor loyaler Unterstützer von Präsident Wladimir Putin änderte seine Haltung öffentlich, bezeichnete ihn laut NewsIT als Kriegsverbrecher und forderte seinen Rücktritt sowie ein Gerichtsverfahren gegen ihn. Die Kehrtwende wurde als deutliche Veränderung im Ton eines Mannes beschrieben, der zuvor auf der Linie des Kreml gelegen habe. Unabhängig davon berichtete SRF News, dass in Moskau die mobilen Internetdienste ausgefallen seien. Weitere Angaben zu Ursache oder Dauer wurden in den vorliegenden Berichten nicht bestätigt. Die Kombination aus internem Widerspruch und einer Störung der Infrastruktur verstärkte das Bild wachsenden Drucks innerhalb Russlands. Eine offizielle Reaktion der russischen Regierung auf beide Entwicklungen lag in den herangezogenen Berichten nicht vor. Die Identität des früheren Putin-Unterstützers, der sich öffentlich äußerte, wurde in der verfügbaren Berichterstattung von NewsIT nicht genannt.

Mentioned People

  • Volodymyr Zelenskyy — Ukraiński polityk i były aktor estradowy, od 2019 roku szósty prezydent Ukrainy
  • Vladimir Putin — Rosyjski polityk i były funkcjonariusz służb, prezydent Rosji od 2012 roku
  • Pedro Sánchez — Hiszpański polityk i ekonomista, od 2018 roku obecny premier Hiszpanii