Joe Kent, Leiter des National Counterterrorism Center, hat im März 2026 aus Protest gegen die US-Beteiligung am Krieg gegen Iran sein Amt niedergelegt. Damit kommt es erstmals zu einer politisch relevanten Absetzbewegung aus dem Trump-Lager infolge des Konflikts. Der Schritt lenkt den Blick auf Spannungen im MAGA-Umfeld, ohne dass die Koalition bislang erkennbar auseinanderfällt.

Rücktritt am 17. März 2026

Joe Kent legte sein Amt als Direktor des National Counterterrorism Center aus Protest gegen den Krieg mit Iran nieder.

Zweifel an der Kriegsbegründung

Kent erklärte, Iran habe keine unmittelbare Bedrohung dargestellt, und widersprach damit zentralen Argumenten der Trump-Regierung.

Trumps öffentliche Reaktion

Präsident Donald Trump bezeichnete Kent nach dessen Rücktritt öffentlich als schwach.

Signalwirkung in Washington

Der Abgang wurde als mögliches Zeichen innerer Spannungen in der Regierung und innerhalb der MAGA-Bewegung gewertet.

Besondere Bedeutung durch Kents Biografie

Kents militärischer Hintergrund, seine Tätigkeit für die CIA und der Tod seiner Frau Shannon Kent bei einem ISIS-Anschlag prägen die politische Wirkung des Rücktritts.

Joe Kent, der Direktor des National Counterterrorism Center, ist im März 2026 aus Protest gegen die Beteiligung der Vereinigten Staaten am Krieg gegen Iran zurückgetreten. Er ist damit die erste politisch relevante Absetzbewegung innerhalb der Trump-Regierung, die unmittelbar durch den Konflikt ausgelöst wurde. Kent, ein früherer Warrant Officer der US Army und paramilitärischer Offizier der CIA, stand dem Zentrum seit 2025 vor. Sein Abgang, über den mehrere Medien einschließlich L'Express und Al Jazeera berichteten, markiert einen bemerkenswerten Bruch in einer Koalition, die bislang intern weitgehend diszipliniert auftrat. Besondere Aufmerksamkeit fand Kents Rücktritt auch wegen seines Hintergrunds: Er gilt als ausgezeichneter Veteran von Spezialeinsätzen und hatte sein öffentliches Profil teilweise mit einer außen- und sicherheitspolitisch harten Linie aufgebaut. Gerade deshalb fiel seine Ablehnung des Iran-Feldzugs besonders auf. L'Express bezeichnete den Schritt als erste Absetzbewegung im Trump-Lager, die durch den Krieg gegen Iran verursacht worden sei. Diese Einordnung verdeutlicht das politische Gewicht des Vorgangs.

Iran-Feldzug legt Spannungen in der MAGA-Bewegung offen Der Krieg gegen Iran macht neue Spannungen innerhalb der MAGA-Bewegung sichtbar, auch wenn der Großteil von Trumps Basis weiterhin hinter dem Präsidenten steht. Recherchen von NRC und der englischsprachigen Plattform von Gazeta Prawna kamen zu dem Ergebnis, dass sich zwar Risse zeigen, die Bewegung insgesamt aber klar zu Trump hält. Der Guardian berichtete, die amerikanische Rechte habe Trump in der Vergangenheit bei sehr unterschiedlichen Kontroversen Rückhalt gewährt. Der Krieg gegen Iran erweise sich jedoch als ungewöhnlich schwieriger Loyalitätstest. Al Jazeera wertete Kents Rücktritt als Warnsignal: als einen Moment, in dem Dissens die internen Mechanismen einer Regierung im Krieg verlässt und öffentlich wird. Noch sind die Spannungen nicht so weitreichend, dass sie Trumps politische Stellung kurzfristig gefährden würden. Analysten, die in mehreren Medien zitiert wurden, verwiesen jedoch darauf, dass die Ablehnung des Konflikts von Stimmen komme, die sich nicht ohne Weiteres als grundsätzlich feindlich gegenüber der breiteren Agenda der Regierung abtun ließen. Kent selbst steht für ein Milieu aus Veteranen, Geheimdienstfachleuten und sicherheitspolitischen Hardlinern, das für Trumps Koalition zentral gewesen ist.

Der US-israelische Krieg gegen Iran, der unter der Bezeichnung Operation Epic Fury geführt wird, begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen Ali Khamenei, der langjährige Oberste Führer Irans, getötet wurde. Mojtaba Khamenei, sein Sohn, wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Der Konflikt bedeutete eine erhebliche Eskalation langjähriger Spannungen zwischen Washington, Tel Aviv und Teheran. Joe Kent leitete das National Counterterrorism Center von 2025 bis zu seinem Rücktritt im März 2026. John Ratcliffe wurde vom US-Senat mit 74 zu 25 Stimmen als CIA-Direktor bestätigt und von Vizepräsident JD Vance vereidigt.

CIA-Chef: USA können Russland und Iran zugleich bewältigen CIA-Direktor John Ratcliffe wies Bedenken zurück, die Vereinigten Staaten übernähmen sich strategisch, und erklärte, Washington sei in der Lage, an mehreren Fronten zugleich zu handeln. Er nannte dabei ausdrücklich Russland und Iran. Rzeczpospolita berichtete über die Äußerungen und ordnete sie als direkte Erwiderung auf Kritiker ein, die argumentieren, der Iran-Feldzug ziehe Aufmerksamkeit und Ressourcen vom andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine ab. Ratcliffe ist seit 2025 der neunte Direktor der Central Intelligence Agency und wurde mit parteiübergreifender Unterstützung im Senat bestätigt. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass die Regierung nicht bereit ist, die Operation gegen Iran als strategische Ablenkung zu behandeln. Tulsi Gabbard, die als Director of National Intelligence die breitere Nachrichtendienstgemeinschaft leitet, zu der sowohl die CIA als auch das National Counterterrorism Center gehören, steht über dieser Struktur. Dadurch erhält Kents Rücktritt aus diesem Apparat zusätzliches Gewicht.

Trump droht Sendern wegen ihrer Berichterstattung zum Iran-Krieg Präsident Donald Trump hat Fernsehsendern wegen aus seiner Sicht unpatriotischer Berichterstattung über den Krieg gegen Iran gedroht. Darüber berichtete die BBC. Die Drohungen waren Thema im BBC-Programm Americast, das Trumps Druck auf Rundfunk- und Fernsehanbieter als Teil eines breiteren Versuchs beschrieb, die innenpolitische Darstellung des Konflikts zu prägen. Trumps Warnungen an die Sender fügen sich in ein Muster ein, nach dem die Regierung in den ersten Wochen des Iran-Feldzugs um Einfluss auf die mediale Rahmung bemüht war. Die Kombination aus internem Dissens, für den Kents Rücktritt steht, und äußerem Druck auf Medien spiegelt die doppelte Herausforderung der Regierung wider: Sie muss die politischen Kosten des Krieges im Inland begrenzen und zugleich den militärischen Feldzug im Ausland fortführen. Ob Kents Abgang weitere Rücktritte nach sich ziehen wird oder ein Einzelfall bleibt, ist offen. Mehrere Medien verweisen darauf, dass die MAGA-Koalition trotz sichtbarer Belastungen bis Mitte März 2026 strukturell nicht zerbrochen ist.

Mentioned People

  • Joe Kent — amerykański polityk i były warrant officer armii Stanów Zjednoczonych, który w latach 2025–2026 kierował National Counterterrorism Center
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Tulsi Gabbard — dyrektor wywiadu narodowego
  • Shannon Kent — żołnierka marynarki wojennej Stanów Zjednoczonych, która zginęła w zamachu w Manbidżu w 2019 roku