Bei einem israelischen Luftangriff nahe Teheran sind nach iranischen Angaben Ali Larijani und Basij-Kommandeur Gholamreza Soleimani getötet worden. Israel bestätigte die Tötungen öffentlich. Der Schlag trifft die iranische Führung in einer Phase rascher Machtverschiebungen und verschärft die Zweifel, ob Teheran noch koordiniert auf den Krieg reagieren kann.
Larijani und Soleimani getötet
Bei einem israelischen Angriff nahe Teheran am 17. März 2026 wurden Ali Larijani, Gholamreza Soleimani, Larijanis Sohn Morteza und mehrere Leibwächter getötet.
Israel bestätigt gezielte Tötungen
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bekannte sich öffentlich zur Tötung Larijanis und Soleimanis.
Iran ordnet Führung neu
Nach den schweren Verlusten in der Führung baut das iranische Regime seine Kommandostrukturen nach Berichten neu auf.
Vergeltungsdrohungen aus Teheran
Iran drohte Israel ausdrücklich mit Gegenmaßnahmen, zugleich zweifeln Analysten an der Fähigkeit zu einer koordinierten Antwort.
Experten warnen vor Risiken der Strategie
Von AP zitierte Fachleute halten Israels Vorgehen gegen die Führungsspitze für potenziell kontraproduktiv oder strategisch begrenzt wirksam.
Ölmarkt reagiert nervös
Die Angriffe und die Störungen in der Straße von Hormus treiben die Ölpreise und belasten die regionalen wie globalen Energiemärkte.
Bei einem israelischen Luftangriff nahe Teheran sind am 17. März 2026 Ali Larijani, der Sekretär des iranischen Supreme National Security Council, und der faktische Führungsakteur des Landes sowie Gholamreza Soleimani, der Kommandeur der paramilitärischen Basij-Kräfte, getötet worden. Nach Angaben iranischer halboffizieller Medien wurde der 67-jährige Larijani getötet, als er seine Tochter in den östlichen Randgebieten eines Vororts von Teheran besuchte. Auch sein Sohn Morteza und mehrere Leibwächter kamen bei dem Angriff ums Leben. Die iranischen Behörden bestätigten beide Todesfälle. Israels Verteidigungsminister Israel Katz bekannte sich öffentlich zur Tötung Larijanis und Soleimanis. Die Angriffe sind die jüngste Entwicklung in einer raschen Serie von Schlägen gegen die oberste Führungsebene Irans seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026. An diesem Tag wurde der Oberste Führer Ali Khamenei in der ersten Angriffswelle der von den Vereinigten Staaten und Israel so bezeichneten Operation Epic Fury getötet.
Irans Geheimdienstminister offenbar Ziel eines gesonderten Angriffs in Beirut Nach Medienberichten, auf die sich ANSA beruft, soll im selben Zeitraum bei einem gesonderten Angriff in Beirut auch Irans Geheimdienstminister Ziel eines Angriffs gewesen sein. Das iranische Regime bestätigte die Tode Larijanis und Soleimanis und soll Berichten zufolge nach den aufeinanderfolgenden Verlusten in der Führung damit begonnen haben, seine Kommandostrukturen neu zu ordnen. Iran drohte Israel als Vergeltung für Larijanis Tod mit einem Angriff. Die iranischen Behörden sprachen ausdrücklich Warnungen vor Gegenmaßnahmen aus. Analysten stellen allerdings infrage, ob das Regime angesichts der Geschwindigkeit und des Umfangs der israelischen Angriffskampagne noch zu einer geschlossenen Reaktion fähig ist. Eine Analyse von CNN beschreibt ein geschwächtes Iran, das gleichwohl darauf beharre, den Konflikt mit einer Strategie des Widerstands zu verlängern, obwohl seine obersten Führungskreise stark dezimiert worden seien. ANSA stellte die Frage, wer innerhalb Irans nun tatsächlich die wirksame Befehlsgewalt ausübe. Das Regime ordnet sich sichtbar neu, nachdem es binnen weniger als drei Wochen seinen Obersten Führer, seinen wichtigsten Sicherheitsfunktionär, seinen führenden Kommandeur einer paramilitärischen Formation und möglicherweise auch seinen Geheimdienstchef verloren hat.
Ali Larijani war bereits von 2005 bis 2007 Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats gewesen, bevor er 2025 in das Amt zurückkehrte. Er war zudem früherer Präsident des iranischen Parlaments und galt weithin als eine der einflussreichsten Figuren im politischen und sicherheitspolitischen Machtapparat der Islamischen Republik. Ali Khamenei, der seit 1989 als Oberster Führer Irans amtierte, wurde am 28. Februar 2026 bei den ersten Angriffen der US-israelischen Kampagne getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Gholamreza Soleimani, geboren 1964, war zunächst ranghoher Offizier in den Islamischen Revolutionsgarden, bevor er Kommandeur der Basij-Kräfte wurde.
Experten warnen vor strategischer Sackgasse durch Enthauptungsschläge Von der Associated Press zitierte Experten warnten, Israels Strategie, Irans oberste Führung in kurzer Zeit gezielt zu töten, könne sich als Fehlkalkulation erweisen oder in eine strategische Sackgasse führen. Der französische Sender BFMTV bezeichnete das Vorgehen als mögliche Falle. Analysten zufolge könnte sich US-Präsident Donald Trump auf eine Strategie eingelassen haben, deren langfristige Folgen unklar blieben. Im Kern geht es nach Ansicht der Experten darum, dass die Ausschaltung einzelner Führungspersonen Irans institutionelle Fähigkeit zur Kriegsführung oder zur Unterstützung von Stellvertreterkräften nicht zwangsläufig schwächt und stattdessen die Entschlossenheit des Landes noch festigen könnte. Auch der Kreml äußerte sich laut den in der Berichterstattung zitierten Berichten zur weiteren Entwicklung des Konflikts. Das israelische Zielnetzwerk, das ANSA als präzise und zeitgleich über mehrere Länder hinweg operierend beschrieb, hat bei internationalen Beobachtern, die die Tragfähigkeit der Kampagne bewerten, sowohl Anerkennung als auch Besorgnis ausgelöst. Die Angriffe trugen zu steigenden Ölpreisen und zu Störungen in der Strait of Hormuz bei. Die globalen Energiemärkte reagierten deutlich auf die anhaltenden Angriffe gegen die iranische Führung und Infrastruktur.
Ölmärkte und regionale Stabilität geraten unter Druck, da der Krieg in eine neue Phase eintritt Der Konflikt befindet sich nun in seiner vierten Woche und hat in Teheran ein Führungsvakuum entstehen lassen, von dem Analysten sagen, der iranische Staat habe eine solche Lage seit seiner Gründung nicht erlebt. Mojtaba Khamenei, der am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt wurde, hat seine Autorität bislang nicht in der Weise konsolidiert, wie sein Vater sie über mehr als drei Jahrzehnte innehatte. Mit dem Tod Larijanis fällt eine jener Personen weg, die als funktionaler Leiter des iranischen Sicherheitsapparats galten und am ehesten in der Lage gewesen wären, eine strukturierte iranische Reaktion zu koordinieren. Nach jeder weiteren Angriffswelle wurden Irans Drohungen der Vergeltung gegen Israel schärfer. Nach der CNN-Analyse wird die Fähigkeit des Landes, diese Drohungen in koordiniertes militärisches Handeln zu übersetzen, jedoch gezielt geschwächt. Die Störungen in der Straße von Hormus haben in den Golfstaaten und in großen ölimportierenden Ländern Alarm ausgelöst und dem Konflikt, der die strategische Landschaft der Region bereits verändert, eine zusätzliche wirtschaftliche Dimension verliehen. Ob Irans Strategie eines lang andauernden Widerstands weitere Enthauptungsschläge überstehen kann, ist aus Sicht von Regierungen und Analysten die zentrale Frage für die nächste Phase dieses Krieges.
Mentioned People
- Ali Larijani — Sekretarz Najwyższej Rady Bezpieczeństwa Narodowego od 2025 roku do zabójstwa w 2026 roku
- Gholamreza Soleimani — Starszy oficer IRGC i dowódca paramilitarnych sił Basidż, który zginął w 2026 roku
- Israel Katz — Izraelski polityk pełniący funkcję ministra obrony i członka gabinetu bezpieczeństwa
- Ali Khamenei — Drugi najwyższy przywódca Iranu od 1989 roku do zabójstwa 28 lutego 2026 roku
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych