Warum also wurde ein Flugzeug umgeleitet, und sechs flogen weiter?
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4. November
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Falsche Bombendrohungen gegen sieben europäische Flüge am 3. November
Transkript
Am Dienstagmorgen gegen 9:51 Uhr schwenkte eine Boeing 737 aus London,
unterwegs nach Warschau-Chopin, rund 50 Kilometer vor dem Ziel nach Norden.
Um 9:54 Uhr, so der Flughafen Modlin, gab es Bombenalarm wegen einer Drohung an Bord.
Die Maschine landete um 10:01 Uhr in Modlin, mit 181 Menschen an Bord.
Der Flughafen wurde geschlossen.
Entschärfer des Grenzschutzes prüften das Flugzeug.
Die Airline LOT erklärte, der Flug sei wegen der Drohung umgeleitet worden
und man habe nichts Verdächtiges gefunden.
Die Flugspur zeigt, wohin das Flugzeug flog.
Nicht, wer Modlin gewählt hat.
Bombendrohungen trafen an diesem Morgen mindestens 7 Passagierflüge in Europa.
Zwei nach Warschau.
Zwei nach Rom.
Zwei nach Sofia.
Einer von Manchester nach Murcia.
6 von ihnen landeten an ihrem geplanten Ziel.
Eine E-Mail nannte beide Sofia-Flüge.
Sie erreichte die bulgarische Grenzpolizei,
als der Flug aus Dublin noch über England war.
Diese Maschine landete etwa 3 Stunden später in Sofia.
Wann ihre Crew informiert wurde, wissen wir nicht.
Zwei italienische Kampfjets eskortierten einen Ryanair-Flug aus Dublin nach Rom.
Warum also wurde ein Flugzeug umgeleitet, und sechs flogen weiter?
Wizz Air nannte einen Grund.
Ihr Flug aus Bergamo war schon im Anflug auf Sofia,
also war keine Umleitung nötig.
Für die anderen, die weiterflogen, wurde kein Grund veröffentlicht.
Nach internationalen Regeln
geben Fluglotsen eine Drohung unverzüglich an die Crew weiter.
Zur Bombe selbst sollen sie keinen Rat geben.
Eine Expertin für Luftsicherheit fasst die Frage der Prüfer so:
nicht, ob eine Drohung echt ist, sondern ob der Absender tun könnte, was er behauptet.
Indien stand massenhaft vor dieser Frage.
2024 zählte sein Luftfahrtministerium
999 Fake-Drohungen (Nachrichten, Anrufe) bis Mitte November, 666 im Oktober.
Mitten in der Welle kamen Prüffragen hinzu: War der Absender anonym,
und schickte ein Konto viele Drohungen?
Das ist die Zahl der Fakes eines Landes.
Sie sagt nicht, wie wahrscheinlich eine Drohung über Europa echt ist.
Zurück nach Warschau.
Modlin war der geplante Ausweichflughafen des Flugs,
und Modlins Chef sagt, er sei gemäß den Verfahren dorthin geschickt worden.
Ein polnisches Luftfahrtportal nannte einen Grund:
Chopin sei mit dem anderen bedrohten Flugzeug aus Kopenhagen beschäftigt gewesen.
Chopin sagte, die eine gesperrte Piste habe den Betrieb nicht wesentlich gestört.
Weder LOT noch die Flugsicherung haben gesagt, wer Modlin wählte.
Durchsuchungen fanden keinen Sprengstoff an Bord dieser 7 Flüge.
Niemand hat sich zu den Drohungen bekannt, und die Behörden nennen keinen Absender.
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