Hamdan Ballal, Mitregisseur des Oscar-prämierten Dokumentarfilms „Wir wollen kein anderes Land”, berichtete von einem brutalen Angriff israelischer Siedler auf sein Haus in Masafer Yatta. Bei dem Vorfall wurde der Bruder des Filmemachers schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Es handelt sich um einen weiteren Gewaltakt gegen die Familie Ballal, die seit Jahren Vertreibungen und Militäraktionen im Westjordanland dokumentiert. Die Sicherheitslage in der Region bleibt kritisch.
Der Mitregisseur des vielbeachteten Dokumentarfilms „Wir wollen kein anderes Land” (Originaltitel No Other Land), Hamdan Ballal, wurde erneut Opfer eines brutalen Angriffs israelischer Siedler im Westjordanland. Der Vorfall ereignete sich in der Ortschaft Masafer Yatta, wo Ballal und seine Familie seit Jahren Widerstand gegen Vertreibungsversuche leisten. Die Angreifer drangen auf das Grundstück ein und attackierten die Hausbewohner. Bei dem Überfall erlitt der Bruder des Regisseurs schwere Verletzungen und musste hospitalisiert werden. Zudem teilte der Filmemacher mit, dass Mitglieder seiner Familie nach dem Vorfall von israelischen Behörden festgenommen wurden. Ballal betont, dass die Gewalt von Siedlern im vergangenen Jahr zugenommen habe und die aktuelle Situation schlimmer sei als je zuvor. Masafer Yatta ist ein Gebiet im Süden des Westjordanlands, das seit den 1980er Jahren Gegenstand eines Rechtsstreits ist. Israel hat das Gebiet zur militärischen Sperrzone erklärt (sogenannte Firing Zone 918), was zur Grundlage für zahlreiche Abrissanordnungen palästinensischer Häuser und Versuche der Zwangsräumung von Bewohnern wurde. Der Film „Wir wollen kein anderes Land”, der 2025 den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm gewann, porträtiert eindringlich systemische Gewalt und den Kampf um Landrechte. Hamdan Ballal schuf gemeinsam mit dem israelischen Journalisten Yuval Abraham ein Werk, das die Weltöffentlichkeit erschütterte, indem es den Alltag unter Besatzung zeigt. Der Regisseur äußerte in jüngsten Statements tiefe Frustration über das Ausbleiben von Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf Rechtsbrüche. <zitat autor=