Der Stadtrat von Madrid hat mit den Stimmen der regierenden Volkspartei (PP) endgültig den Bebauungsplan für den historischen Komplex des Noviziats Damas Apostólicas im Stadtteil Chamartín genehmigt. Diese Entscheidung beendet einen jahrelangen Streit über die Zukunft des von Críspulo Moro Cabeza entworfenen Geländes. Das Projekt sieht den Bau von elf neuen Gebäuden für ein Studentenwohnheim vor, was mit der Fällung von zweihundert Bäumen und der Beseitigung der historischen Gärten verbunden ist und scharfen Widerstand von Opposition und Umweltorganisationen hervorruft.
Genehmigung des Bebauungsplans
Der Madrider Stadtrat hat den Plan für den Bau von 11 Gebäuden auf dem Gelände des ehemaligen Damas Apostólicas-Klosters beschlossen.
Fällung von 200 Bäumen
Die Umsetzung der Investition ist mit der Entfernung geschützten Baumbestands und der Beseitigung denkmalgeschützter Gärten verbunden.
Ablehnung aller Beschwerden
Die Stadtbehörden ignorierten alle Einwände und Petitionen von Bürgern, die sich dem Projekt widersetzten.
Neue Funktion des Komplexes
Anstelle des ehemaligen Noviziats entsteht eine moderne, kommerziell ausgerichtete Studentenresidenz.
Der Madrider Stadtrat hat mit ausschließlicher Unterstützung der Volkspartei den Sonderplan für das Gelände des Damas Apostólicas-Noviziats endgültig genehmigt. Diese Investition verwandelt das bisher geschützte Gebiet endgültig in einen modernen Bildungs- und Wohnkomplex. Schlüsselelement des Plans ist der Bau von elf neuen Objekten, die als Studentenwohnheime fungieren sollen. Obwohl das Rathaus die Tatsache der „Panzerung“ des Schutzes der Hauptfassade des Gebäudes betont, weisen Kritiker darauf hin, dass dies nur eine oberflächliche Maßnahme ist, um den radikalen Charakterwandel des gesamten Viertels zu verschleiern. Der Damas Apostólicas-Komplex entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist das Werk von Críspulo Moro Cabeza, demselben Architekten, der das berühmte Kino Doré entworfen hat. Seit den 1920er Jahren bildeten die den Konvent umgebenden Gärten eine der letzten so großen, privaten Grünflächen im dicht bebauten Teil von Chamartín und dienten als ökologischer Korridor. Hauptstreitpunkt bleibt die Umweltfrage. Zur Umsetzung der Investition ist die Fällung von etwa 200 Bäumen notwendig, darunter viele Exemplare von erheblichem ökologischem Wert. Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, wies alle im Konsultationsprozess vorgebrachten Einwände von Anwohnern und Umweltschützern zurück und argumentierte, dass das Projekt moderne Lösungen wie begrünte Dächer auf den neuen Gebäuden einführe. Die oppositionelle Linke bezeichnet dies als „Angriff auf Erbe und Natur“ und weist darauf hin, dass künstliche Vegetation auf den Dächern den Verlust von natürlichem Boden und ausgewachsenem Baumbestand nicht kompensieren könne. Der Investor, der das Gelände vom Orden erworben hat, plant die Schaffung eines exklusiven Campus, was in einen breiteren Trend der Kommerzialisierung historischer Besitztümer in der spanischen Hauptstadt passt. Die neuen Gebäude sollen anstelle der alten Obstgärten und Nutzgärten entstehen, die jahrzehntelang im Verzeichnis geschützter Objekte eingetragen waren. Nach Ansicht der Stadtverwaltung ist diese Transformation der einzige Weg, um den Verfall der verfallenden Gebäude zu verhindern, doch für viele Bewohner bedeutet sie den unwiederbringlichen Verlust der historischen Identität des Viertels Chamartín.
Mentioned People
- José Luis Martínez-Almeida — Bürgermeister von Madrid, der den Bebauungsplan für die Klostergärten durchsetzte.
- Críspulo Moro Cabeza — Architekt, der für den Entwurf des ursprünglichen Klosterkomplexes sowie des Kinos Doré verantwortlich war.