In der spanischen Partei Vox ist es zu einem beispiellosen Bruch gekommen. Javier Ortega Smith, einer der Gründer der Partei, weigerte sich, sein Mandat niederzulegen, und blockierte erfolgreich den Versuch, ihn als Sprecher des Stadtrats von Madrid abzuberufen. Der Konflikt mit Parteichef Santiago Abascal führte zu einer faktischen Spaltung der Vox-Stadträte in zwei Lager, was die Einheit der Abstimmungen in der Hauptstadt lähmte und die Autorität der nationalen Führung untergrub.

Rebellion in Madrid

Javier Ortega Smith weigerte sich, sein Mandat und sein Amt als Sprecher niederzulegen, und ignorierte damit Anweisungen der nationalen Führung der Partei Vox.

Lähmung des Stadtrats

Die Vox-Stadträte begannen getrennt abzustimmen, was eine faktische Spaltung der städtischen Strukturen der Partei in der spanischen Hauptstadt bedeutet.

Reaktion Abascals

Parteichef Santiago Abascal kündigt disziplinarische Konsequenzen an und behauptet, dass niemand über der Parteisatzung stehe.

Rolle von Bürgermeister Almeida

Die Stadtverwaltung der Volkspartei nutzt den Konflikt bei Vox, um ihre eigene Verhandlungsposition in der Kommunalverwaltung zu stärken.

Die Krise innerhalb der Partei Vox wurde während einer turbulenten Sitzung des Stadtrats von Madrid im Palacio de Cibeles öffentlich. Javier Ortega Smith konnte seinen Posten als Sprecher der Fraktion behalten, obwohl er durch das nationale Garantieausschuss suspendiert worden war. Dies wurde möglich durch eine Entscheidung des Ratssekretariats, das feststellte, dass die formalen Anforderungen für seine Abberufung durch die Partei nicht erfüllt waren. Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, beobachtete die Streitigkeiten auf der Rechten mit Ironie und wies seine Gegner auf ihren Mangel an innerer Geschlossenheit hin. Die Situation führte zu einem kuriosen Verlauf der Beratungen, bei denen die Vox-Räte getrennt abstimmten. Der Ortega Smith treue Flügel sprach sich gegen Lösungen aus, die von der Parteiführung unterstützt wurden, was eine offene Verletzung der Parteidisziplin darstellt. Ortega Smith selbst kündigte an, nicht auf sein Abgeordnetenmandat im nationalen Parlament verzichten zu wollen, und erklärte, seine Priorität bleibe der Dienst an Madrid und Spanien. Santiago Abascal antwortete darauf mit einer harten Erklärung und betonte, dass in einer politischen Partei alle die Regeln einhalten müssten und der Prozess zur Ausweisung des Rebellen weiterlaufe. Die Partei Vox wurde 2013 als rechte Alternative zur Volkspartei gegründet und stützte sich auf starke Führung und eine einheitliche ideologische Botschaft, was sie jahrelang vor den für die spanische Linke typischen Spaltungen schützte. Dieser Konflikt wird als Kampf um die Seele der Partei zwischen dem radikalen Flügel um die Gründer und dem neuen Parteiapparat gesehen. Mitarbeiter von Ortega betonen seine historischen Verdienste, während das Umfeld von Abascal auf eine vollständige Zentralisierung der Macht hinarbeitet. Die Pattsituation im Madrider Rathaus könnte mehrere Wochen andauern, da die Abascal-Loyalisten darauf hoffen, dass eine endgültige Entscheidung über den Ausschluss Ortegas aus der Partei ihn automatisch der Führung der Stadtratsfraktion beraubt. „Voy a continuar como portavoz del grupo municipal porque Madrid se lo merece.” (Ich werde weiterhin als Sprecher der Stadtratsfraktion fungieren, weil Madrid es verdient.) — Javier Ortega Smith Vertreter der Opposition bemerken ihrerseits, dass der interne Krieg bei Vox der Volkspartei die Regierungsführung erleichtert, die nun zwischen den zerstrittenen Fraktionen der extremen Rechten lavieren kann. Diese Situation wirft einen Schatten auf die künftigen Umfragewerte von Vox, die bisher auf dem Image eines Monolithen beruhten, der gegen interne persönliche Reibungen resistent war. 3 — Vox-Stadträte haben sich in zwei verfeindete Lager gespalten

Perspektywy mediów: Linke Medien betonen den autoritären Führungsstil Abascals und deuten an, dass die Partei aufgrund mangelnder innerer Demokratie auseinanderfällt. Konservative Medien konzentrieren sich auf die rechtlichen Aspekte des Mandatsstreits und die Loyalität Ortega Smiths gegenüber den Gründungsideen der Partei.

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