Mittwochliche Meldungen aus dem Land verbinden eine spektakuläre Rettungsaktion eines auf einer Eisscholle treibenden Rehs mit einer Serie tragischer Ereignisse auf Straßen und Schienen. Während Eisbrecher auf der Weichsel ihre Wirksamkeit nicht nur beim Eisbrechen unter Beweis stellten, kam es bei Wołomin und in Błonie zu dramatischen Zugunfällen. Die Behörden melden Todesopfer, Verletzte und die Identifizierung einer Leiche in Łódź mithilfe moderner Gesichtsrekonstruktionstechnologien.

Seit einigen Tagen läuft auf der Weichsel eine intensive Eisbrechaktion, die darauf abzielt, die Mündung des Flusses in die Ostsee freizumachen. Während der Arbeiten in Kiezmark führten die Besatzungen der Einheiten der Wasserwirtschaft Polens einen ungewöhnlichen Einsatz durch. Ein Reh wurde beobachtet, das auf einer Eisscholle trieb und verzweifelt versuchte, ans Ufer zu gelangen. Dank des Einsatzes der Eisbrecher und der Seenotrettungsdienst konnte das Tier sicher an Land gebracht werden. Bisher hat die Flotte von sechs Einheiten, darunter Tiger und Narwal, bereits 100 Kilometer Eis gebrochen und ist südlich von Graudenz vorgedrungen. Die Geschichte des polnischen Eisbrechens reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als auf der Weichsel die ersten für den Einsatz unter schwierigen Winterbedingungen angepassten Dampfschiffe operierten, um die Bewohner vor verheerenden Stauhochwassern zu schützen.Parallel kämpft das Land mit einer Welle tragischer Unfälle. In der Ortschaft Urle bei Wołomin wurde eine 30-jährige Frau nach dem Betreten des Gleisbereichs bei geschlossenen Schranken von einem Intercity-Zug überrollt und getötet. In Błonie wurde wiederum eine Aufnahme vom 25. Januar veröffentlicht, auf der zu sehen ist, wie zwei Züge in ein auf dem Bahnübergang liegengebliebenes Auto prallen. Dramatische Nachrichten kamen auch aus Radom, wo General Wiesław Kukuła um Hilfe für den 17-jährigen Dominik bat, der seine Gliedmaßen verlor, als er eine Frau mit Kinderwagen auf dem Bahnsteig rettete. Auf der Autobahn A4 kam es zu einer Massenkarambolage von drei Lastwagen, die zu einem Brand bei einem der Fahrzeuge und zur vollständigen Sperrung der Strecke in Richtung Deutschland führte. <cytat autor=