Die neueste Enthüllung im Skandal um Jeffrey Epstein lähmt Washington. Bill und Hillary Clinton wurden vom Kongress aufgefordert, über ihre langjährigen Beziehungen zum verstorbenen Pädophilen auszusagen. Gleichzeitig sieht sich das Justizministerium mit Vorwürfen konfrontiert, die Veröffentlichung von Akten, die Donald Trump belasten könnten, absichtlich verzögert zu haben. Eine Entlassungswelle in prestigeträchtigen Institutionen, von Davos bis Harvard, legt das Ausmaß der Verbindungen globaler Eliten zum kriminellen Netzwerk des Finanziers offen.
Kongress lädt Clintons vor
Bill und Hillary Clinton werden nach Jahren medialer Spekulationen zu ihren Beziehungen mit Epstein befragt.
Streit um Trump-Akten
Demokraten beschuldigen das Justizministerium, die Veröffentlichung von Dokumenten, die Donald Trump belasten könnten, absichtlich zu verzögern.
Rücktritte in Davos und Harvard
Eine Entlassungswelle in elitären Institutionen im Zusammenhang mit der Enthüllung neuer Namen in den Ermittlungsakten.
Europäische Aspekte der Affäre
Ermittlungen zu Jack Lang in Frankreich sowie unklare Berichte aus Norwegen weiten den Skandal auf Europa aus.
Der Fall Jeffrey Epstein kehrt mit verdoppelter Kraft zurück und wird zum zentralen Punkt des politischen Kampfes in den Vereinigten Staaten. Derzeit steht die Rolle des Justizministeriums im Mittelpunkt, das nach Ansicht einiger Politiker der Demokratischen Partei die Offenlegung entscheidender Akten über Donald Trump verzögert haben soll. Diese Dokumente sollen angeblich drastische, bisher aber unbelegte Beschreibungen von Missbrauch Minderjähriger enthalten. Während die offizielle Begründung für die Verzögerungen der komplexe Prozess der Anonymisierung ist, steht Generalstaatsanwältin Pam Bondi unter starkem politischem Druck, die vollständigen Ermittlungsarchive sofort freizugeben. Parallel dazu zieht der US-Kongress die Schlinge um Bill Clinton enger. Der ehemalige Präsident, dessen Name wiederholt in den Flugprotokollen von Epsteins Privatflugzeug auftauchte, soll vor einem Untersuchungsausschuss erscheinen, um die Natur seiner Bekanntschaft mit dem Finanzier zu erklären. Der Druck der Öffentlichkeit stieg nach der Veröffentlichung von Archivfotos, auf denen Clinton in Gesellschaft des Straftäters zu sehen ist. Auch Howard Lutnick, ein Kandidat für eine Regierungsstelle, ist in die Sache verwickelt, dessen Kontakte zu Epstein zum Gegenstand intensiver Ermittlungen der Demokraten geworden sind. „This is a moment of truth for our institutions. All documents must be released without redaction so the public can see the full scale of this depravity.” (Dies ist ein Moment der Wahrheit für unsere Institutionen. Alle Dokumente müssen ohne Schwärzungen freigegeben werden, damit die Öffentlichkeit das volle Ausmaß dieser Verderbtheit sehen kann.) — Thomas Massie Die institutionelle Straflosigkeit Jeffrey Epsteins wurde seit den 1990er Jahren aufgebaut, als der Finanzier begann, die mächtigsten Menschen der Welt um sich zu scharen und Investmentfonds als Werkzeug zum Aufbau politischen und gesellschaftlichen Einflusses nutzte. Der Skandal hat einen transnationalen Charakter und trifft auch europäische Strukturen. In Frankreich werden die Beziehungen des ehemaligen Kulturministers Jack Lang zu Epstein untersucht, über die Personen aus dem engen Umfeld des Finanziers berichten. In Norwegen berichten die Medien über die Hospitalisierung des ehemaligen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland, was zeitlich mit neuen Spekulationen über seine angeblichen Verbindungen zu dem Fall zusammenfiel. Eine Kassation früherer staatsanwaltschaftlicher Feststellungen in New York ebnet den Weg für neue Zivilprozesse, die von Opfern angestrengt werden. Die Atmosphäre der Besorgnis im Privatsektor wird durch Rücktritte hochrangiger Manager während des Gipfels in Davos und das Eingeständnis früherer Affären durch Bill Gates verstärkt, was seine Kontakte zu Epstein im Kontext von Mila Antonova in ein schlechtes Licht rückt.
Perspektywy mediów: Betont die Vorwürfe gegen Trump und deutet eine systematische Zurückhaltung von Beweisen durch das von seinen Loyalisten geführte Justizministerium an. Konzentriert sich auf die Vorladung der Clintons vor den Kongress und fördert die Erzählung von einer jahrelangen Vertuschung der Verbindungen demokratischer Eliten zum Pädophilen.
Mentioned People
- Bill Clinton — Ehemaliger US-Präsident, der aufgefordert wurde, vor dem Kongress auszusagen.
- Donald Trump — Ehemaliger US-Präsident, auf den sich die zurückgehaltenen Akten des Justizministeriums beziehen.
- Hillary Clinton — Ehemalige US-Außenministerin, die zusammen mit ihrem Ehemann von einem Untersuchungsausschuss vorgeladen wurde.
- Howard Lutnick — Chef von Cantor Fitzgerald, dessen Verbindungen zu Epstein von Demokraten untersucht werden.
- Jack Lang — Französischer Politiker und ehemaliger Kulturminister, der im Zusammenhang mit neuen Zeugenaussagen genannt wird.
- Thorbjørn Jagland — Ehemaliger norwegischer Ministerpräsident, der in Oslo hospitalisiert wurde, nachdem Vorwürfe aufgetaucht waren.
- Thomas Massie — Republikanischer Kongressabgeordneter, der volle Transparenz in der Dokumentenangelegenheit fordert.
- Bill Gates — Mitbegründer von Microsoft, dessen frühere Affären mit Epstein in Verbindung gebracht werden.