Die Lage in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt hat sich nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten drastisch verschärft, das die bisherigen allgemeinen Zölle für illegal erklärte. Als Reaktion kündigte Präsident Donald Trump die Einführung eines neuen, 15-prozentigen Zollsatzes unter Nutzung von Notfallmechanismen an. Die Europäische Union droht mit der Aussetzung von Handelsabkommen, und Unternehmen weltweit bereiten Klagen auf Rückerstattung von Milliarden Dollar unrechtmäßig erhobener Gebühren vor.
Urteil des Obersten Gerichtshofs
Das Gericht erklärte allgemeine Zölle für illegal und verwies auf die ausschließliche Zuständigkeit des Kongresses bei der Regulierung des Außenhandels.
Neuer Zollsatz von 15 Prozent
Trump umgeht das Urteil, indem er einen neuen Zollsatz auf Grundlage von Abschnitt 122 des Trade Act einführt, was den Handelskonflikt verschärft.
Milliardenschwere Unternehmensansprüche
Unternehmen weltweit bereiten Klagen auf Rückerstattung von 130 bis 175 Milliarden Dollar erhobener Zölle vor.
Antwort der Europäischen Union
Brüssel erwägt die Aussetzung der Ratifizierung von Handelsabkommen mit den USA und die Einführung von Vergeltungsmaßnahmen.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die mit einer Mehrheit von 6 zu 3 Stimmen getroffen wurde, hat einen beispiellosen Schock in der Weltwirtschaft ausgelöst. Die Richter entschieden, dass die Regierung von Donald Trump ihre Befugnisse überschritten habe, indem sie allgemeine Zölle ohne Zustimmung des Kongresses verhängte. Dieses Urteil ebnet den Weg für Entschädigungsansprüche in globalem Maßstab. Es wird geschätzt, dass Unternehmen die Rückerstattung von 130 bis 175 Milliarden Dollar beantragen können, obwohl Experten warnen, dass diese Prozesse Jahre dauern können und die Rückerstattung der vollen Beträge durch das Urteil nicht garantiert ist. Das Gesicht dieses Kampfes wurde Victor Owen Schwartz, ein 67-jähriger Weinhändler aus New York, dessen Klage zur Abschaffung der zollpolitischen Architektur des Präsidenten führte. Angesichts der juristischen Niederlage zeigt das Weiße Haus jedoch keine Kompromissbereitschaft. Donald Trump kündigte die Erhöhung des globalen Zollsatzes von geplanten 10 auf 15 Prozent an und berief sich dabei auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974. Der Oberste Gerichtshof der USA wacht seit Jahrzehnten über die Gewaltenteilung und hat mehrfach die Bestrebungen der Exekutive eingeschränkt, gesetzgeberische Befugnisse des Kongresses in fiskalischen und handelspolitischen Angelegenheiten zu übernehmen, was seine Wurzeln in der Auslegung von Artikel I der Verfassung der Vereinigten Staaten hat. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft ist entschlossen. Die Europäische Union erwägt, den Ratifizierungsprozess des Juli-Abkommens mit Washington einzufrieren. Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, kündigte einen Antrag auf Aussetzung der Gesetzgebungsarbeiten an, bis klare rechtliche Garantien von den USA vorliegen. Der italienische Außenminister Antonio Tajani hat eine spezielle Task Force Sistema Italia einberufen, um heimische Exporteure vor den Auswirkungen der Marktvolatilität zu schützen. Unterdessen warnt die Europäische Zentralbank durch Christine Lagarde, dass zunehmende Handelsunsicherheit einen zerstörerischen Einfluss auf Investitionen in Europa haben könnte. Die Lage ist dynamisch, und die Finanzmärkte erwarten mit Besorgnis die für Dienstag geplante Rede von Präsident Trump zur Lage der Nation. 130 mld USD — Summe der Unternehmensansprüche auf Zollrückerstattung In der Schweiz wird über die Beibehaltung gegenseitiger Zollvergünstigungen debattiert. Obwohl die Senkung der Zollsätze für amerikanische Meeresfrüchte im November Teil eines bilateralen Abkommens quid pro quo war, fordern einige Politiker ihre Überprüfung im Lichte der neuen Politik Washingtons. Auch polnische Unternehmer, insbesondere aus der Möbel- und Lebensmittelbranche, prüfen rechtliche Möglichkeiten zur Rückforderung gezahlter Abgaben. Rechtsanwälte warnen jedoch, dass Verfahren vor amerikanischen Gerichten langwierig und kostspielig sein werden, was die größten Konzerne auf Kosten kleiner und mittlerer Unternehmen begünstigt.
Mentioned People
- Donald Trump — Präsident der USA, der trotz des Gerichtsurteils neue Zölle auf ausländische Waren erhebt.
- Christine Lagarde — Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die vor den Auswirkungen von Handelsunsicherheit warnt.
- Antonio Tajani — Außenminister Italiens, der Schutzmaßnahmen für den italienischen Export unterstützt.
- Victor Owen Schwartz — New Yorker Weinhändler, der den erfolgreichen Rechtsstreit gegen die Zölle initiierte.