Ein 45-jähriger Patient starb nach einem Eingriff zur Einrenkung einer ausgekugelten Schulter im Masowischen Fachkrankenhaus in Radom. Die Vollnarkose wurde von einem Arzt der Notaufnahme ohne Beteiligung eines Anästhesisten durchgeführt. Die Familie wirft der Einrichtung Fahrlässigkeit vor, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher fahrlässiger Tötung.

Tragisches Ende einer Routineprozedur

Der 45-jährige Maciej suchte mit einer schmerzhaften, aber nicht lebensbedrohlichen Schulterluxation das Krankenhaus auf, die unter Standardbedingungen einer einfachen Einrenkung unterliegt.

Narkose ohne Anästhesisten

Kontroversen weckt die Tatsache, dass die Vollnarkose für den Eingriff von einem Arzt der Notaufnahme durchgeführt wurde und nicht von einem Facharzt für Anästhesiologie.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Radom führt ein Verfahren wegen möglicher fahrlässiger Tötung. Die Ermittlungen wurden nach einer Anzeige der Krankenhausmitarbeiter eingeleitet.

Kampf der Familie um Aufklärung

Die Familie des Verstorbenen kann seinen Tod nicht akzeptieren und wirft dem Krankenhaus schwere medizinische Fahrlässigkeit vor, fordert Gerechtigkeit und Verantwortung.

Tragödie im Radomer Gesundheitswesen. Der 45-jährige Maciej, der Mitte Januar mit einer schmerzhaften Schulterluxation ins Masowische Fachkrankenhaus in Radom kam, überlebte den Routineeingriff zur Einrenkung der Gliedmaße nicht. Nach Angaben der Familie und der Medien ging während des medizinischen Verfahrens „etwas schief”, was zum Tod des Patienten führte. Die Hauptkontroverse, auf die Quellen hinweisen, ist die Art der Narkosedurchführung. Der Eingriff erforderte eine Vollnarkose, die – Berichten zufolge – von einem Arzt auf der Notaufnahme (SOR) ohne Beteiligung eines Facharztes für Anästhesiologie durchgeführt wurde. Die Frage der Sicherheit von Narkoseverfahren in polnischen Krankenhäusern wird seit Jahren debattiert. Anästhesiologie ist eine eng gefasste Fachrichtung, die besondere Qualifikationen für die Durchführung von Vollnarkosen erfordert, die mit dem Risiko von Komplikationen des Atem- und Kreislaufsystems verbunden sind. Standards legen nahe, dass Eingriffe in Vollnarkose unter Beteiligung oder Aufsicht eines Anästhesisten stattfinden sollten. Nach dem Vorfall haben die Krankenhausmitarbeiter selbst die Strafverfolgungsbehörden benachrichtigt. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Radom ermittelt wegen möglicher fahrlässiger Tötung. „Wir können das nicht akzeptieren” – sagte die Schwester des Verstorbenen, Frau Magda, in einem Gespräch mit der Super Express und betonte, dass die Familie der Einrichtung schwere Fahrlässigkeit vorwirft und um die Aufklärung aller Umstände sowie die Verantwortung der Schuldigen kämpft. Der Fall macht ein breiteres Problem in Bezug auf die Arbeitsorganisation und die Verfügbarkeit von Fachärzten im öffentlichen Gesundheitswesen sichtbar. Zwar sind die technischen Details des Vorfalls noch Gegenstand der Ermittlungen, doch allein die Meldung, dass eine Vollnarkose von einem Arzt durchgeführt wurde, der kein Anästhesist ist, wirft Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsverfahren auf. Das Krankenhaus hat sich öffentlich nicht zu den Details des Falls geäußert und wartet vermutlich auf die Ergebnisse des staatsanwaltschaftlichen Verfahrens. Die Familie des verstorbenen Mannes trauert und fordert Wahrheit und Gerechtigkeit für einen Verlust, der – ihrer Meinung nach – vermeidbar gewesen wäre.

Mentioned People

  • Maciej — 45-jähriger Patient, der nach einem Schultereinrenkungseingriff im Krankenhaus in Radom starb.
  • Magda — Schwester des verstorbenen Maciej, die in den Medien den Kummer der Familie äußert und dem Krankenhaus Fahrlässigkeit vorwirft.