Der Deutsche Wetterdienst hat die Bilanz des Winters 2025/2026 veröffentlicht, der sich als Zeitraum voller meteorologischer Extreme erwies. Während Berlin und Hamburg die größten Schneefälle seit fast anderthalb Jahrzehnten verzeichneten, kämpften südliche und östliche Regionen mit einem eklatanten Niederschlagsmangel und einer außergewöhnlich hohen Zahl an Sonnenstunden. Insgesamt schrieb sich der Winter als wärmer und trockener als das langjährige Mittel ein und endete mit einem abrupten Einzug frühlingshafter Witterung in vielen Bundesländern.
Schneerekord im Norden
Berlin und Hamburg verzeichneten den schneereichsten Winter seit 2012 bzw. 2010, was die an milde Winter gewöhnten Stadtbetriebe überraschte.
Verschärfende Dürre
Trotz Schneefällen war der Winter in Sachsen und Thüringen zu trocken, was Bedenken über den Grundwasserstand vor dem Frühling weckt.
Frühlingshafter Saisonabschluss
Ende Februar brachte eine rasche Erwärmung in ganz Deutschland die Skisaison in niedrigeren Gebirgslagen wie der hessischen Wasserkuppe zum Ende.
Klimatische Teilung des Landes
Brandenburg wurde als kälteste Region eingestuft, während Rheinland-Pfalz die meisten Sonnentage genoss.
Dieser Winter in Deutschland war durch eine außergewöhnliche regionale Vielfalt gekennzeichnet, was die neuesten Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigen. Bundesweit war die Saison deutlich milder, trockener und sonniger im Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten. Doch erst die regionale Analyse zeigt das Ausmaß der Anomalien, die in den letzten Monaten aufgetreten sind. Im Norden und in der Hauptstadt nahm der Winter eine Gestalt an, die die Bewohner seit Jahren fast vergessen hatten. Berlin und Brandenburg erlebten die schneereichste Saison seit 2012, und einige Messstationen wiesen sogar auf Rekorde hin, die seit vierzehn Jahren nicht beobachtet wurden. Eine ähnliche Situation gab es in Hamburg und Schleswig-Holstein, wo die Fülle an weißem Pulver an den Winter an der Wende von 2010 zu 2011 erinnerte. Trotz lokal spektakulärer Schneefälle bleibt die Wasserbilanz für einen Großteil des Landes beunruhigend. In Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz stand der Winter im Zeichen der Dürre. Auch wenn die Landschaften zeitweise weiß waren, war die Gesamtsumme der Niederschläge zu niedrig, um den Bodenbedarf vor der kommenden Vegetationsperiode zu decken. Darüber hinaus wurde das Saarland zu einer Art Wetterkuriosum, das einerseits Rekordregenfälle und andererseits in einigen Monaten einen fast völligen Mangel an Sonnenschein verzeichnete. Dies steht im Kontrast zur Situation in Sachsen, wo die Sonne deutlich häufiger schien als üblich zu dieser Jahreszeit, was bereits Ende Februar das Gefühl frühlingshafter Witterung verstärkte. Die systematische Erwärmung der Winter in Mitteleuropa führt zu einer Situation, in der traditioneller Schnee zunehmend durch intensive Regenfälle ersetzt wird, was den natürlichen Zyklus der Grundwasseranreicherung stört.Die letzten Februartage brachten in den meisten Bundesländern den endgültigen Abschied von arktischer Luft. Auf den Pisten in Hessen absolvieren Skifahrer ihre letzten Abfahrten, und Wintersportzentren beenden ihren Betrieb aufgrund rapide steigender Temperaturen. Experten des DWD weisen darauf hin, dass der Winter in Brandenburg zwar statistisch als der kälteste in ganz Deutschland eingestuft wurde, aber selbst dort die durchschnittlichen Tagestemperaturen selten längere Zeit unter null blieben. Die Besonderheit dieses Winters lag also nicht in extremer Kälte, sondern in punktuellen, äußerst starken Schneestürmen, die den Verkehr in den Großstädten des Nordens lahmlegten, während der Rest des Landes sich an ungewöhnlicher Wärme erfreute.