Die Baumarktkette Home Depot verzeichnete im vierten Fiskalquartal bessere als erwartete Finanzergebnisse, doch das Management des Unternehmens weist auf eine zunehmende Vorsicht der Kunden angesichts des schwächelnden US-Wohnungsmarkts hin. Der bereinigte Gewinn und die Umsätze des Unternehmens übertrafen die Prognosen der Wall-Street-Analysten, doch der Umsatz wurde durch eine zusätzliche Woche im Vergleichszeitraum vor einem Jahr sowie durch das Verhalten von Verbrauchern gebremst, die über Kreditkosten und die Stabilität ihrer Arbeitsplätze besorgt sind. Die Vorstände des Unternehmens warnen, dass diese Belastungen nicht schnell nachlassen werden.

Ergebnisse besser als erwartet

Der bereinigte Gewinn und die Umsätze von Home Depot übertrafen die Erwartungen der Wall-Street-Analysten im vierten Quartal.

Vorsicht der Verbraucher

Kunden, hauptsächlich Hausbesitzer mit mittleren und höheren Einkommen, schränken ihre Ausgaben aus Sorge um den Wohnungsmarkt ein.

Makroökonomischer Druck

Das Unternehmen warnt vor Herausforderungen: Erschwinglichkeit von Wohnraum, Stabilität der Arbeit und hohe Finanzierungskosten.

Die in Atlanta ansässige Baumarktkette Home Depot meldete Ergebnisse für das am 1. Februar beendete vierte Fiskalquartal, die die Markterwartungen übertrafen, obwohl der Umsatz durch eine zusätzliche Woche im Vergleichszeitraum vor einem Jahr gebremst wurde. Das Unternehmen verzeichnete einen bereinigten Gewinn von 2,57 Milliarden US-Dollar oder 2,58 US-Dollar pro Aktie. Der Schlüsselindikator für den Umsatz in Geschäften, die mindestens ein Jahr bestehen, stieg um 0,4 %, was besser war als der Durchschnitt der von Bloomberg gesammelten Prognosen. Jedoch wies das Management des Unternehmens in seinen Kommentaren auf eine deutliche Vorsicht der amerikanischen Verbraucher hin, die die weiteren Perspektiven beeinflusst. Die Kunden von Home Depot, unter denen Hausbesitzer mit mittleren und höheren Einkommen dominieren, die als eine der stärksten Ausgabengruppen in der Wirtschaft gelten, beginnen ihre Einkäufe einzuschränken. Die Hauptgründe für dieses Phänomen sind Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit auf dem Immobilienmarkt, Unsicherheit über die Stabilität der Arbeitsplätze und hohe Finanzierungskosten im Zusammenhang mit Zinserhöhungen. Das Unternehmen erwartet keine schnelle Verbesserung dieser makroökonomischen Belastungen. Der US-Wohnungsmarkt begann sich nach einer Boomphase, die durch niedrige Zinssätze während der COVID-19-Pandemie ausgelöst wurde, mit einer Reihe von Zinserhöhungen durch die Federal Reserve ab März 2022 abzukühlen. Infolgedessen begannen die Immobilienpreise zu sinken und das Transaktionsvolumen beim Hausverkauf erreichte historisch niedrige Niveaus, was sowohl Käufern als auch Verkäufern die Entscheidungsfindung erschwert.