Die spanische Nationalpolizei und die Behörden Andalusiens führen intensive Ermittlungen zum Selbstmord der 14-jährigen Angeles, einer Schülerin des IES Benalmádena in der Provinz Málaga, durch. Die Leiche des Teenagers wurde am vergangenen Wochenende in ihrem Zuhause aufgefunden. Die Eltern des Mädchens behaupten, ihre Tochter sei aufgrund von Mobbing in der Schule in psychologischer Betreuung gewesen. Offizielle Mitteilungen der Schulaufsichtsbehörde bestreiten jedoch, dass jemals Anti-Gewalt-Protokolle für das Mädchen aktiviert worden seien.
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Die Leiche der 14-jährigen Angeles wurde in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar in ihrem Zuhause in Arroyo de la Miel in Málaga gefunden.
Widersprüchliche Darstellungen
Die Eltern behaupten, ihre Tochter sei gemobbt worden, während die Schulaufsichtsbehörde angibt, dass keine Beschwerden registriert und keine Schutzverfahren eingeleitet worden seien.
Ermittlungen der Nationalpolizei
Die Behörden analysieren den Mobbing-Aspekt und prüfen, ob die Jugendliche aufgrund von Schulproblemen Hilfe von einem Psychologen erhalten hatte.
Der Tod der 14-jährigen Angeles, die Klassensprecherin am Instituto de Enseñanza Secundaria Benalmádena war, hat die lokale Gemeinschaft in der Provinz Málaga erschüttert. Das Mädchen nahm sich am vergangenen Wochenende das Leben, ihre Leiche wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 00:15 Uhr in der Wohnanlage Los Algarrobos im Stadtteil Arroyo de la Miel gefunden. Auf Bitte der Eltern, die auf ein Mobbing-Problem hinwiesen, hat die Nationalpolizei (Policía Nacional) eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob das Mädchen Opfer von Mobbing geworden war. Die Familie der Verstorbenen behauptet, Angeles habe aufgrund der schwierigen Situation in der Schule psychologische Hilfe in Anspruch genommen. Ein völlig anderes Bild der Situation zeichnet die Junta de Andalucía, die regionale Autonomieregierung. Die Regionalabgeordnete für Bildungsentwicklung, María del Carmen Castillo, informierte, dass am IES Benalmádena derzeit fünf Anti-Gewalt-Protokolle aktiv seien, keines davon betreffe jedoch Angeles. Den Behörden zufolge seien zuvor keine Hinweise auf Fehlverhalten von Mitschülern gegenüber der 14-Jährigen registriert worden. Die Schule hat Trauerbeflaggung angeordnet. Die Ermittler analysieren derzeit die Aktivität des Mädchens in sozialen Medien und ihre außerschulischen Beziehungen, um die Diskrepanz zwischen den Angaben der Eltern und der Dokumentation der Schule aufzuklären. Das spanische Bildungsrecht verschärft seit Jahren systematisch die Verfahren zur Erkennung sogenannter Gewalt unter Gleichaltrigen und führt verpflichtende Schulungen für pädagogisches Personal zur Erkennung depressiver Zustände bei Jugendlichen ein. „Derzeit sind in diesem Bildungszentrum fünf Protokolle zu Mobbing oder selbstverletzendem Verhalten aktiviert, aber keines steht im Zusammenhang mit dieser konkreten Schülerin.” — María del Carmen Castillo Der Fall hat eine öffentliche Debatte über die Wirksamkeit schulischer Frühwarnsysteme ausgelöst. Experten betonen, dass Opfer von Mobbing ihr Leiden oft vor Lehrern verbergen, wodurch formelle Verfahren wirkungslos bleiben. Die Polizei schließt kein Szenario aus, einschließlich Mobbing außerhalb des Schulgeländes oder im digitalen Raum, was der Aufmerksamkeit der Pädagogen entgangen sein könnte. Linke Medien betonen die Unzulänglichkeit systemischer Kinderschutzprotokolle und die Notwendigkeit einer besseren Finanzierung psychologischer Betreuung in Schulen. | Konservative Medien legen Wert auf die Autorität der Bildungseinrichtungen und die Notwendigkeit, die Behauptungen der Familie vor einer Anschuldigung der Schule genau zu überprüfen.
Mentioned People
- Angeles — Vierzehnjährige Schülerin und Klassensprecherin am IES Benalmádena, die durch Selbstmord starb.
- María del Carmen Castillo — Andalusische Regionalabgeordnete für Bildung, die das Fehlen von Mobbing-Meldungen bezüglich der Verstorbenen kommentiert.