Vor dem Gericht in Frankfurt am Main stehen acht Männer angeklagt, die öffentliche Hinrichtung eines 27-Jährigen geplant und ausgeführt zu haben. Der tragische Vorfall ereignete sich im August 2024 auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs. Die Ermittler geben an, dass das Motiv für das Verbrechen eine generationenübergreifende Blutfehde zwischen türkischen Familien war und das Opfer durch seine Aktivität in sozialen Medien, wo er Live-Streams durchführte, ausfindig gemacht wurde.
Brutale Hinrichtung auf dem Bahnsteig
Der Mord ereignete sich im August 2024 am Hauptbahnhof in Frankfurt, wo dem Opfer in den Hinterkopf geschossen wurde.
Motiv der blutigen Rache
Die Ermittler geben einen Clankonflikt in der Türkei als direkte Ursache für den Angriff auf den 27-jährigen Mann an.
Überwachung durch TikTok
Die Angeklagten wählten das Opfer aus und verfolgten es dank seiner Live-Streams in sozialen Medien, die seinen Standort verrieten.
Am Freitag begann vor dem Landgericht Frankfurt am Main einer der erschütterndsten Strafprozesse der letzten Jahre. Auf der Anklagebank sitzen acht Männer im Alter von 22 bis 56 Jahren, die die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft besitzen. Sieben von ihnen werden des Mordes aus niedrigen Beweggründen beschuldigt, während einer wegen Beihilfe und Planung der Straftat angeklagt ist. Die Anklageschrift beschreibt detailliert den Moment des Angriffs, der sich am 20. August 2024 ereignete. Der Haupttäter soll sich dem Opfer von hinten auf dem voller Leben pulsierenden Bahnsteig genähert und aus nächster Nähe Schüsse direkt in den Kopf des 27-Jährigen abgegeben haben. Die Staatsanwaltschaft hat keine Zweifel, dass der Hintergrund des Verbrechens eine blutige Rache war, die aus einem in der Türkei tobenden Familienkonflikt resultierte. Genau diese Altlasten führten zur Auswahl des Opfers. Besonders auffällig in diesem Fall ist, dass die Angeklagten moderne Technologien nutzten, um ihr Ziel zu lokalisieren. Der 27-jährige Mann war ein aktiver Nutzer der Plattform TikTok, wo er regelmäßig Videomaterial veröffentlichte und Live-Streams durchführte. Die Analyse dieser Aufnahmen ermöglichte es den Tätern, den genauen Aufenthaltsort des Opfers am Tag des Anschlags zu bestimmen und seine Zugreise nach Frankfurt zu verfolgen. Das Phänomen der Familienfehde, obwohl in Westeuropa marginal, kommt in traditionellen Gemeinschaften einiger Regionen Kleinasiens und des Balkans immer noch vor und stellt eine Herausforderung für moderne Rechtssysteme dar. Der Prozess findet unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen statt, aufgrund des Risikos weiterer Gewalttaten zwischen den beteiligten Clans. Das Gerichtsgebäude wird von zahlreichen Polizeieinheiten bewacht, und alle Eintretenden werden einer gründlichen Kontrolle unterzogen. Die Verhandlung hat Präzedenzcharakter aufgrund der Brutalität der Tat an einem öffentlichen Ort und der zynischen Nutzung von sozialen Medien als Überwachungswerkzeug vor dem Mord. Das Urteil in diesem Fall wird nach Abschluss des mehrmonatigen Beweisverfahrens erwartet. „Die Angeklagten nutzten die Aktivität des Opfers auf der Plattform TikTok, um seinen Standort genau zu bestimmen und die Hinrichtung durchzuführen.” — Vertreterin der Staatsanwaltschaft 8 — Männer, die der Beteiligung an dem Verbrechen beschuldigt werden