Der europäische Industriesektor kämpft mit einer beispiellosen Welle von Herausforderungen, von Massenentlassungen in Deutschland über aggressive Expansion chinesischer Waren bis hin zu einem globalen Mangel an elektronischen Komponenten. Die Schließungsrate von Werken auf dem Alten Kontinent hat sich versechsfacht, und die Technologiebranche verliert den Zugang zu entscheidenden Speichern und Festplatten, die vollständig vom Sektor der künstlichen Intelligenz aufgekauft werden. Der Polnische Verband der Chemischen Industrie warnt, dass ohne Eingreifen der Europäischen Kommission die Deindustrialisierung zu einem unumkehrbaren Prozess wird.
Zusammenbruch der deutschen Industrie
In Deutschland sank die Industriebeschäftigung im Jahr 2025 um 124.000 Personen, wovon besonders der Automobilsektor und der Maschinenbau betroffen waren.
KI verzehrt den Komponentenmarkt
Technologiegiganten haben die Produktionskapazitäten von Micron und Western Digital bis 2026 reserviert, was die Preise für RAM und SSD für Verbraucher drastisch erhöht.
Chinesischer Preisdruck
Chinesische Exporte überschwemmen Europa und bieten Produkte zu Preisen an, die um mehrere Dutzend Prozent niedriger sind, was das Überleben von EU-Produzenten in Textilien und Chemie bedroht.
Probleme von Airbus und der Luftfahrt
Airbus senkte die Produktionsprognosen für das Modell A320neo bis 2027 aufgrund chronischer Verzögerungen bei den Triebwerkslieferungen von Pratt & Whitney.
Die Verfassung der europäischen Wirtschaft verschlechtert sich in alarmierendem Tempo, was die neuesten Daten aus Schlüsselsektoren bestätigen. In Deutschland, bisher der Antriebsmotor des Kontinents, wurde Ende 2025 ein Beschäftigungsrückgang von 124.000 Personen verzeichnet, was einer Reduktion von 2,3% im Jahresvergleich entspricht. Am stärksten betroffen war der Automobilsektor, wo 46.000 Fachkräfte ihre Arbeit verloren. Gleichzeitig weist der Polnische Verband der Chemischen Industrie darauf hin, dass sich die Schließungsrate von Industriebetrieben in Europa seit 2022 versechsfacht hat. Die Situation wird dadurch verschärft, dass die Europäische Kommission bisher nur 17% der in der Antwerpener Erklärung enthaltenen Forderungen umgesetzt hat, die die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Produzenten vor billigen Importen aus Asien schützen sollte. Die Antwerpener Erklärung vom Februar 2024 war ein verzweifelter Appell von 73 Branchenführern zur Schaffung eines Sauberen Industriepakts, um Kapital- und Produktionsabwanderung außerhalb der Europäischen Union angesichts hoher Energiekosten zu verhindern.Parallel dazu herrscht eine Krise auf dem Technologiemarkt, angetrieben durch die unersättliche Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Giganten wie Microsoft, Meta oder Amazon kaufen die gesamte verfügbare Produktion von RAM-Speichern, SSD-Festplatten und HBM4-Chips auf. Das Unternehmen Micron Technology hat bereits angekündigt, dass seine Produktionskapazitäten für das Jahr 2026 vollständig ausverkauft sind. Die Auswirkungen dieses Phänomens treffen direkt Verbraucher und kleinere Hersteller. Valve hat den Verkauf der Steam Deck-Konsole aufgrund von Komponentenmangel eingestellt, und die Preise für Grafikkarten in Polen erreichen Rekordniveaus. Selbst Apple erwägt aus Angst vor Gewinnmargen den Einsatz billigerer Speicher aus China, die auf der schwarzen Liste des Pentagon stehen. Beschäftigungsabbau in der deutschen Industrie 2025: Automobilsektor: 46000, Metallverarbeitung: 18000, Maschinenbau: 13000, Übrige Branchen: 47000 Auf polnischem Boden sind negative Tendenzen in den Ergebnissen des Unternehmens Stalprodukt sichtbar, das im IV. Quartal 2025 einen Nettoverlust von 17,21 Mio. Złoty verzeichnete. Mängel bei systemischen Lösungen im Energiepreisbereich führen dazu, dass polnische Hütten und Chemiewerke gegenüber der Flut von Waren aus dem Reich der Mitte nicht wettbewerbsfähig sind. Das Handelsdefizit in den Beziehungen zu China vertieft sich, da chinesische Exporteure, die durch Zölle vom amerikanischen Markt verdrängt werden, den Strom billiger Waren nach Europa umleiten. Ökonomen von Crédit Agricole warnen, dass in einigen Branchen wie Textilien oder Pharmazeutika die Importpreise um mehrere Dutzend Prozent gefallen sind, was für lokale Unternehmen die Notwendigkeit einer Insolvenz bedeuten kann. „Die Europäische Kommission hat immer noch 83 Prozent der Vorgaben der Antwerpener Erklärung nicht umgesetzt, was unsere Industrie in eine äußerst schwierige Lage bringt.” — Tomasz Zieliński6-fach — hat sich die Schließungsrate von Fabriken in Europa erhöht Lieferkrise in der Technologiebranche: Verfügbarkeit von Western Digital-Festplatten: Sofort verfügbar → Bis Ende 2026 ausverkauft; RAM-Speicherpreise: Standardniveau → Anstieg um bis zu das Fünffache; Verfügbarkeit Steam Deck: Vollständige Verfügbarkeit → Verkauf eingestelltLiberale Medien legen Wert auf die Notwendigkeit der Energiewende und sehen Chancen in der grünen Industrie, kritisieren jedoch die regulatorische Trägheit der EU. | Konservative Medien betonen die Schädlichkeit der EU-Klimapolitik und den mangelnden Schutz des Marktes vor unfairem Wettbewerb aus China.
Mentioned People
- Tomasz Zieliński — Präsident des Polnischen Verbands der Chemischen Industrie (PIPC), der vor dem Tempo der Deindustrialisierung Europas warnt.
- Bill McDermott — CEO von ServiceNow, der den Kauf von Aktien des eigenen Unternehmens im Wert von 3 Millionen Dollar ankündigte.
- Irving Tan — CEO von Western Digital, der über den vollständigen Ausverkauf der Festplattenbestände informierte.
- Mario Draghi — Autor des Berichts zur Wettbewerbsfähigkeit der EU, der vor scharfer Konkurrenz aus China warnt.