Die Regierungen Irlands und Spaniens haben entschlossene Schritte angekündigt, um die Sicherheit Minderjähriger im Internet zu erhöhen. Das irische Kabinett erwägt im Rahmen einer neuen digitalen Strategie ein gesetzliches Verbot der Nutzung sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren. Gleichzeitig hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez die Staatsanwaltschaft angewiesen, Ermittlungen gegen die Plattformen X, Meta und TikTok wegen der Verbreitung von durch künstliche Intelligenz generiertem pädophilem Material einzuleiten.
Irisches Social-Media-Verbot
Die Regierung in Dublin plant die Einführung von Vorschriften, die den Zugang zu sozialen Plattformen für Personen unter 16 Jahren einschränken, um die Online-Sicherheit zu verbessern.
Spanische Ermittlungen gegen Giganten
Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Ermittlungen gegen X, Meta und TikTok angeordnet und wirft ihnen unzureichenden Kampf gegen durch KI generierte Pädophilie vor.
Klima-Erfolg von Microsoft
Der Technologiegigant gab in Irland bekannt, dass er seinen jährlichen Energieverbrauch durch Einkäufe aus erneuerbaren Quellen ausgeglichen hat und damit das für 2020 gesetzte Ziel erreicht hat.
Die Regierung Irlands hat die Grundzüge einer neuen Digital- und KI-Strategie vorgestellt, die darauf abzielt, den Schutz von Kindern vor Online-Gefahren radikal zu erhöhen. Ein zentrales Element des Plans ist die Einführung von Altersbeschränkungen für soziale Plattformen. Obwohl erste Berichte ein sofortiges Verbot für Personen unter 16 Jahren nahelegten, präzisierten Regierungsvertreter, dass derzeit Konsultationen mit der Europäischen Union laufen, um gemeinsame, kontinentale Standards zu erarbeiten. Irland, das die kommende EU-Ratspräsidentschaft innehat, beabsichtigt, Online-Sicherheit zu einem Schwerpunkt seiner Agenda zu machen, schließt jedoch einseitige gesetzgeberische Maßnahmen nicht aus, wenn auf EU-Ebene keine Einigung erzielt wird. Im Jahr 2018 trat die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, die es den Mitgliedstaaten ermöglichte, die Altersgrenze für die sogenannte digitale Einwilligung selbstständig im Bereich von 13 bis 16 Jahren festzulegen.Gleichzeitig hat Spanien beispiellose rechtliche Schritte gegen die größten Technologiekonzerne eingeleitet. Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die nationale Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Verantwortung der Dienste X, Meta (Eigentümer von Facebook und Instagram) und TikTok für die Verbreitung illegaler Inhalte zu untersuchen. Es geht um Materialien, die den Missbrauch von Kindern darstellen und mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Die Behörden in Madrid argumentieren, dass die Giganten aus dem Silicon Valley nicht genug tun, um schädliche Inhalte zu moderieren, was direkt die Würde und psychische Gesundheit der jüngsten Bürger beeinträchtigt. Diese Maßnahmen sind Teil eines breiteren globalen Trends, der von Australien initiiert wurde, das als eines der ersten Länder strenge Altersbeschränkungen für den Internetzugang einführte. Parallel zu den Debatten über Sicherheit informierte der Konzern Microsoft über die Erreichung eines wichtigen Klimaziels in seinem Rechenzentrum bei Dublin. Das Unternehmen gab bekannt, dass sein globaler Energieverbrauch nun vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird. Dies ist eine bedeutende Erklärung angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich der Belastung des Stromnetzes durch die Infrastruktur, die die KI-Entwicklung unterstützt. Microsoft, das in Irland fast 6800 Mitarbeiter beschäftigt, führt eine neue Serverkühlungsstruktur ein, die den Wasserverbrauch eliminieren soll, um Kritik an der Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch den Technologiesektor zu begegnen. „Die Straflosigkeit dieser Giganten muss ein Ende haben. Der Staat darf nicht zulassen, dass Plattformen die psychische Gesundheit und die Rechte unserer Kinder untergraben.” — Pedro Sánchez16 Jahre — vorgeschlagene Altersgrenze für soziale Medien in IrlandAlter der digitalen Einwilligung in ausgewählten Ländern (geplant): Australien: 16, Irland: 16, Spanien: 14, Frankreich: 15Änderungen im Umgang mit der Regulierung von Big Tech: Altersüberprüfung: Mündliche Benutzererklärungen → Digitale Geldbörsen und Biometrie; Verantwortung der Plattformen: Begrenzte Moderation → Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen für KI-InhalteLiberale Medien legen Wert auf die technologische Innovationskraft von Microsoft und die Informationsfreiheit und warnen vor übermäßiger Überwachung bei der Altersüberprüfung. | Konservative Medien unterstützen radikale Verbote des Zugangs zu sozialen Medien und betrachten sie als notwendiges Instrument zum Schutz traditioneller Werte und der Familie.
Mentioned People
- Pedro Sánchez — Ministerpräsident Spaniens, der Ermittlungen gegen Technologiegiganten zum Schutz von Kindern eingeleitet hat.
- Micheál Martin — Vizeministerpräsident Irlands (Tánaiste), der Frustration über Lecks des Berichts zur Digitalstrategie äußerte.
- Melanie Nakagawa — Direktorin für Nachhaltigkeit bei Microsoft.