Der Ministerrat hat den Gesetzentwurf zum Nationalen Register für gekennzeichnete Hunde und Katzen (KROPiK) gebilligt, der eine flächendeckende Chippflicht für Hunde einführt. Die neue, vom Landwirtschaftsministerium erarbeitete Regelung zielt darauf ab, die Obdachlosigkeit von Tieren drastisch zu reduzieren und die Kosten der Kommunen für die Unterhaltung von Tierheimen zu senken. Das System umfasst verpflichtend alle Hunde sowie ausgewählte Katzengruppen, darunter Tiere, die zum Verkauf bestimmt sind oder in Betreuungseinrichtungen untergebracht werden.

Flächendeckendes Register KROPiK

Es entsteht eine zentrale Datenbank, die von der ARiMR geführt wird und Informationen über gekennzeichnete Tiere speichert.

Pflichtchippen für Hunde

Jeder Hund in Polen muss einen Mikrochip mit einer eindeutigen Identifikationsnummer besitzen, die dem Besitzer zugeordnet ist.

Selektive Pflicht für Katzen

Das Chippen von Katzen ist nur in Tierheimen und Zuchten erforderlich, für andere Besitzer bleibt es freiwillig.

Reduzierung der Gemeindekosten

Das System soll die Ausgaben der Kommunen für Tierheime durch schnellere Auffindung der Tierbesitzer begrenzen.

Die Regierung von Donald Tusk hat grünes Licht für eine grundlegende Reform im Tierschutz gegeben. Der Gesetzentwurf zum Nationalen Register für gekennzeichnete Hunde und Katzen (KROPiK) sieht die Einführung eines elektronischen Identifikationssystems vor, das eine schnelle Feststellung der Identität des Besitzers eines verlorenen oder ausgesetzten Tieres ermöglicht. Landwirtschaftsstaatssekretär Jacek Czerniak gab die Entscheidung der Regierung während einer Sitzung des außerordentlichen Sejm-Ausschusses bekannt und betonte, dass dies ein Meilenstein im Kampf gegen die Obdachlosigkeit von Vierbeinern sei. Polen kämpft seit Jahren mit dem Problem überfüllter Tierheime. Laut Berichten des Obersten Rechnungshofs (NIK) aus vergangenen Jahrzehnten verhinderte das Fehlen einer zentralen Datenbank die wirksame Durchsetzung der Verantwortung von Besitzern für das Aussetzen von Tieren.Die neuen Vorschriften legen eine absolute Pflicht zum Chippen für alle Hundebesitzer fest. Bei Katzen wird diese Pflicht selektiv sein – sie soll Tiere in Tierheimen und solche betreffen, die in den Handel gebracht werden. Andere Katzenbesitzer können ihre Haustiere freiwillig registrieren lassen. Die Umsetzung der Aufgabe soll der Agentur für Restrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) übertragen werden, die als Betreiber der Datenbank fungieren wird. Gleichzeitig werden im Sejm parallel Bürger- und Abgeordneteninitiativen verhandelt, darunter die Initiative „Stop łańcuchom, pseudohodowlom i bezdomności zwierząt” (Stoppt Ketten, Pseudozuchten und Tierobdachlosigkeit), die von über 500.000 Bürgern unterzeichnet wurde. „Chciałem podzielić się radosną nowiną. Rząd przyjął projekt ustawy o Krajowym Rejestrze Oznakowanych Psów i Kotów.” (Ich wollte eine freudige Nachricht teilen. Die Regierung hat den Gesetzentwurf zum Nationalen Register für gekennzeichnete Hunde und Katzen verabschiedet.) — Jacek CzerniakDas Schlüsselargument für die Einführung der Änderungen ist der wirtschaftliche Aspekt. Derzeit geben die Gemeinden jährlich Hunderte Millionen Złoty für das Einfangen und die Unterbringung obdachloser Tiere in Tierheimen aus. Dank der Registrierung und Identifikation sollen diese Kosten erheblich sinken, da die Tiere schneller in ihre Häuser zurückkehren können, anstatt lebenslang in kommunalen Einrichtungen zu verbringen.

Perspektywy mediów: Betont den humanitären Aspekt und den Kampf gegen das Leid der Tiere, hebt die Rolle von Sozialorganisationen beim Druck auf die Regierung hervor. Weist auf die Kosten für die Besitzer und die potenzielle Bürokratie bei der Einrichtung eines neuen staatlichen Registers hin.

Mentioned People

  • Jacek Czerniak — Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, der über die Regierungsentscheidung informierte.
  • Donald Tusk — Ministerpräsident, dessen Regierung den Gesetzentwurf verabschiedete.
  • Ewa Szymanowska — Abgeordnete, die den Abgeordnetenentwurf zur Verhinderung von Tierobdachlosigkeit begründete.