Die Berliner Landesregierung erarbeitet das erste deutsche Landesgesetz, das die Demokratie fördern und Extremismus bekämpfen soll. Der Gesetzentwurf, geleitet von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), soll im Juli 2026 vom Berliner Senat verabschiedet werden. Das Gesetz soll stabile Finanzierungsrahmen für zivilgesellschaftliche Organisationen schaffen, die sich für Demokratie einsetzen.
Erstes Landesgesetz in der Bundesrepublik
Berlin erarbeitet das erste deutsche Gesetz auf Landesebene, das die Demokratie fördern und Extremismus bekämpfen soll.
Stabile Finanzierung für NGOs
Das Gesetz soll langfristige und planbare Finanzierung für Projekte demokratiefördernder Nichtregierungsorganisationen garantieren.
Verabschiedung für Juli geplant
Die regierende Koalition aus SPD, Grünen und Linke plant die Verabschiedung des Gesetzentwurfs im Berliner Senat für Juli 2026.
Antwort auf Demokratiegefährdungen
Die Initiative ist eine Reaktion auf wachsende Gefahren für die Demokratie, einschließlich Angriffen auf gesellschaftlich und politisch engagierte Personen.
Die Landesregierung von Berlin erarbeitet ein für Deutschland wegweisendes Landesgesetz zur Demokratieförderung. Das Projekt wird von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands geleitet. Hauptziel der Gesetzgebung ist die Schaffung dauerhafter und transparenter rechtlicher Rahmenbedingungen für die Finanzierung zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich der Förderung demokratischer Werte, der politischen Bildung und der Extremismusprävention widmen. Das Gesetz soll diesen Akteuren Finanzierungssicherheit gewährleisten, was für die Planung langfristiger Projekte entscheidend ist. Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die in den letzten Jahren beobachteten wachsenden Gefahren für die Demokratie, einschließlich verbaler und körperlicher Angriffe auf Personen, die sich gesellschaftlich und politisch engagieren. Der Gesetzentwurf wurde bereits zur ressortübergreifenden Abstimmung vorgelegt. Die in Berlin regierende Koalition aus SPD, Grünen und Linke geht davon aus, dass der Senat des Landes die endgültige Fassung des Gesetzes im Juli 2026 verabschieden wird. Sollte das Gesetz in Kraft treten, wäre Berlin das erste Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland mit einem solchen Rechtsakt auf Landesebene. Deutschland ist seit der Wiedervereinigung 1990 eine Bundesrepublik, in der die Zuständigkeiten zwischen der Bundesebene (Bund) und den sechzehn Ländern (Länder) aufgeteilt sind. Diese Länder verfügen über weitreichende Gesetzgebungskompetenzen in vielen Bereichen, einschließlich Kultur, Bildung und Soziales, was es ihnen ermöglicht, im Rahmen des föderalen Systems eigene politische Schwerpunkte zu setzen.
Mentioned People
- Cansel Kiziltepe — Sozialsenatorin in der Berliner Landesregierung für die SPD, verantwortlich für den Gesetzentwurf zur Demokratieförderung.