Die polnische Energiewirtschaft hat eine bisher unerreichte Entwicklungsstufe erreicht. Daten des Ministeriums für Klima und Umwelt zeigen, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten installierten Leistung des Landes Ende 2025 die 50-Prozent-Marke überschritten hat. Dies ist ein historischer Moment, der mit einer Rekordstromerzeugung aus grünen Quellen einhergeht, die fast ein Drittel des nationalen Verbrauchs deckt. Dieser Prozess wird sowohl durch große Investitionen als auch durch die wachsende Aktivität von Prosumern unterstützt.

Historischer Leistungsrekord

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Leistung in Polen überschritt Ende 2025 die 50 %-Marke und erreichte genau 50,04 % (über 37 GW).

Rekordenergieerzeugung

Im vergangenen Jahr produzierten grüne Quellen 55 TWh Strom, was 31,41 % der gesamten Stromerzeugung des Landes ausmacht.

Dynamisches Prosumer-Wachstum

Die Leistung der Prosumer-Anlagen stieg auf 13 GW, und die von ihnen ins Netz eingespeiste Energiemenge erhöhte sich um fast 10 %.

Die polnische Energiewirtschaft hat einen Wendepunkt erreicht. Wie die Ministerin für Klima und Umwelt, Paulina Hennig-Kloska, mitteilte, betrug der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) an der installierten Leistung Ende Dezember 2025 genau 50,04 %, was 37.777 MW entspricht. Dies ist ein beispielloses Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das polnische System vor fünf Jahren noch fast ausschließlich auf fossilen Brennstoffen basierte. Dieser Anstieg ist nicht nur theoretisch; die tatsächliche Energieerzeugung aus grünen Quellen erreichte im vergangenen Jahr 55 TWh, was 31,41 % der gesamten Stromerzeugung des Landes ausmacht. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag dieser Wert bei nur 17,83 %. Ein Schlüsselelement dieser Transformation ist die Entwicklung von Prosumern. Allein im Jahr 2025 speisten sie 8,7 TWh Energie ins Netz ein, was einem Anstieg von fast 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtleistung der Prosumer-Anlagen stieg auf 13 GW. Die Effizienz dieser Systeme verbesserte sich dank günstiger Wetterbedingungen und dem Trend, dass Privatverbraucher leistungsstärkere Einheiten installieren. Gleichzeitig ist ein Rückgang der Emissionsintensität des polnischen Stroms zu beobachten. Die Emissionsintensität sank zeitweise auf 650 g CO2/kWh, während vor einigen Jahren noch Werte von 800-900 g CO2/kWh üblich waren. Die polnische Energiewende gewann nach 2015 an Fahrt, als der regulatorische Druck der Europäischen Union sowie sinkende Kosten für Photovoltaik- und Windtechnologien den Ausstieg aus der Dominanz von Stein- und Braunkohle erzwangen. Zitat von Paulina Hennig-Kloska: "Hinter uns liegt ein bahnbrechender Moment in der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Polen! Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Leistung in unserem Land 50 % überschritten." Liniendiagramm mit dem Titel "Anstieg des EE-Anteils an der Energieerzeugung in Polen" in Prozent: 2020: 17,83, 2025: 31,41 Schlüsselzahl: 37.777 MW Gesamtleistung aus grüner Energie in Polen Experten des Instituts für Erneuerbare Energien (IEO) weisen darauf hin, dass das Jahr 2026 eine Überprüfungsphase für viele Projekte sein wird, die bisher nur auf dem Papier existierten. Eine Herausforderung bleibt die Modernisierung der Übertragungsnetze, um die wachsende Menge wetterabhängiger Energie aufnehmen zu können. Auf internationaler Ebene setzen auch Unternehmen ehrgeizige Ziele; Microsoft gab bekannt, dass bereits 100 % seines jährlichen Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen, was ein Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung der negativen Emissionsstrategie bis 2030 ist. Polen, das im Vergleich zu anderen EU-Ländern immer noch einen hohen CO2-Fußabdruck hat, holt bei der Transformation dynamisch auf. Bias: Liberale Medien betonen die Notwendigkeit eines schnelleren Ausstiegs aus der Kohle und loben Prosumer für die energiepolitische Revolution von unten. Konservative Redaktionen weisen auf die Kosten der Netzmodernisierung und die Stabilität des Systems hin, das nach wie vor konventionelle Quellen benötigt.

Mentioned People

  • Paulina Hennig-Kloska — Ministerin für Klima und Umwelt, die die Rekorddaten zu den erneuerbaren Energien in Polen bekannt gab.