Norwegen steht nach der Veröffentlichung von Dokumenten, die dortige Eliten mit Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, vor einer tiefen Imagekrise. Marina Lacerda, ein Opfer des US-Finanziers, hat Prinzessin Mette-Marit öffentlich beschuldigt, ihre Beziehung zum Kriminellen nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Der Skandal betrifft auch führende Diplomaten, darunter Terje Roed-Larsen, sowie sozialdemokratische Politiker, was die ethische Grundlage Norwegens als humanitäre Führungsmacht auf internationaler Bühne untergräbt.
Prinzessin unter Beschuss
Ein Opfer Epsteins, Marina Lacerda, greift Mette-Marit wegen ihrer Beziehung zum Finanzier an und fordert volle Aufrichtigkeit sowie öffentliche Sühne.
Sturz der Superdiplomaten
Ein norwegisches Diplomatenpaar, Terje Roed-Larsen und Mona Juul, hat nach der Aufdeckung ihrer Verbindungen zum Netzwerk von Jeffrey Epstein an Autorität verloren.
Reaktion des Königshofs
Die Prinzessin von Norwegen gab eine Erklärung bei NRK ab und erklärte, sie sei erschüttert und unterstütze als Mutter die Stimmen der betroffenen Frauen.
Imagekrise des Staates
Der Skandal untergräbt die Rolle Norwegens als humanitärer Führer und legt das Fehlen von Kontrollmechanismen im dortigen politischen System offen.
Weitere Veröffentlichungen von Dokumenten über das pädophile Netzwerk von Jeffrey Epstein haben in Norwegen beispiellose Erschütterungen ausgelöst. Im Zentrum der Kontroverse steht Prinzessin Mette-Marit, deren frühere Kontakte zum Finanzier erneut scharfer Kritik ausgesetzt sind. Eines der Opfer, Marina Lacerda, warf der norwegischen Aristokratin in einem emotionalen Interview für den Sender NRK mangelnde Aufrichtigkeit und Empathie vor. Lacerda, die als Teenager von Epstein missbraucht wurde, fordert von der Prinzessin klare Entschuldigungen und Unterstützung für die Opfer, nicht nur formelle Pressemitteilungen. Die Prinzessin antwortete mit einer schriftlichen Erklärung, in der sie tief bewegt von den Geschichten der Opfer sprach und ihre Unterstützung für deren Stimmen als Frau und Mutter betonte. Die Imagebelastung der norwegischen Königsfamilie erfolgt zu einer Zeit, in der das Vertrauen in die skandinavischen Monarchien von der Öffentlichkeit genau beobachtet wird und jeder Makel am Image die Stabilität der Institution beeinflusst.Der Skandal geht jedoch weit über die Palastmauern hinaus. Die Dokumente enthüllten Verbindungen zum Epstein-Umfeld angesehener Diplomaten wie Terje Roed-Larsen, Mitarchitekt der Osloer Abkommen, und seiner Frau Mona Juul. Ihr Sturz, von den Medien als „senkrechter Absturz” bezeichnet, symbolisiert die Krise der gesamten politischen Kaste. Deutsche und Schweizer Medien stellen fest, dass die norwegischen Kontrollsysteme versagt haben, indem sie die Infiltration der Eliten durch eine wegen Sexualstraftaten verurteilte Person zuließen. Weitere E-Mails aus dem Jahr 2013 deuten darauf hin, dass Personen aus Epsteins Umfeld ihn fast liebevoll schätzten, was ihre Fähigkeit zur rationalen Bewertung geschäftlicher und privater Kontakte in Frage stellt. „Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten vieler Opfer Epsteins und sie haben meine volle Unterstützung.” — Mette-Marit, Prinzessin von Norwegen Dieses Phänomen verändert drastisch die Wahrnehmung Norwegens in der Welt. Aus einem Land, das sich als humanitäre Supermacht darstellt, ist Oslo zu einem Symbol für Korruption und mangelnde Wachsamkeit der Eliten geworden. Medien weisen darauf hin, dass in Norwegen pro Einwohner derzeit mehr kompromittierte Würdenträger in den Epstein-Akten stehen als in jeder anderen europäischen Nation. Das Ausmaß der Verbindungen legt nahe, dass der Aufarbeitungsprozess langwierig und schmerzhaft für viele staatliche Institutionen sein wird, einschließlich der sozialdemokratischen Elite, die jahrzehntelang die Außen- und Innenpolitik des Landes geprägt hat. Jeffrey Epstein, ein US-Finanzier, wurde des Menschenhandels und sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt. Er starb 2019 in Haft und hinterließ eine Kontaktliste mit den mächtigsten Menschen der Welt.Anzahl der Erwähnungen von Eliten in den Epstein-Akten nach Regionen: Norwegen: 12, Großbritannien: 8, Deutschland: 4, Frankreich: 352 Jahre — beträgt das aktuelle Alter der norwegischen Prinzessin Mette-MaritLiberale Medien legen den Schwerpunkt auf systemische Fehler der Monarchie und die Notwendigkeit der Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Verteidigung der Staatsinstitutionen vor Verleumdung und auf das Unglück früherer Bekanntschaften der Prinzessin.
Mentioned People
- Mette-Marit — Norwegische Kronprinzessin, Ehefrau von Prinz Haakon, beschuldigt, enge Beziehungen zu Jeffrey Epstein unterhalten zu haben.
- Jeffrey Epstein — Verstorbener US-Finanzier und Sexualstraftäter, Gründer eines pädophilen Netzwerks.
- Marina Lacerda — US-amerikanisches Opfer Epsteins, das öffentlich Aufklärung von den norwegischen Eliten fordert.
- Terje Roed-Larsen — Norwegischer Diplomat, Schlüsselfigur im Nahost-Friedensprozess, in die Epstein-Affäre verwickelt.