Beamte der Nationalpolizei in Madrid führten eine spektakuläre Operation im Stadtteil Villaverde durch und zerschlugen einen Familienclan, der einen gigantischen Marihuana-Anbaukomplex betrieb. Die Kriminellen hatten nahezu einen gesamten Wohnblock in der Beniferri-Straße übernommen und ihn in ein hochspezialisiertes Zentrum für die Herstellung und Verpackung von Drogen verwandelt. Bei der Razzia wurden tausende Pflanzen, fertiges Marihuana und Langwaffen sichergestellt, was das Ausmaß und die Brutalität der Aktivitäten der Gruppe, die als "La Oficina" ("Das Büro") bekannt ist, unterstreicht.
Zerschlagung des Clans La Oficina
Die Polizei zerschlug eine familiäre kriminelle Struktur, die ein Makro-Produktionszentrum für Marihuana im Madrider Stadtteil Villaverde betrieb.
Übernahme eines gesamten Wohnblocks
Die Kriminellen besetzten 15 Wohnungen in der Beniferri-Straße und verwandelten sie in 13 professionelle Indoor-Plantagen.
Enorme Drogenmengen
Die Behörden beschlagnahmten 4300 Pflanzen, 30 kg Marihuana sowie gefährliche Waffen, darunter ein Sturmgewehr.
Die spanische Nationalpolizei hat eine der größten Operationen gegen städtische Drogenplantagen in der Landeshauptstadt durchgeführt. Die Beamten gingen gegen einen Familienclan vor, der die Gebäude mit den Hausnummern 28, 30 und 32 in der Beniferri-Straße im Stadtteil Villaverde unter seine Kontrolle gebracht hatte. Die organisierte kriminelle Vereinigung, die intern unter dem Kryptonym "La Oficina" operierte, hatte es geschafft, bis zu 15 Wohnungen in einem einzigen Block zu besetzen und sie in professionelle Indoor-Labore und Plantagen umzuwandeln. Im Zuge der Durchsuchungen, die 16 Räumlichkeiten umfassten, beschlagnahmten die Polizisten 4300 Cannabispflanzen und 30 Kilogramm fertige Marihuana-Blüten. Das professionelle Ausmaß der Gruppe wird dadurch unterstrichen, dass die Plantagen diversifiziert und nach Wachstumsstadien aufgeteilt waren, was eine kontinuierliche Versorgung des Schwarzmarktes sicherstellte. Während der Operation wurde auch ein Sturmgewehr sichergestellt, was auf die hohe Gefährlichkeit des Clans und seine Bereitschaft zur bewaffneten Verteidigung seines Drogenimperiums hindeutet. Spanien kämpft seit Jahren mit dem Problem illegaler Marihuana-Plantagen in Wohngebäuden, was häufig zu Bränden und Überlastungen des Stromnetzes führt. Der Stadtteil Villaverde in Madrid ist eines der am stärksten betroffenen Gebiete, wo organisierte Kriminalität verlassene oder überschuldete Wohnungen infiltriert. Die Polizeiaktionen ergaben, dass nur wenige Wohnungen im gesamten Block tatsächlich von unbeteiligten Mietern bewohnt waren, die im Schatten des kriminellen Treibens lebten. Die meisten der vom Clan kontrollierten Immobilien dienten ausschließlich Produktionszwecken. Die Polizei betont, dass die Zerschlagung dieser Struktur die Drogenverteilung in den südlichen Bezirken Madrids erheblich einschränken wird. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an, und die Beamten schließen weitere Festnahmen von Personen, die mit der Finanzierung und Logistik des "Büros" in Verbindung stehen, nicht aus. Beschlagnahmte Materialien in Villaverde: Pflanzen: 4300, Marihuana (kg): 30, Schusswaffen: 1, Durchsuchte Räumlichkeiten: 16 15 — so viele Wohnungen in einem Block nutzten die Kriminellen für die Drogenproduktion