An der deutschen Ostseeküste haben große NATO-Landeübungen unter dem Codenamen Steadfast Dart 26 begonnen. An den Manövern nehmen 15 Schiffe und fast 2600 Soldaten teil, darunter die Elitespitze des Bündnisses. Ziel der Operation ist es, die schnelle Verlegung von Truppen aus Südeuropa zu testen, um die Ostflanke angesichts einer potenziellen Bedrohung zu verstärken. Die Militäraktionen umfassten den Truppenübungsplatz Putlos und das Zentrum Hannovers.

Landeübung auf dem Truppenübungsplatz Putlos

Fast 2,6 Tausend Soldaten und 15 Schiffe üben die Landung an der Ostseeküste, um die Ostflanke der NATO zu verstärken.

Behinderungen in Hannover

Die Anwesenheit von NATO-Truppen verursachte einen Verkehrskollaps im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt, einschließlich der Sperrung der Umgebung des Alten Rathauses.

Test der Allied Reaction Force

Das Bündnis testet die neue ARF-Spitze, indem es die schnelle Verlegung von Einheiten aus Spanien und der Türkei in die Ostseeregion simuliert.

Im Norden Deutschlands, im Bundesland Schleswig-Holstein, finden intensive Militärübungen Steadfast Dart 26 statt. Das Manöverszenario konzentriert sich auf Landeoperationen und schnelle Reaktionen als Antwort auf eine mögliche Aggression gegen die baltischen Staaten. Ein Schlüsselelement der Übungen ist die Beteiligung der Allied Reaction Force (ARF). Im Bereich der Insel Fehmarn und auf dem Truppenübungsplatz Putlos operieren 15 Schiffe und etwa 2600 Soldaten unter anderem aus der Türkei und Spanien. Die Militärs trainieren die Sicherung von Stränden durch Kampfschwimmer, gefolgt von der Landung schwerer Ausrüstung und Marineinfanterie. Seit der illegalen Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 und der großangelegten Invasion der Ukraine im Jahr 2022 hat NATO die Größe und Häufigkeit von Übungen an der Ostflanke sukzessive erhöht. Diese Manöver zielen nicht nur darauf ab, Verfahren zu verbessern, sondern auch einen potenziellen Aggressor durch die Demonstration von Einheit und logistischer Effizienz abzuschrecken. Die Militäraktionen beschränken sich nicht nur auf Küstenübungsplätze, sondern haben direkte Auswirkungen auf das Funktionieren deutscher Städte. In Hannover wurden zahlreiche Verkehrsbeschränkungen eingeführt, wobei Bereiche um das Alte Rathaus und die Marktkirche gesperrt wurden. Die Anwesenheit von Hunderten Soldaten und gepanzerten Fahrzeugen im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt ist Teil eines Tests der Mobilität der Streitkräfte in urbanem Gelände. Diese Übungen wurden persönlich von Boris Pistorius, dem Bundesverteidigungsminister, überwacht, der betonte, dass das Bündnis vereint und bereit ist, jeden Quadratzentimeter des Territoriums der Mitgliedstaaten zu verteidigen. Diese Operationen werden von General Ingo Gerhartz kommandiert. Das Bündnis ist vereint, handlungsfähig und bereit, jeden Verbündeten jederzeit zu verteidigen. Militärexperten weisen darauf hin, dass Zeitpunkt und Ort der Übungen nicht zufällig sind. Die Machtdemonstration in der Ostsee ist ein direktes Signal in Richtung Kreml. Polen und die baltischen Staaten setzen sich seit Jahren für eine ständige Präsenz von NATO-Spitzenkräften auf ihrem Territorium ein. Manöver wie Steadfast Dart 26 beweisen, dass die Verlegung großer taktischer Verbände aus dem Süden und Westen Europas innerhalb von nur wenigen Stunden möglich ist.

Mentioned People

  • Boris Pistorius — Bundesverteidigungsminister Deutschlands, der die Manöver Steadfast Dart 26 beobachtet.
  • Ingo Gerhartz — Deutscher General, der die Operationen im Rahmen der NATO-Übungen kommandiert.