Vor Gericht in Oslo läuft der Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Der 29-jährige Angeklagte sieht sich 38 Anklagepunkten gegenüber, darunter vier wegen Vergewaltigung. Erschütternde Zeugenaussagen der mutmaßlichen Opfer zeichnen das Bild eines aggressiven Mannes, der unter Drogeneinfluss handelte. Obwohl Høiby sich zu einigen Vorwürfen der Gewalt bekannte, weist er die Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs von Frauen in wehrlosen Zuständen entschieden zurück.
Vierter Vergewaltigungsvorwurf
Das Opfer sagte aus, dass Høiby sie 2024 brutal in einem Hotelzimmer angegriffen habe, wobei er ihre Bitten um Einstellung der Handlungen ignorierte.
Verteidigungslinie des Angeklagten
Der Sohn der Prinzessin erklärt sein Verhalten mit Paranoia und Angst vor Kameras, während er gleichzeitig den Konsum von Drogen zugibt.
Vielschichtigkeit der Anklage
Der Prozess umfasst bis zu 38 Punkte, von schweren Sexualstraftaten bis hin zu geringfügigen Verkehrsverstößen.
Der analysierte Strafprozess in Oslo konzentriert sich auf die Aktivitäten von Marius Borg Høiby, dem Stiefsohn des Thronfolgers. Die Staatsanwaltschaft hat ihm insgesamt 38 Anklagepunkte vorgelegt, von denen die schwersten vier Vergewaltigungen betreffen. Laut Anklageschrift soll Høiby sexuelle Handlungen an Frauen vorgenommen haben, die bewusstlos waren oder aus anderen Gründen keinen Widerstand leisten konnten. Die Opfer beschreiben ihn als aggressiv und besessen, insbesondere unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen. Am elften Verhandlungstag ergriff der Angeklagte erneut das Wort und bezog sich auf die traumatischen Aussagen der Zeugen, die die norwegische Öffentlichkeit erschütterten. Ein zentraler Punkt der Ermittlungen sind Vorfälle aus dem Jahr 2024, bei denen Høiby eine der Frauen in einem Hotelzimmer angegriffen haben soll, während er bereits wegen einer anderen Sache unter polizeilicher Aufsicht stand. Die Anklageschrift umfasst auch geringere Vergehen wie Verkehrsverstöße oder körperliche Misshandlungen von Partnerinnen. Eine der mutmaßlichen Opfer sagte aus, sie sei aufgewacht, als der Angeklagte brutale Handlungen an ihr vornahm, und alles sei mit einem Mobiltelefon aufgezeichnet worden. Die Verteidigung argumentiert, der Angeklagte habe zu dieser Zeit unter Paranoia sowie Angst vor ständiger Beobachtung durch Medien und Öffentlichkeit gelitten, was seine Wahrnehmung der Realität beeinflusst haben könnte. Marius Borg Høiby besitzt keine Adelstitel oder offiziellen königlichen Pflichten, da er aus einer Beziehung von Mette-Marit vor ihrer Heirat mit Prinz Haakon im Jahr 2001 hervorging. Diese Situation ist beispiellos in der modernen norwegischen Geschichte und stellt die Autorität der Monarchie auf die Probe. In den letzten Tagen des Prozesses äußerte der Angeklagte tiefes Unbehagen angesichts der Anwesenheit von Kameras und bezeichnete sich selbst als „den meistgehassten Mann Norwegens“. Dennoch nimmt er systematisch an den Verhandlungen teil, die von einem Berufsrichter und zwei Schöffen geleitet werden. Das Urteil in dieser vielschichtigen Sache soll nach der Vernehmung aller Sachverständigen und Zeugen gefällt werden, was bei der angenommenen Zahl von 38 Anklagepunkten den Prozess zu einem der kompliziertesten Verfahren mit Beteiligung einer Person aus dem Königshaus in Europa macht. „Ich hatte in dieser Zeit starke Paranoia wegen der Fotos, die in den Medien kursierten.” — Marius Borg Høiby Struktur der gegen Høiby erhobenen Vorwürfe: Vergewaltigungen: 4, Körperliche Gewalt: 8, Verkehrsverstöße: 12, Andere Verstöße: 14 38 — so viele Vorwürfe insgesamt hat der Sohn der norwegischen Prinzessin gehört Liberale Medien legen starken Wert auf den Schutz der Opferrechte und systemische Gewalt von Männern gegen Frauen, kritisieren dabei die Privilegien der Königsfamilie. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die persönliche Tragödie des Angeklagten, seine Suchtprobleme und den Einfluss des Skandals auf die Würde der Krone.
Mentioned People
- Marius Borg Høiby — Sohn der norwegischen Prinzessin Mette-Marit, angeklagt wegen zahlreicher Straftaten, einschließlich Vergewaltigung.
- Mette-Marit — Norwegische Kronprinzessin, Mutter von Marius Borg Høiby.
- Haakon — Thronfolger Norwegens, Stiefvater des Angeklagten.
- Petar Sekulic — Verteidiger von Marius Borg Høiby.