Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen haben den höchsten Stand seit 2024 erreicht. Laut Daten des Automobilclubs ADAC stieg der Preis für einen Liter Super E10-Benzin innerhalb einer Woche um 1,8 Eurocent auf einen Durchschnittspreis von 1,776 Euro, der für Diesel um 2,9 Eurocent auf 1,740 Euro. Hauptursache für den starken Anstieg sind Befürchtungen vor einer Eskalation des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten, die den Ölpreis in die Höhe getrieben haben. Im Falle eines Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran könnte der Öltransport durch die strategische Straße von Hormuz gestört werden, was sich auf die Weltmarktpreise des Rohstoffs auswirken würde. Der ADAC rät Autofahrern, abends zu tanken, wenn die Preise im Durchschnitt 13 Cent niedriger sind als morgens.
Rekordanstieg der Kraftstoffpreise
Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben den höchsten Stand seit Mitte 2024 erreicht. Benzin ist am teuersten seit Juli 2024, Dieselkraftstoff seit April 2024. Der wöchentliche Preisanstieg betrug jeweils 1,8 bzw. 2,9 Eurocent pro Liter.
Geopolitische Spannungen treiben Preise an
Hauptfaktor für den Anstieg des Rohölpreises und folglich der Kraftstoffpreise sind Befürchtungen vor einem neuen bewaffneten Konflikt im Nahen Osten, insbesondere zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg innerhalb einer Woche um etwa 4 Dollar.
Risiko für den weltweiten Öltransport
Ein entscheidender Ort für den Weltölmarkt ist die Straße von Hormuz. Ein möglicher bewaffneter Konflikt könnte den Transport des Rohstoffs über diese strategische Arterie stören, was schwerwiegende Folgen für die globalen Preise hätte.
Tipp für Autofahrer
Der ADAC rät Autofahrern, in den Abendstunden zu tanken, da Analysen zeigen, dass die Preise dann im Durchschnitt 13 Eurocent pro Liter niedriger sind als in den morgendlichen Stoßzeiten.
Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen haben ein Niveau erreicht, das seit über anderthalb Jahren nicht mehr verzeichnet wurde, wie Daten des Automobilclubs ADAC bestätigen. Innerhalb einer Woche verteuerte sich ein Liter Super E10-Benzin um 1,8 Eurocent und erreichte einen Durchschnittspreis von 1,776 Euro, ein Liter Dieselkraftstoff verteuerte sich um 2,9 Eurocent und erreichte 1,740 Euro. Für Benzin ist dies der höchste Preis seit Juli 2024, für Diesel seit April 2024. Haupttreiber der Preiserhöhungen an den Tankstellen ist der sprunghafte Anstieg des Rohstoffpreises, aus dem sie hergestellt werden. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg innerhalb einer Woche um etwa vier US-Dollar und erreichte ein Niveau von knapp 71 Dollar. Die direkte Ursache für diese Bewegung auf den Rohstoffmärkten sind laut ADAC-Analysten wachsende Befürchtungen vor einer Eskalation des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten, insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die Straße von Hormuz, eine schmale Meerenge zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf, ist von entscheidender Bedeutung für den globalen Energiemarkt. Durch diese maritime Arterie fließt etwa ein Fünftel des weltweiten Rohölexports und etwa ein Drittel des Exports von verflüssigtem Erdgas (LNG). Ihre strategische Lage führt dazu, dass jede Drohung ihrer Blockierung sich sofort in heftigen Preisanstiegen für Rohstoffe an den Weltbörsen niederschlägt. Im Falle eines Ausbruchs eines offenen bewaffneten Konflikts zwischen den genannten Großmächten könnte der Öltransport durch die Straße von Hormuz ernsthaft gestört oder sogar eingestellt werden. Solche Perspektiven lösen Spekulationen an den Terminmärkten aus und treiben die Preise „auf Vorrat“ in die Höhe. Interessanterweise stellt der ADAC fest, dass trotz der aktuellen Anstiege der Ölpreis in absoluten Zahlen immer noch niedriger ist als in Perioden vorheriger Kraftstoffpreisrekorde, was unter anderem auf den relativ niedrigen Wechselkurs des US-Dollars zurückzuführen ist. Der Automobilclub gab auch einen praktischen Verbrauchertipp. Die Analyse der tageszeitlichen Preisschwankungen an Tankstellen zeigt, dass das Tanken in den Abendstunden im Durchschnitt 13 Eurocent pro Liter günstiger ist als in den Morgenstunden, wenn viele Menschen zur Arbeit pendeln. Dieser Unterschied kann bei einem vollen Tank erhebliche Einsparungen bedeuten.
Perspektywy mediów: Medien betonen die geopolitischen Ursachen des Problems, verweisen auf die Risiken der US-Politik gegenüber dem Iran und thematisieren die höheren Lebenshaltungskosten für normale Bürger. Weniger thematisiert wird der Aspekt der deutschen internen Steuerpolitik bezüglich der Kraftstoffsteuer, die ebenfalls den Endpreis an der Tankstelle beeinflusst.