Im Jahr 2025 kamen auf deutschen Straßen 2814 Menschen ums Leben, was einem Anstieg von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Während die Gesamtzahl der Verletzten stabil blieb und bei etwa 366.000 lag, zeigen die Statistiken einen historischen Rückgang der Zahl Schwerverletzter. Die schlechteste Situation herrscht in Mecklenburg-Vorpommern, während es in den Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg am sichersten ist.
Anstieg der Verkehrstoten
Auf den Straßen kamen 2814 Menschen ums Leben, was einem Anstieg von 2 Prozent im Jahresvergleich entspricht und eine Abkehr vom Abwärtstrend bedeutet.
Historisches Minimum Schwerverletzter
Die Zahl Schwerverletzter sank um 4 Prozent auf 48.400, was das beste Ergebnis seit 34 Jahren ist.
Gefahr bei E-Scootern
Es wurde ein drastischer, 25-prozentiger Anstieg der Todesfälle unter Nutzern von E-Scootern verzeichnet.
Vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 deuten auf einen besorgniserregenden Aufwärtstrend bei der Verkehrssicherheit in Deutschland hin. Nach Jahren systematischer Rückgänge stieg die Zahl der Verkehrstoten um 44 Personen auf 2814 Getötete. Experten des TÜV und Unfallforscher deuten an, dass sich das Land von der Umsetzung der Ziele der „Vision Zero”, also der vollständigen Eliminierung tödlicher Verkehrsunfälle, entfernt. Während die Gesamtzahl der Verkehrsvorfälle bei etwa 2,5 Millionen pro Jahr liegt, stieg die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Besonders alarmierende Daten kommen aus den nordöstlichen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete die höchste Todesrate mit 60 Todesfällen pro Million Einwohner, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt (34 pro Million) liegt. In Brandenburg lag dieser Wert bei 50 Personen. In Bayern hingegen wurde trotz eines allgemeinen Anstiegs der Opferzahl auf 507 Personen ein positiver Trend in Form eines Rückgangs getöteter Radfahrer verzeichnet. Die Polizei in Brandenburg betont, dass überhöhte Geschwindigkeit, insbesondere auf Landstraßen, die Hauptursache der Tragödien bleibt. Ein positiver Aspekt der Statistik ist der Rückgang der Zahl Schwerverletzter um 4 Prozent auf 48.400. Dies ist der niedrigste Wert seit 1991, was auf verbesserte Fahrzeugsicherheit und effektivere medizinische Rettungsdienste hindeuten könnte. Dennoch beunruhigt der starke Anstieg der Todesfälle unter Nutzern von E-Scootern (um 25 Prozent) sowie von Mofas und Motorrollern mit Versicherungskennzeichen (um 28 Prozent). Deutschland strebt seit Jahrzehnten nach einer Verbesserung der Verkehrssicherheit; in den 1970er Jahren kamen auf den Straßen der Bundesrepublik Deutschland jährlich fast 20.000 Menschen ums Leben. Die Einführung der Gurtpflicht, von Airbags und strenger Crashtests ermöglichte eine drastische Reduzierung dieser Zahlen. In den Stadtstaaten ist die Situation deutlich besser als in landwirtschaftlich geprägten Regionen. In Berlin betrug die Todesrate nur 10 Personen pro Million Einwohner, in Hamburg 11. Dies liegt an der dichten Bebauung, niedrigeren zulässigen Geschwindigkeiten und einer gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, was das Risiko der folgenschwersten Kollisionen begrenzt. „507 Verkehrstote sind immer noch viel zu viel. Jeder einzelne Tote ist einer zu viel.” — Bayerischer Innenminister (CSU)
Mentioned People
- Joachim Herrmann — Bayerischer Innenminister (CSU)
- Siegfried Brockmann — Unfallforscher der Björn Steiger Stiftung